Die Messe ROG.e ist am 21. September 2026 in Rio de Janeiro gestartet und bringt für vier Tage Akteure aus den Bereichen Öl, Gas und Energie zusammen. Der Veranstalter IBP (Brazilian Institute of Oil and Gas) setzt dabei auf einen Festivalcharakter im Außengelände und hat die Veranstaltung umbenannt: Aus Rio Oil and Gas wurde ROG.e. Die dreijährig stattfindende Messe richtet ihren Fokus damit auf Energien aller Art. Als Kontext nennt der VDMA den Energie- und Technologiemix Brasiliens, dessen Energiebedarf jeweils zu fünfzig Prozent mit fossilen und erneuerbaren Energien gedeckt wird.
Neben Petrobras sind im German Pavilion über 30 Ausstellende aus der Prozesstechnik vertreten. Die German Pavilions werden von der AHK Rio de Janeiro umgesetzt und mit Hilfe des VDMA und VDMA Brasilien unterstützt; die Beteiligung verteilt sich auf zwei Flächen. Das Angebot umfasst Ventile, Prozess- und Sicherheitsarmaturen, Rohre, Materialien und Pipeline-Infrastruktur, Pumpen, Kompressoren und Fördertechnik, Mess‑, Steuer- und Automatisierungstechnik, Sicherheit und Explosionsschutz, Wärmetauscher sowie Engineering und Services. Weitere deutsche Unternehmen sind ebenfalls auf der Messe vertreten, darunter Siemens AG, Siemens Energy und die Rosen Group.
Als Treiber für die Marktattraktivität werden der ausgewogene Energiemix sowie das frisch verabschiedete europäische Handelsabkommen Mercosur genannt. Brasilien wird mit einem Bruttoinlandsprodukt von 2,64 Billionen Dollar (Rang zehn weltweit) und einer derzeitigen Wachstumsrate von 1,9 Prozent eingeordnet; für Deutschland werden Rang drei, 5,45 Billionen Euro und eine aktuell prognostizierte Wachstumsrate von 0,79 Prozent angegeben. Für 2025 nennt der VDMA 77 Milliarden Dollar ausländische Direktinvestitionen in Brasilien, ergänzt um staatliche Investitionen in erneuerbare Energien und natürliche Ressourcen.
Für die deutsche Verfahrenstechnik ist Brasilien der wichtigste Exportmarkt in Lateinamerika. Von 2024 auf 2025 stieg der Export um 42 Prozent von 81 Millionen auf 115 Millionen Euro; Mexiko liegt mit 31 Millionen Euro auf Rang zwei. Argentinien folgt mit 31 Millionen Euro auf Platz drei, Chile nach einem Rückgang von 42 auf 24 Millionen Euro auf Platz vier. Innerhalb der EU27 wird Deutschland als wichtigster Lieferant genannt: Der Abstand zu Italien veränderte sich von 81 zu 67 Millionen Euro (2024) auf 115 zu 52 Millionen Euro (2025); Belgien liegt bei 23 Millionen Euro. Im weltweiten Vergleich werden China (167 Millionen Euro; 23 Prozent Marktanteil), die USA (154 Millionen Euro; 22 Prozent) und Deutschland (16 Prozent) als wichtigste Herkunftsländer der brasilianischen Importe im Bereich Verfahrenstechnik für 2025 aufgeführt.











