Mit cartriQ BioPure hat Schott Pharma die Entwicklung einer neuen sterilen Glaskarpule angekündigt. Die Lösung zeichnet sich durch eine verbesserte chemische Beständigkeit sowie ein optimiertes Extractables-and-Leachables-Profil aus und ist auf die Anforderungen moderner Biotech-Arzneimittel ausgelegt.
„Da Therapien zunehmend komplexer und empfindlicher werden, investieren wir in hochwertige Primärverpackungen, die ihre Stabilität sichern, eine komfortable Verabreichung unterstützen und sich an die Pipelines unserer Kunden anpassen lassen“, sagt Andreas Reisse, CEO. „Die verbesserte Karpule erweitert unser Portfolio an High Value Solutions für Biologika und ermöglicht Pharmaunternehmen, die passende Lösung zur Aufbewahrung und Verabreichung ihres Medikaments in Fläschchen, Spritze oder Karpule basierend auf den Anforderungen der jeweiligen Moleküle und Lebenszyklen auszuwählen.“
cartriQ BioPure wurde für komplexe Biologika wie monoklonale Antikörper, Fusionsproteine und andere empfindliche Moleküle sowie für Fertilitätsbehandlungen und Therapien bei Wachstumshormonmangel entwickelt und adressiert zentrale Herausforderungen für Pharmaunternehmen. Dazu zählen die langfristige Stabilität der Medikamente, ein reduziertes Risiko auslaugender Substanzen, niedrige Mengen an freiem Silikon sowie die Kompatibilität mit Verabreichungssystemen, die eine sichere und zuverlässige Anwendung der Therapien ermöglichen. Durch die Ergänzung von EVERIC pure Fläschchen und syriQ BioPure Glasspritzen bietet die fortschrittliche Glaskarpule Pharmaunternehmen eine umfassende Auswahl an Primärverpackungen von der frühen Entwicklung bis hin zur kommerziellen Verwendung der Medikamente.
cartriQ BioPure verbindet die langjährige Materialkompetenz des Unternehmens mit gezielten Prozessinnovationen und stellt somit eine leistungsstarke Karpulenplattform für empfindliche Biologika bereit. Die Glaskarpule wird aus verbessertem FIOLAX Pro Pharmaglasrohr hergestellt und zeichnet sich durch eine außergewöhnliche chemische Qualität sowie ein optimiertes Profil hinsichtlich extrahierbarer und auslaugbarer Stoffe aus. Dank strenger Freigabekriterien für Natrium und Aluminium bleibt die Karpule deutlich unter dem ISO-Höchstwert für hydrolitische Resistenz und übertrifft die sich weiterentwickelnden regulatorischen Anforderungen – einschließlich des aktuellen Entwurfs von USP <660>. Dieses Maß an Kontrolle gewährleistet auch in Zukunft robuste Stabilitätsprofile für empfindliche Biologika.
Um die Wechselwirkung zwischen Wirkstoff und Behälter weiter zu minimieren, kommt bei der sterilen Glaskarpule eine Technologie zum Einbrennen von Silikon zum Einsatz. Dadurch werden niedrige und gut kontrollierte Silikonwerte erreicht, die durch strenge Freigabetests verifiziert werden. Beschichtete Elastomere für Kolbenstopfen und Kombidichtungen sowie eine verbesserte Oberflächenbeständigkeit und eine optimierte Restdichte sorgen dafür, dass die Arzneimittelintegrität von der Abfüllung bis zur Verabreichung an Patientinnen und Patienten gewahrt bleibt. Die engen Toleranzen des Karpulenkörpers ermöglichen eine genaue Dosierung, was eine wesentliche Anforderung für Therapien mit engen therapeutischen Anwendungszeiträumen ist. Die verbesserte mechanische Festigkeit verringert zudem das Bruchrisiko bei der Handhabung und Verabreichung deutlich.
cartriQ BioPure wird in den Größen 3 und 5 Milliliter erhältlich sein, um die Selbstverabreichung mit Autoinjektoren oder Pens zu erleichtern. Die Markteinführung ist für Ende des Jahres auf der CPHI Milan 2026 geplant, Muster der Glaskarpule sind jedoch bereits verfügbar.















