Lau­da, ein Anbie­ter von Tem­pe­rier­ge­rä­te und –anla­gen zur genau­en Tem­pe­rie­rung, baut sein umfang­rei­ches Port­fo­lio kon­se­quent wei­ter aus. Mit der kom­plett neu ent­wi­ckel­ten zukunfts­wei­sen­den Lau­da Inte­gral Gerä­te­li­nie prä­sen­tiert das Unter­neh­men jetzt einen wei­te­ren Mei­len­stein aus dem Bereich der pro­fes­sio­nel­len Tem­pe­rie­rung. Die leis­tungs­star­ken Inte­gral Pro­zess­ther­mo­sta­te sind bereits seit dem Jahr 2000 ein fes­ter Bestand­teil des Port­fo­li­os und haben sich in viel­fäl­tigs­ten Anwen­dun­gen und Bran­chen als ver­läss­li­che Lösung eta­bliert. Zu den wich­tigs­ten Ein­satz­ge­bie­ten der Ther­mo­sta­te zäh­len etwa die Tem­pe­rie­rung von Reak­to­ren in der Che­mie und Phar­ma­in­dus­trie, Tem­pe­ra­tur­tests an Prüf­stän­den in der Auto­mo­bil­in­dus­trie oder die Welt­raum­si­mu­la­ti­on im Maschi­nen­bau und der Elek­tro­tech­nik. Die Ent­wick­lung der Pro­zess­ther­mo­sta­te treibt das Unter­neh­men nun wei­ter vor­an und führt die Model­le der T- und XT-Rei­he in das digi­ta­le Zeit­al­ter. So ver­fügt die neue Genera­ti­on der Inte­gral Pro­zess­ther­mo­sta­te über eine Viel­zahl von Neue­run­gen, dar­un­ter ein völ­lig neu­es, intui­ti­ve Steue­rungs­kon­zept über mobi­le End­ge­rä­te, ver­bes­ser­te Pum­pen­leis­tung oder das modu­la­re, erwei­ter­ba­re Schnitt­stel­len­kon­zept.

Integral T und XT

Die neu­en Inte­gral T Pro­zess­ther­mo­sta­te sor­gen für die effi­zi­en­te Kon­trol­le exter­ner Tem­pe­rier­pro­zes­se im Tem­pe­ra­tur­be­reich von ‑30 bis 150 Grad Cel­si­us. Die Gerä­te ermög­li­chen schnel­le Tem­pe­ra­tur­wech­sel durch ange­pass­te Heiz- und Käl­te­leis­tun­gen mit einem klei­nen inter­nen Volu­men. Durch das offe­ne Hydrau­lik­sys­tem ent­lüf­tet das Gerät schnell und ohne Funk­ti­ons­ein­schrän­kun­gen. Damit ist es ide­al für Tem­pe­rier­pro­zes­se mit häu­fi­gem Ver­brau­cher- oder Prüf­lings­wech­sel. Klas­si­sche Anwen­dungs­ge­bie­te sind dabei Reak­ti­ons­kon­trol­len oder Kli­ma­si­mu­la­tio­nen. Eine zuver­läs­si­ge, leis­tungs­star­ke Ein­tauch­pum­pe sowie der inter­ne Bypass zur Druck­be­gren­zung gehö­ren zur Stan­dard­aus­stat­tung des Inte­gral T.

Die sehr dyna­mi­schen und leis­tungs­star­ken Inte­gral XT Pro­zess­ther­mo­sta­te hin­ge­gen arbei­ten nach dem Durch­fluss­prin­zip mit Kalt­öl­über­la­ge­rung und ermög­li­chen die Nut­zung des erwei­ter­ten Tem­pe­ra­tur­breichs von ‑90 bis 320 Grad Cel­si­us mit einem ein­zi­gen Tem­pe­rier­me­di­um. Durch die elek­tro­nisch gere­gel­te, magnet­ge­kup­pel­te acht­stu­fi­ge Variopum­pe kann der Volu­men­strom sowohl für druck­emp­find­li­che Ver­brau­cher als auch für Appli­ka­tio­nen mit hohem hydrau­li­schem Wider­stand ther­misch opti­mal ange­bun­den wer­den. Ein inter­ner Bypass, eben­falls eine seri­en­mä­ßi­ge Neue­rung der XT Model­le, erhöht hier zusätz­lich die Fle­xi­bi­li­tät. Er erhöht den Volu­men­strom inner­halb des Gerä­tes, wenn extern nur gerin­ge Volu­men­strö­me mög­lich sind und opti­miert somit den Tem­pe­rier­vor­gang.

Für die neu­en Inte­gral XT Model­le bie­tet das Unter­neh­men optio­nal eine Durch­fluss­re­gel­ein­heit an, die beson­ders bei der Erstel­lung repro­du­zier­ba­rer Prüf­pro­zes­se unent­behr­lich ist. Ein gutes Bei­spiel dafür ist der Ein­satz bei Prüf­pro­zes­sen in der Elek­tro­mo­bi­li­tät. Um ein hohes Qua­li­täts­ni­veau in der Pro­duk­ti­on zu errei­chen, set­zen dort vali­dier­te Prüf­ver­fah­ren auf einen defi­nier­ten Volu­men­strom, der ein­ge­hal­ten wer­den muss. Die opti­mier­te Hydrau­lik und Dreh­zahl­re­ge­lung der neu­en Inte­gral Gerä­te ver­bes­sert zusätz­lich die För­der­leis­tung der Ther­mo­sta­te deut­lich. Betrie­ben mit zukunfts­si­che­ren Käl­te­mit­teln – die Pro­zess­ther­mo­sta­te sind kon­form zur Euro­päi­schen F‑Ga­se-Ver­ord­nung – bie­ten die neu­en Inte­gral Gerä­te eine gewohnt schnel­le Tem­pe­rie­rung bei hoher Betriebs­si­cher­heit. Das bewähr­te Smart Cool Sys­tem der Inte­gral XT Gerä­te fin­det sich nun auch in den neu­en Inte­gral T Model­len. Dabei steu­ern elek­tro­ni­sche Ein­spritz­ven­ti­le bedarfs­be­zo­gen die Käl­te­leis­tung der Gerä­te und sor­gen so für eine höhe­re Ener­gie­ef­fi­zi­enz.

Die digitale Zukunft

Der Anbie­ter treibt mit den neu­en Inte­gral Gerä­ten die Ver­net­zung der Tem­pe­rier­tech­nik vor­an. Als ers­tes Seri­en­ge­rät in der Geschich­te von Lau­da besit­zen die Pro­zess­ther­mo­sta­te einen inte­grier­ten Web­ser­ver. Damit kön­nen die Gerä­te in bestehen­de Unter­neh­mens­netz­wer­ke ein­ge­bun­den wer­den und erlau­ben so die Über­wa­chung und Steue­rung über PC, auf Wunsch auch mit mobi­len End­ge­rä­ten wie Tablet oder Smart­pho­ne. Auf­stel­lungs­ort und Bedie­nung kön­nen bei Bedarf von­ein­an­der ent­kop­pelt wer­den. Hier­durch wird eine stand­ort­über­grei­fen-de Über­wa­chung oder Steue­rung ermög­licht. Die ein­fa­che Bedie­nung der Ther­mo­sta­te über ein moder­nes TFT-Dis­play direkt am Gerät ist dar­über hin­aus wei­ter­hin mög­lich.

Neues Schnittstellenkonzept sorgt für Flexibilität

Die neu­en Inte­gral Pro­zess­ther­mo­sta­te sor­gen mit einem modu­la­ren und zukunfts­si­che­ren Schnitt­stel­len­kon­zept für maxi­ma­le Ver­net­zung der Anwen­der­pro­zes­se. Seri­en­mä­ßig ver­fü­gen die Gerä­te über Schnitt­stel­len wie Ether­net, USB oder Pt 100. Wei­te­re Schnitt­stel­len und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­to­kol­le las­sen sich pro­blem­los über Modu­le hin­zu­schal­ten. Dadurch las­sen sich Inte­gral Ther­mo­sta­te fle­xi­bel in ver­schie­de­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sze­na­ri­en inte­grie­ren. Zusätz­lich wer­den alle Dreh­strom­ge­rä­te der Inte­gral Linie für den Betrieb mit einer Netz­fre­quenz von 50 oder 60 Hertz (bif­re­quent) aus­ge­stat­tet – ein gro­ßer Nut­zen für Anwen­der, die ihre Gerä­te fle­xi­bel an ver­schie­de­nen Stand­or­ten welt­weit zum Ein­satz brin­gen wol­len.

Modulare Bauweise für einfacheren Service

Die Inte­gral Gerä­te­ty­pen sind in drei unter­schied­li­chen Gehäu­se­grö­ßen und einer Kühl­leis­tung von 1,5 bis 18 Kilo­watt ver­füg­bar. Wäh­rend bei der kleins­ten Gehäu­se­grö­ße die Bedien­ein­heit ergo­no­misch vor­teil­haft auf der Gerä­te­ober­sei­te ange­bracht ist, befin­det sich die­se beim mitt­le­ren und beim gro­ßen Gehäu­se an der rech­ten Sei­te auf Augen­hö­he. Bei allen Gerä­ten befin­den sich die elek­tri­schen und hydrau­li­schen Anschlüs­se auf der rech­ten Sei­te. So sind die­se gut bedien- und ein­seh­bar. Mit dem Com­mand Touch bie­tet die Fir­ma zudem eine intui­ti­ve Bedien­ein­heit mit Touch-Dis­play und erwei­ter­tem Funk­ti­ons­um­fang als Zube­hör an, die per Kabel an das Gerät ange­schlos­sen wird.

Eine neue Generation

Seit Jahr­zehn­ten haben sich die Pro­zess­ther­mo­sta­te der Inte­gral Linie auf dem Markt bewährt. Die Ent­wick­lung der nächs­ten Genera­ti­on nutzt die bewähr­ten Stär­ken der Linie und ergänzt sie um zukunfts­fä­hi­ge Kom­po­nen­ten. So kann das Unter­neh­men sei­nen Kun­den ein Tem­pe­rier­ge­rät anbie­ten, dass die heu­ti­gen Anfor­de­run­gen an die Käl­te­tech­nik erfüllt und einen rei­bungs­lo­sen Umstieg mit maxi­ma­ler Pro­zess­si­cher­heit garan­tiert.

Ein wich­ti­ger Aspekt bei der Neu­ent­wick­lung der Inte­gral Serie war die Euro­päi­sche F‑Ga­se-Ver­ord­nung. Sie sorgt für die schritt­wei­se Beschrän­kung der am Markt ver­füg­ba­ren Men­gen an teil­flu­o­rier­ten Koh­len­was­ser­stof­fen bis zum Jahr 2030. Der Bedarf an zukunfts­si­che­ren Tem­pe­rier­ge­rä­ten, die kon­form zur F‑Ga­se-Ver­ord­nung arbei­ten, ist deut­lich gestie­gen. „Wir haben in die Ent­wick­lung der Käl­te­tech­nik vie­le Gedan­ken und Know-how ein­flie­ßen las­sen“, erzählt der Lei­ter For­schung & Ent­wick­lung bei Lau­da, Dr. Jür­gen Dirscherl, denn »ein ein­fa­cher Aus­tausch des Käl­te­mit­tels wür­de zu Ein­schrän­kun­gen bei den Leis­tungs­da­ten füh­ren« und damit die Pro­zes­se der Kun­den gefähr­den. Ziel der Exper­ten war es, ein Gerät zu ent­wi­ckeln, dass die neue Gene-rati­on rei­bungs­los bestehen­de Inte­gral Gerä­te älte­rer Bau­art erset­zen kann. „Damit“, so Dr. Dirscherl, „stel­len wir die Pro­zess­si­cher­heit bei unse­ren Kun­den sicher“. Vie­le bewähr­te Funk­tio­nen und tech­ni­sche Lösun­gen der Inte­gral Linie wur­den bei­be­hal­ten.

Mit der neu­en Genera­ti­on Inte­gral schi­cke Lau­da die tech­ni­sche Neu­ent­wick­lung einer bewähr­ten Gerä­te­li­nie ins Ren­nen, betont der Lei­ter For­schung & Ent­wick­lung. Das neue Design sei zwar das Offen­sicht­li­che der neu­en Gerä­te, doch auch dabei habe man sich viel Neu­es ein­fal­len. „Das neue Design ermög­licht zum Bei­spiel ver­ein­fach­ten Ser­vice durch eine bes­se­re Zugäng­lich­keit der Kom­po­nen­ten ohne den Hydrau­lik­kreis von der Appli­ka­ti­on tren­nen zu müs­sen. Auch die Posi­ti­on der Anschlüs­se, die ver­bes­ser­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mög­lich­kei­ten mit Pro­zess­leit­an­la­gen, der inte­grier­te Web­ser­ver oder die Ver­wen­dung von Pum­pen mit grö­ße­rem Leis­tungs­spek­trum und vor allem die deut­lich höhe­ren Fluss­ra­ten sind schlag­kräf­ti­ge Argu­men­te für die neue Genera­ti­on Inte­gral“, so Dr. Dirscherl.

Anwendungsbeispiele der Prozessthermostate

Die neu­en Pro­zess­ther­mo­sta­te hei­zen und küh­len zuver­läs­sig in viel­fäl­ti­gen Anwen­dun­gen unter­schied­lichs­ter Bran­chen. So kom­men die Gerä­te in einer Viel­zahl von Appli­ka­tio­nen zum Ein­satz, etwa bei der Tem­pe­rie­rung von Rühr­kes­seln, der Tem­pe­ra­tur­kon­trol­le von Reak­to­ren in der Che­mie, Phar­ma­zie oder Bio­tech­no­lo­gie, bei Tem­pe­ra­tur­tests an Prüf­stän­den in der Auto­mo­bil­in­dus­trie, sei es zur Kli­ma­si­mu­la­ti­on, bei Leis­tungs- oder Mate­ri­al­tests. Auch bei Mate­ri­al­un­ter­su­chun­gen sind Inte­gral Pro­zess­ther­mo­sta­te der idea­le Part­ner. In der Mikro­re­ak­tor­tech­no­lo­gie wer­den die Gerä­te zur Tem­pe­rie­rung bei Sca­le-up-Pro­zes­sen ein­ge­setzt. Und auch im Maschi­nen­bau und der Elek­tro­tech­nik sind Inte­gral Pro­zess­ther­mo­sta­te ele­men­ta­rer Bestand­teil von Welt­raum­si­mu­la­tio­nen.