Nachhaltige und digitale Innovation ausgezeichnet

Cove­s­tro wür­digt den wis­sen­schaft­li­chen Ein­falls­reich­tum für grü­ne und digi­ta­le Che­mie sowie Inge­nieur­wis­sen­schaf­ten mit zwei Aus­zeich­nun­gen. Der ame­ri­ka­ni­sche Wis­sen­schaft­ler Dr. Newell Wash­burn erhält den glo­ba­len Cove­s­tro Sci­ence Award als Aner­ken­nung für eine wis­sen­schaft­li­che digi­ta­le Inno­va­ti­on, die die Ent­wick­lung maß­ge­schnei­der­ter Poly­mer­for­mu­lie­run­gen beschleu­nigt. Wash­burn ist außer­or­dent­li­cher Pro­fes­sor für Che­mie und Bio­me­di­zin­tech­nik und arbei­tet in Mate­ri­al­wis­sen­schaf­ten und Inge­nieur­we­sen an der Car­ne­gie Mel­lon Uni­ver­si­ty (CMU) in Pitts­burgh.

Die zwei­te Aus­zeich­nung, die Cove­s­tro Sci­ence Medail­le, geht an ein Team aus Che­mi­kern und Inge­nieu­ren des Unter­neh­mens. Dr. Rai­ner Weber, Andre­as Bulan, Micha­el Groß­holz, Rai­ner Hell­mich und Gior­gio Dol­fi­ni haben einen bahn­bre­chen­den wis­sen­schaft­li­chen Durch­bruch zur Her­stel­lung einer Basis­chemi­ka­lie mit weni­ger Ener­gie­ver­brauch und damit weni­ger Umwelt­be­las­tung erzielt: Sie haben es geschafft, bei der Chlor­her­stel­lung 25 Pro­zent Strom ein­zu­spa­ren. Die For­scher und Ent­wick­ler nah­men die Prei­se bei der Cove­s­tro Sci­ence Cele­bra­ti­on auf der K2019, der welt­weit bedeu­tends­ten Fach­mes­se der Kunst­stoff- und Kau­tschuk­in­dus­trie, ent­ge­gen. Sie fin­det alle drei Jah­re statt, dies­mal zwi­schen dem 16. und 23. Okto­ber in Düs­sel­dorf.

Die­se Vor­rei­ter für indus­tri­el­le Nach­hal­tig­keit und ange­wand­te künst­li­che Intel­li­genz tra­gen zu einer neu­en Ära der Mate­ri­al­wis­sen­schaft bei“, sag­te Such­eta Govil, Chief Com­mer­ci­al Offi­cer von Cove­s­tro, ver­ant­wort­lich für Inno­va­ti­on. „Nur die Wis­sen­schaft kann bahn­bre­chen­de Lösun­gen für die Zukunft bie­ten. Wir wol­len die her­aus­ra­gen­den Bei­trä­ge die­ser Wis­sen­schaft­ler und For­scher auf den Gebie­ten Nach­hal­tig­keit und Digi­ta­li­sie­rung beloh­nen. Durch die För­de­rung offe­ner Inno­va­tio­nen in der Wis­sen­schaft und Indus­trie tra­gen wir dazu bei, Lösun­gen für unse­re Kun­den zu beschleu­ni­gen und so die Gren­zen des Mach­ba­ren immer wei­ter zu ver­schie­ben.“

Maschinelles Lernen in der Laborforschung

Wash­burn erhält die Aus­zeich­nung für eine neue Tech­no­lo­gie, die eine gemein­sa­me Her­aus­for­de­rung der Bran­che löst. Tra­di­tio­nell ist die Ent­wick­lung von Elas­to­me­ren, Schaum­stof­fen und Lacken aus Poly­ure­than nach den spe­zi­el­len Vor­ga­ben der Kun­den ein zeit­auf­wän­di­ger Pro­zess mit zahl­rei­chen Labor-Ver­su­chen. Der neue, so genann­te „Hier­ar­chi­cal Machi­ne Lear­ning“- Ansatz nutzt Daten­ana­ly­se und Simu­la­ti­on, um schnel­ler die For­mu­lie­rung zu bestim­men, die den Kun­den­wün­schen ent­spricht. Er wur­de in Zusam­men­ar­beit mit Dr. Barn­abás Póc­zos aus dem Bereich Machi­ne Lear­ning der Car­ne­gie Mel­lon Uni­ver­si­ty ent­wi­ckelt. Wash­burn arbei­tet eng mit Cove­s­tro-Exper­ten in den Berei­chen Coa­tings, Adhe­si­ves and Spe­cial­ties sowie Poly­ure­tha­ne zusam­men, um die­sen neu­ar­ti­gen Ansatz zu opti­mie­ren.

Ich habe wert­vol­le Erfah­run­gen gemein­sam mit Cove­s­tro gesam­melt“, sag­te Wash­burn. „Es hilft der Wei­ter­ent­wick­lung, mit einem Unter­neh­men zusam­men­zu­ar­bei­ten, das Inno­va­tio­nen för­dert und den Mehr­wert aner­kennt, den es sei­nem Geschäft und dem Geschäft sei­ner Kun­den bringt.“

Energiesparende Chlorproduktion

Die zwei­te aus­ge­zeich­ne­te Inno­va­ti­on ermög­licht eine nach­hal­ti­ge­re Pro­duk­ti­on. Etwa zwei Drit­tel aller che­mi­schen Pro­duk­te benö­ti­gen für ihre Her­stel­lung Chlor, das in einem strom­in­ten­si­ven Pro­zess erzeugt wird. Cove­s­tro hilft, das zu ändern. Gemein­sam mit Indus­trie­part­nern ent­wi­ckel­te das Team aus Che­mi­kern und Inge­nieu­ren ein Ver­fah­ren, bei dem der Strom­ver­brauch um 25 % redu­ziert wird.
Das Prin­zip der Chlor­pro­duk­ti­on ist seit mehr als hun­dert Jah­ren bekannt. Es funk­tio­niert über die Elek­tro­ly­se – also die Über­tra­gung von Strom durch eine Koch­salz­lö­sung. Die Inno­va­ti­on hier­bei ist die Sauer­stoff­ver­zehr­ka­tho­de – sie ersetzt eine Was­ser­stoff erzeu­gen­de Elek­tro­de. Die Sauer­stoff­ver­zehr­ka­tho­de wur­de von Cove­s­tro ent­wi­ckelt und kommt mit zwei statt drei Volt elek­tri­scher Span­nung aus. In den kom­men­den Jah­ren wird Cove­s­tro die­sen Pro­zess in zwei sei­ner Pro­duk­ti­ons­an­la­gen ein­füh­ren und so bis zu 40.000 Ton­nen CO2 pro Jahr ein­spa­ren.