Atlas Cop­co prä­sen­tiert auf der Anu­ga Food­tec erst­mals eine völ­lig neue Druck­luft­trock­ner­tech­no­lo­gie: den Dreh­trom­mel­trock­ner des Typs MDG. Das Gerät wur­de für einen sta­bi­len Drucktau­punkt von -40 °C ent­wi­ckelt und arbei­tet laut Micha­el Gaar weit­aus ener­gie­ef­fi­zi­en­ter als ande­re Trock­ner: „Der MDG kommt bei der Trock­nung nahe­zu ohne Ener­gie­kos­ten aus“, sagt der Spre­cher von Atlas Cop­co Kom­pres­so­ren und Druck­luft­tech­nik. „Auf der Mes­se wol­len wir tes­ten, wie gut die­se inno­va­ti­ve Tech­no­lo­gie bei den Besu­chern ankommt.“ Das Unter­neh­men zeigt meh­re­re ener­gie­ef­fi­zi­en­te Lösun­gen rund um die ölfreie Druck­luft­er­zeu­gung und Druck­luft­auf­be­rei­tung sowie Stick­stoff­ge­ne­ra­to­ren und Vaku­um­pum­pen.

Die Ernäh­rungs­in­dus­trie und Anwen­der vie­ler ande­rer Bran­chen benö­ti­gen Luft­trock­ner, die bei mög­lichst nied­ri­gen Betriebs­kos­ten effi­zi­ent einen Drucktau­punkt von minus 40 Grad Cel­si­us bereit­stel­len“, sagt Gaar. Die Effi­zi­enz eines Trock­ners wer­de von drei Fak­to­ren bestimmt: dem Volu­men der getrock­ne­ten Druck­luft, dem Tau­punkt sowie dem Strom­ver­brauch. Die meis­ten der der­zeit am Markt ver­füg­ba­ren Luft­trock­ner könn­ten kei­nen so nied­ri­gen Drucktau­punkt von -40 °C bei gleich­zei­tig gerin­ger Strom­auf­nah­me bie­ten.

Keine Heizelemente, kein Gebläse, keine Verluste

Für die­se nied­ri­gen Tau­punk­te benö­tigt der neue Trock­ner weder zusätz­li­che Heiz­ele­men­te noch ein Geblä­se und auch kei­ne Spül­luft. Damit ist die Ener­gie­bi­lanz des MDGs sehr gut: Er bie­tet hohe Druck­luft­qua­li­tät bei äußerst nied­ri­gen Gesamt­be­triebs­kos­ten. Mit einer Gesamt­leis­tungs­auf­nah­me von unter 0,2 Kilo­watt setzt der Adsorp­ti­ons­trock­ner laut Her­stel­ler neue Maß­stä­be. Damit ver­eint die Tech­no­lo­gie hohe Druck­luft­qua­li­tät bei äußerst nied­ri­gen Gesamt­be­triebs­kos­ten. Der MDG kommt außer­dem mit einer gerin­ge­ren Anzahl an beweg­li­chen Tei­len aus, was die War­tungs­kos­ten senkt. Ein wei­te­rer Vor­teil des ein­fa­chen Designs ist der gerin­ge­re Platz­be­darf.

Auf der Mes­se zeigt der Her­stel­ler außer­dem einen ölfrei arbei­ten­den Nie­der­druck­schrau­ben­kom­pres­sor des Typs ZE 2 VSD. Das Kür­zel steht für Varia­ble Speed Dri­ve, die varia­ble Dreh­zahl des Motors. Die Nie­der­druck­ma­schi­ne erzeugt einen Betriebs­über­druck von 1 bis 3,5 bar, der Regel­be­reich liegt bei bis zu 80 Pro­zent. Damit eig­net sich der Kom­pres­sor beson­ders für Fer­men­tie­rungs­pro­zes­se, da dort der benö­tig­te Sauer­stoff­be­darf und der Gegen­druck, je nach Pro­zess­pha­se, unter­schied­lich sind. Die erzeug­te Luft­men­ge muss also ste­tig ange­passt wer­den, was die Elek­tro­ni­kon-Mk5-Kom­pres­so­ren­steue­rung auto­ma­tisch über­nimmt.

Die­se Steue­rung bie­tet Schutz und Sicher­heit in der Druck­luft­er­zeu­gung. Das Sys­tem ver­wen­det eine Tech­no­lo­gie, die nach dem Prin­zip des Inter­nets der Din­ge funk­tio­niert und die Über­wa­chung und Ener­gie­ein­spa­rung aus der Fer­ne ermög­licht. Die Steue­rung ver­bes­sert die Effi­zi­enz, indem sie Daten von Sen­so­ren sam­melt, die im Kom­pres­sor ver­baut sind, die­se ver­ar­bei­tet und ent­spre­chend reagiert. So mes­sen inte­grier­te Sen­so­ren etwa die Tem­pe­ra­tur und den Druck im Kom­pres­sor. Anwen­der kön­nen die Steue­rung im Sin­ne von Indus­trie 4.0 mit mobi­len Gerä­ten wie Tablets und Smart­pho­nes über­wa­chen, indem sie sie an das Smart­link-Sys­tem des Her­stel­lers anbin­den. Ein auto­ma­ti­sches Warn­sys­tem infor­miert dann zum Bei­spiel per SMS über jede Unre­gel­mä­ßig­keit.

Die Mk5-Steue­rung über­wacht die Ein­spar­mög­lich­kei­ten durch einen intel­li­gen­ten DSS-Steu­er­al­go­rith­mus, der den Kom­pres­sor aus­schal­tet, sobald dies mög­lich ist. Durch die Pro­gram­mie­rung zwei­er Druck­bän­der kann das Sys­tem bei nied­ri­ge­rem Druck oder an den Wochen­en­den und nachts spar­sa­mer arbei­ten. Je nach Druck­luft­be­darf pas­sen sich die Dreh­zahl des Haupt­mo­tors sowie die Geschwin­dig­keit des ein­ge­bau­ten oder ange­schlos­se­nen Trock­ners auto­ma­tisch an.

Atlas Cop­co auf der Anu­ga Food­tec: Hal­le 10.1, Stand C048 D049