Ob bei der Rohstofflagerung, im Sudhaus oder bei der Anlagenreinigung: Verlässliche Messwerte bilden die Grundlage für eine gleichbleibende Getränkequalität und einen gezielten Ressourceneinsatz. Wie sich diese Daten entlang der gesamten Produktionskette erfassen und nutzen lassen, zeigt JUMO auf der BrauBeviale vom 10. bis 12. November 2026 in Nürnberg. In Halle 9, Stand 368, stehen Lösungen im Mittelpunkt, die Sensorik, Steuerung und digitale Auswertung miteinander verbinden.
Seit Jahrzehnten unterstützt der System- und Lösungsanbieter aus Fulda die Getränkeindustrie mit präziser Sensorik, leistungsfähiger Automatisierungstechnik und Softwarelösungen. Dabei verfolgt das Unternehmen den Ansatz, alle relevanten Komponenten entlang der Prozesskette aus einer Hand anzubieten – vom Sensor über die Steuerung bis zur Cloud-Anbindung. Dieser Ansatz wurde bereits in einer vollautomatisierten Brauanlage umgesetzt, in der zahlreiche Produkte zu einer Gesamtlösung kombiniert wurden.

„Die Getränkebranche steht unter hohem Druck, Produktionsprozesse effizienter, transparenter und nachhaltiger zu gestalten. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Qualität, Rückverfolgbarkeit und Ressourceneffizienz“, erklärt Ralf Schulz, Branchenmanager Food & Beverage bei JUMO. „Genau hier setzen wir an: Wir verbinden hochpräzise Sensorik mit intelligenter Automatisierung und schaffen durchgängige Datenstrukturen vom Rohstoff bis zum fertigen Getränk.“
Alle relevanten Prozessdaten im Blick
Am Beispiel einer modernen Brauanlage zeigt das Unternehmen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten seiner Technologien. Druck‑, Temperatur‑, Füllstands‑, Leitfähigkeits- sowie Durchflussmessungen sorgen für eine präzise Erfassung aller relevanten Prozessgrößen während des Maischens, Läuterns, Kochens, Kühlens, Gärens und Reinigens. Produkte wie der Druckmessumformer DELOS S02, der Differenzdrucksensor dTRANS p20 DELTA, die Durchflussmessgeräte flowTRANS sowie die Temperaturmesssysteme der dTRANS-Familie gewährleisten dabei eine hohe Prozesssicherheit.
Ebenso wichtig sind die Themen Reinigung und Hygiene. Mit Lösungen wie dem digiLine CI HT10 können Konzentrationen von Reinigungsmedien zuverlässig überwacht und CIP-Prozesse effizient gesteuert werden. Die gewonnenen Daten lassen sich dokumentieren, auswerten und für eine kontinuierliche Prozessoptimierung nutzen.
„Die Zukunft der Getränkeproduktion liegt in der intelligenten Nutzung von Prozessdaten“, sagt Ralf Schulz. „Wer seine Prozesse transparent macht, kann Energie, Wasser und Betriebsmittel gezielt einsparen, die Produktqualität erhöhen und gleichzeitig die Betriebssicherheit nachhaltig verbessern.“
Rohstoffe schützen – Qualität von Anfang an sichern
Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts ist das intelligente Silo-Management. Denn die Qualität eines Bieres entscheidet sich nicht erst im Sudhaus, sondern bereits bei der Lagerung der Rohstoffe. Malz, Getreide und weitere Zutaten müssen zuverlässig überwacht werden. Ein punktueller Anstieg der Lagertemperatur kann auf Risiken wie Feuchtigkeit, Schimmelbildung oder Schädlingsbefall hinweisen.
Hierfür bietet das Unternehmen skalierbare Lösungen für die Temperatur‑, Füllstands- und Zustandsüberwachung von Silos und Lagersystemen an. Mehrpunkt-Temperaturmessungen ermöglichen durch eine räumliche Abbildung der Temperaturverteilung die frühzeitige Erkennung von Hotspots. Die erfassten Daten werden zentral visualisiert, ausgewertet und können für automatische Alarmierungen oder Prozessabläufe genutzt werden.
„Eine stabile Rohstoffqualität ist die Grundlage jedes guten Bieres. Mit unserem ganzheitlichen Silo-Management schaffen wir Transparenz über Lagerbedingungen und unterstützen Betreiber dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern“, so Schulz. „Von der Temperaturerfassung über die Automatisierung bis hin zur Cloud-Auswertung liefern wir eine durchgängige Lösung aus einer Hand.“












