Die Fir­ma Anto­nio Mat­acha­na mit Sitz in Bar­ce­lo­na gehört zu den bedeu­tends­ten Anbie­tern von Ste­ri­li­sa­to­ren und Auto­kla­ven welt­weit. Der Flui­dik­spe­zia­list Bür­kert steht als Ven­til­lie­fe­rant seit mehr als 25 Jah­ren als enger Part­ner an der Sei­te von Mat­acha­na. Auch für einen neu­en Dampf­ste­ri­li­sa­tor setzt die spa­ni­sche Fir­ma auf Ven­ti­le von Bür­kert.

Seit mehr als zwei­ein­halb Jahr­zehn­ten ist Bür­kert Flu­id Con­trol Sys­tems ein wich­ti­ger Part­ner an der Sei­te von Anto­nio Mat­acha­na. Der welt­weit agie­ren­de Her­stel­ler von Mess‑, Steu­er- und Rege­lungs­sys­te­men für Flüs­sig­kei­ten und Gase ver­sorgt das spa­ni­sche Unter­neh­men mit Pro­zess­ven­ti­len. Pro­duk­te von Bür­kert kom­men bei dem Her­stel­ler aus Bar­ce­lo­na in den Auto­kla­ven zum Ein­satz, um Dampf, Vaku­um und Flüs­sig­kei­ten zu regeln.

Dampfsterilisator mit modernem Regelungssystem

Eine der neu­es­ten Lösun­gen von Mat­acha­na ist der Steam Ste­ri­li­zer Series SC500/I, ein Dampf­ste­ri­li­sa­tor, der für die Ver­wen­dung in der Bio­lo­gi­schen Schutz­stu­fe 3 (Bio­safe­ty level, BSL‑3) nach § 10 Bio­StoffV geeig­net ist. Mat­acha­na ent­wi­ckel­te den SC500/I in den Ent­wick­lungs­zen­tren in Spa­ni­en und Deutsch­land und fer­tigt ihn heu­te am Pro­duk­ti­ons­stand­ort Bar­ce­lo­na, einem neu­en Werk, das mit der moderns­ten Tech­nik in Sachen Nach­hal­tig­keit, Ener­gie­ef­fi­zi­enz und Pro­zess­re­ge­lung aus­ge­stat­tet ist. Kon­zi­piert wur­de der SC500/I für den welt­wei­ten Ein­satz.

Der Dampf­ste­ri­li­sa­tor ver­fügt über ein moder­nes, beson­ders leis­tungs­fä­hi­ges Rege­lungs­sys­tem. Ein TFT-Touch­screen mit inte­grier­ter Spei­cher­pro­gram­mier­ba­rer Steue­rung (SPS) erlaubt den ergo­no­mi­schen Zugriff auf Mess­wer­te wie Tem­pe­ra­tur und Druck. Das hygie­ni­sche Design der Gehäu­se­front ver­hin­dert effek­tiv Schmutz­ab­la­ge­run­gen und erleich­tert die Rei­ni­gung des Geräts.

Im Ste­ri­li­sa­tor wird die Luft aus dem obe­ren Teil der Kam­mer durch einen hoch­leis­tungs­fä­hi­gen Luft­fil­ter mit Edel­stahl­ge­häu­se gesaugt. Der Fil­ter ver­hin­dert, dass die Umge­bung mit Bak­te­ri­en kon­ta­mi­niert wird. Die Beson­der­heit: Wäh­rend des Zyklus ste­ri­li­siert er sich selbst, um jeg­li­che Mög­lich­keit einer Rekon­ta­mi­na­ti­on des Sys­tems aus­zu­schlie­ßen. Ein spe­zi­el­les Behand­lungs­pro­gramm ist hier­für nicht erfor­der­lich. Die wäh­rend des Ste­ri­li­sa­ti­ons­vor­gangs in der Kam­mer und der Schutz­hül­le erzeug­ten Kon­den­sa­te wer­den im unte­ren Innen­raum der Kam­mer gehal­ten. Wäh­rend des Zyklus wer­den sie mit Hil­fe von Dampf­pul­sen, die durch den unte­ren Teil der Kam­mer hin­durch­drin­gen, ste­ri­li­siert. Nach der Behand­lung kön­nen die Kon­den­sa­te unter ste­ri­len Bedin­gun­gen in den Abfluss gegos­sen wer­den.

Behandlung von Dampf und Kondensat

Um über­all opti­ma­len Ser­vice und stän­di­ge Ver­füg­bar­keit der stark bean­spruch­ten Ste­ri­li­sa­to­ren zu garan­tie­ren, setzt Mat­acha­na auch bei den Kom­po­nen­ten auf star­ke Part­ner und Ersatz­teil­ver­füg­bar­keit wie Bür­kert. Bei den Dampf­ste­ri­li­sa­to­ren kom­men des­halb je nach Anfor­de­rung des End­kun­den Ven­ti­le vom Typ 2000 oder 2100 von Bür­kert zum Ein­satz. Bei Typ 2000 han­delt es sich um ein fremd­ge­steu­er­tes Schräg­sitz­ven­til, das aus einem pneu­ma­ti­schen Kol­ben­an­trieb und einem Zwei-Wege-Ven­til­ge­häu­se besteht. „Die­se Lösung eig­net sich ide­al für die Behand­lung von tro­cken­ge­sät­tig­tem Dampf, Zwei­pha­sen­dampf sowie Kon­den­sat“, sagt Luis Teres, Field Seg­ment Mana­ger Hygie­nic bei Bür­kert Spa­ni­en. Die bewähr­te selbst­nach­stel­len­de Dach­man­schet­ten-Spin­del­pa­ckung gewähr­leis­tet eine gute Abdich­tung für den ange­leg­ten Dampf­über­druck und den Vaku­um­zu­stand. Die strö­mungs­güns­ti­gen 2/2‑Wege-Ventilgehäuse aus Edel­stahl-Fein­guss ermög­li­chen ent­spre­chend hohe Durch­fluss­wer­te. Das funk­tio­na­le Design der Pro­zess­ven­ti­le sorgt für höchs­te Leis­tung auf engem Raum. „Platz­erspar­nis ist im asep­ti­schen Bereich immer ein The­ma, wes­halb Mat­acha­na die Dampf­ste­ri­li­sa­to­ren so kom­pakt wie mög­lich bau­en möch­te“, so Mari­no Alon­so, Direc­tor of Mar­ke­ting & Com­pe­tence Cen­ter bei Anto­nio Mat­acha­na. Die Ven­ti­le errei­chen über drei Mil­lio­nen Schalt­zy­klen und sind für nahe­zu jeden Druck- und Tem­pe­ra­tur­be­reich ver­füg­bar. „Bür­kert unter­stützt Mat­acha­na auch mit kun­den­spe­zi­fi­schen Tei­le­num­mern, so konn­ten wir unse­ren War­tungs­auf­wand ver­rin­gern und die Ersatz­teil­ver­sor­gung welt­weit ver­ein­heit­li­chen“, erklärt Mari­no Alon­so die Vor­tei­le der Zusam­men­ar­beit mit Bür­kert.

Schrägsitzventil regelt die Entleerung der Sterilisatorkammer

Die Hub­ven­ti­le regeln im Ste­ri­li­sa­tor unter ande­rem den unte­ren Anschluss der Ste­ri­li­sa­tor­kam­mer. Vor dem eigent­li­chen Ste­ri­li­sa­ti­ons­vor­gang muss sicher­ge­stellt sein, dass sämt­li­che Luft aus dem Ste­ri­li­sa­tor ent­fernt wur­de und die Kam­mer nur noch rei­nen Satt­dampf ent­hält. Für die Kon­trol­le die­ses Vor­gan­ges ist das Schräg­sitz­ven­til von Bür­kert eine idea­le Lösung. Luft ist ein guter Wär­me­iso­la­tor und wür­de für eine schlech­te­re Über­tra­gung der Wär­me­en­er­gie auf das Ste­ri­li­sa­ti­ons­gut sor­gen. Außer­dem senkt die Luft im Dampf die Tem­pe­ra­tur in der Ste­ri­li­sa­tor­kam­mer. Eine effi­zi­en­te, wirk­sa­me und siche­re Ste­ri­li­sie­rung ist nur mit rei­nem Satt­dampf mög­lich. Wer­den porö­se Mate­ria­li­en wie OP- und Labor­be­klei­dung ste­ri­li­siert, muss selbst die Luft aus den Tex­til­po­ren wirk­sam ver­drängt wer­den. Hier­für ist die Druck­pul­sa­ti­on das effi­zi­en­tes­te Ver­fah­ren. Dabei wird zuerst über das geöff­ne­te Ven­til die Ste­ri­li­sa­tor­kam­mer eva­ku­iert und dann bei geschlos­se­nem Ven­til über ande­re Ven­ti­le Dampf ein­ge­lei­tet, um den Druck wie­der zu erhö­hen. Die­ser Vor­gang wird ein­mal wie­der­holt. Danach wird die Kam­mer vier­mal mit Dampf­über­druck beauf­schlagt und wie­der ent­spannt, um auch die letz­ten Luft­res­te zu ent­fer­nen.

Nach der Druck­pul­sa­ti­on beginnt die Auf­heiz­pha­se, in der rei­ner Satt­dampf in die geschlos­se­ne Ste­ri­li­sa­tor­kam­mer ein­fließt, bis über 3.100 mbar und 134 Grad Cel­si­us erreicht sind. Sind die­se Para­me­ter erreicht, wird nor­ma­ler­wei­se meh­re­re Minu­ten ste­ri­li­siert. Am Ende der Ste­ri­li­sa­ti­on wird der Druck schnell ent­spannt, um die Abtrock­nung des Ste­ri­li­sa­ti­ons­gu­tes durch den schnel­len Druck­ab­fall zu unter­stüt­zen. Per Vaku­um­pum­pe und Kon­den­sa­tor wird der Dampf abge­saugt und kon­den­siert zu Was­ser. Nach der Anglei­chung des Kam­mer­drucks an den Atmo­sphä­ren­druck kann der Bedie­ner die Ste­ri­li­sa­tor­kam­mer sicher öff­nen und das Ste­ri­li­sa­ti­ons­gut ent­neh­men.

Alle Funktionen in einem kompakten Block

Neben den oben genann­ten Schräg­sitz­ven­ti­len bie­tet Bür­kert sei­nen Kun­den ein modu­la­res Gehäu­se an, mit dem sich Misch‑, Ver­tei­ler- oder Mehr­weg­funk­tio­nen in einer sehr kom­pak­ten Aus­füh­rung rea­li­sie­ren las­sen. Der modu­la­re Pro­zess­ven­til­kno­ten Typ 8840 ver­bes­sert Leis­tungs­schwä­chen, die bei kon­ven­tio­nell ver­schraub­ten Ven­til­lö­sun­gen in Ver­bin­dung mit Rohr­fit­tings auf­tre­ten und hilft Maschi­nen- und Appa­ra­te­bau­ern dabei ihre Pro­duk­te kom­pak­ter zu kon­stru­ie­ren und dadurch die Auf­stell­flä­che und den erfor­der­li­chen Bau­raum wei­ter zu redu­zie­ren. „Die Ven­til­kno­ten­lö­sung ersetzt nicht nur die her­kömm­li­chen Lösun­gen, son­dern erspart auch Ver­roh­rungs­ar­bei­ten und Fit­tings, redu­ziert Dicht­stel­len und mini­miert den Ein­bau­raum“, so Luis Teres. Der Zweck sei es, die Sys­tem­leis­tung und den Kun­den­nut­zen durch Kom­pakt­heit, Besei­ti­gung poten­zi­el­ler Leck­stel­len, Redu­zie­rung der Mate­ri­al­mas­sen und Mini­mie­rung des Mon­ta­ge­auf­wands zu erhö­hen.

Durch die Kom­bi­na­ti­on der Ven­ti­le mit dem Ven­til­kno­ten kön­nen vie­le Grund­funk­tio­nen kom­bi­niert wer­den. Aus­ge­hend von einem Zulauf las­sen sich Arbeits­me­di­en auf meh­re­re Ver­brau­cher ver­tei­len. Eben­so kann der Rück­lauf meh­re­rer Ver­brau­cher gesam­melt wer­den. Unter­schied­li­che Medi­en wie Heiß- und Kalt­was­ser oder ver­schie­de­ne Che­mi­ka­li­en sind ver­misch- und ver­teil­bar. Durchfluss‑, Druck- und Tem­pe­ra­tur­sen­so­ren sowie Fil­ter und Rück­schlag­sys­te­me kön­nen direkt in den modu­la­ren Pro­zess­ven­til­kno­ten inte­griert wer­den.

Qualität weltweit sicherstellen

Neben einer kom­pak­ten Bau­wei­se ist auch eine gut funk­tio­nie­ren­de Logis­tik essen­zi­ell wich­tig, da ein Unter­neh­men wie Mat­acha­na mit zahl­rei­chen Pro­dukt­li­ni­en und tau­sen­den Kom­po­nen­ten auf regel­mä­ßi­ge, frist­ge­rech­te Lie­fe­run­gen ange­wie­sen ist. „Aus­ge­lie­fer­te Arti­kel, Wirt­schaft­lich­keit, welt­wei­te Prä­senz, Nähe zum Kun­den, zuver­läs­si­ger Ser­vice und Schu­lungs­an­ge­bo­te sowie umfang­rei­che Anwen­dungs­er­fah­rung und Pro­dukt­kennt­nis­se: Dies sind eini­ge der Vor­tei­le, die Kun­den von Bür­kert erhal­ten“, ver­spricht Bür­kert Field Seg­ment Mana­ger Luis Teres.

Wir müs­sen eine hohe Qua­li­tät auf der gan­zen Welt garan­tie­ren kön­nen. Schließ­lich bedeu­tet ein Aus­fall oder Feh­ler­fall an einem Ein­satz­ort weit von Spa­ni­en ent­fernt einen erheb­li­chen wirt­schaft­li­chen Scha­den sowie einen nicht zu unter­schät­zen­den Image­ver­lust erklärt Mari­no Alon­so. „Für die Zusam­men­ar­beit mit Bür­kert ent­schie­den wir uns auf­grund der Qua­li­tät, der Sicher­heit und der gerin­gen Abmes­sun­gen der Pro­duk­te“ so Mari­no Alon­sos abschlie­ßen­des Fazit.

Autor: Luis Teres, Field Seg­ment Mana­ger Hygie­nic bei Bür­kert Flu­id Con­trol Sys­tems Spa­ni­en