Die Ent­wick­lung von Kunst­stof­fen begann, als zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts die ver­füg­ba­ren Stäh­le nicht mehr den Anfor­de­run­gen der Indus­trie genüg­ten.

Sie hat­ten ein sehr hohes Eigen­ge­wicht und waren außer­dem anfäl­lig für Kor­ro­si­on, denn Edel­stäh­le, wie wir sie heu­te ken­nen, gab es damals noch nicht. Vie­le For­scher such­ten des­we­gen nach alter­na­ti­ven Werk­stof­fen, die die Stäh­le erset­zen könn­ten. Im Lau­fe der Geschich­te haben sich Kunst­stof­fe jedoch nicht nur als brauch­ba­res Alter­na­tiv­pro­dukt eta­bliert, son­dern über­zeu­gen auch durch vie­le wei­te­re Vor­tei­le und Eigen­schaf­ten, die man selbst bei heu­ti­gen Edel­stäh­len ver­geb­lich sucht.

So eig­nen sich Kunst­stof­fe viel bes­ser für stark kor­ro­si­ve Medi­en, wie Chlor­was­ser­stoff oder Salz­säu­re bei +180 °C. Als bekann­ter Ver­tre­ter eines „uni­ver­sell bestän­di­gen“ Kunst­stoffs dürf­te jedem Poly­te­tra­flu­or­ethy­len (PTFE) bekannt sein — ledig­lich ele­men­ta­res Flu­or und geschmol­ze­ne Alka­li­me­tal­le kön­nen die­ses Poly­mer angrei­fen.

Kunst­stoff ist jedoch nicht gleich Kunst­stoff! Ther­mo­plas­te, Elas­to­me­re und Duro­plas­te — die drei Haupt­grup­pen — beschrei­ben struk­tu­rell unter­schied­li­che Poly­me­re. Im Maga­zin­ar­ti­kel „Kunst­stoff vs. Edel­stahl – Was eig­net sich bes­ser zum Lei­ten von Che­mi­ka­li­en?“ erfah­ren Sie, wel­che unter­schied­li­chen Arten von Kunst­stof­fen ver­füg­bar sind und erhal­ten aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen zu den Vor- und Nach­tei­len der­sel­bi­gen.