Auf ins­ge­samt fünf Stän­den in drei ver­schie­de­nen Mes­se­hal­len gibt es auf der Han­no­ver Mes­se Expo­na­te vom Fraun­ho­fer IPA zu ent­de­cken. Alle lie­fern Ant­wor­ten auf die gro­ßen Fra­gen, die der gesell­schaft­li­che Mega­trend „Mass Per­so­na­li­za­ti­on“, die mas­sen­haf­te Her­stel­lung indi­vi­du­el­ler Pro­duk­te, auf­ge­wor­fen hat: Wie kön­nen Unter­neh­men ihre Pro­duk­te in immer klei­ne­ren Stück­zah­len und immer grö­ße­rem Vari­an­ten­reich­tum kos­ten­güns­tig her­stel­len? Wie kann die Pro­duk­ti­on in kur­zer Zeit umge­stellt wer­den? Wie las­sen sich Feh­ler und Maschi­nen­aus­fäl­le ver­mei­den? Wie kön­nen Mensch und Maschi­ne effek­tiv zusam­men­ar­bei­ten?

Reinraum zum Mitnehmen

Mit Cape haben Wis­sen­schaft­ler vom Fraun­ho­fer IPA ein mobi­les, zelt­ähn­li­ches Rein­raum­sys­tem ent­wi­ckelt, das sich in weni­ger als einer Stun­de sowohl in Innen­räu­men als auch in wet­ter­ge­schütz­ten Außen­be­rei­chen auf­bau­en lässt. Cape schützt emp­find­li­che Pro­duk­te beim Her­stel­lungs­pro­zess, aber auch bei der Ver­mei­dung von Quer­kon­ta­mi­na­tio­nen. Dar­über hin­aus las­sen sich Anla­gen und Pro­duk­te unter der Ein­hau­sung ste­ri­li­sie­ren. Mit dem „Rein­raum on Demand“ bekom­men Her­stel­ler, die kon­ta­mi­na­ti­ons­frei fer­ti­gen müs­sen, aber kei­ne per­ma­nent ver­füg­ba­re ste­ri­le und rei­ne Umge­bung benö­ti­gen, nun eine mobi­le, kon­ta­mi­na­ti­ons­freie Fer­ti­gungs­um­ge­bung, die Luft­rein­hei­ten von der ISO-Klas­se 1 bis 9 ermög­licht.

Cape auf der Han­no­ver Mes­se 2019: Hal­le 17, Stand C83

Hand in Hand mit dem Roboter

Auf der Han­no­ver Mes­se ver­eint das Reut­lin­ger Zen­trum Indus­trie 4.0, eine Koope­ra­ti­on der bei­den Fraun­ho­fer-Insti­tu­te IPA und IAO sowie der ESB Busi­ness School an der Hoch­schu­le Reut­lin­gen, bei­de Trends in einem Expo­nat: Stand­be­su­cher kön­nen zusam­men mit einem kol­la­bo­ra­ti­ven Robo­ter indi­vi­dua­li­sier­te Strand­schu­he her­stel­len. An einem Kon­fi­gu­ra­tor stel­len sie die ein­zel­nen Kom­po­nen­ten nach ihren per­sön­li­chen Vor­lie­ben zusam­men, geben ihre Schuh­grö­ße an und fer­ti­gen die Strand­schu­he anschlie­ßend Hand in Hand mit dem Robo­ter.

Reut­lin­ger Zen­trum Indus­trie 4.0 auf der Han­no­ver Mes­se 2019: Hal­le 6, Stand C18

Teilautomatisiertes Montageassistenzsystem

In der Mon­ta­ge gibt es bis heu­te vie­le Auf­ga­ben, die aus tech­ni­schen oder wirt­schaft­li­chen Grün­den von Hand erle­digt wer­den müs­sen. Um die Arbei­ter bei die­sen repe­ti­ti­ven, kör­per­lich belas­ten­den Auf­ga­ben zu unter­stüt­zen und um zu ver­mei­den, dass sich Feh­ler ein­schlei­chen, hat das Fraun­ho­fer IPA zusam­men mit vier Indus­trie­part­nern ein „Adap­ti­ves Mon­ta­ge­as­sis­tenz- und Inter­ak­ti­ons­sys­tem mit­tels 3D-Sze­nen­ana­ly­se und intui­ti­ver Mensch-Tech­nik-Kom­mu­ni­ka­ti­on“ (MonS­i­Ko) ent­wi­ckelt.

An einem Demons­tra­tor dür­fen Besu­cher der Han­no­ver Mes­se MonS­i­Ko selbst aus­pro­bie­ren. Unter Anlei­tung set­zen sie einen klei­nen Ele­fan­ten aus Kunst­stoff zusam­men, der aus drei ver­schie­de­nen Kom­po­nen­ten besteht. Die­se wer­den ultra­schall­ver­schweißt, bevor ein Robo­ter­arm den Ele­fan­ten an einen Akus­tik­sen­sor führt und schüt­telt. Nimmt er kein Klap­pern wahr, ist alles kor­rekt zusam­men­ge­setzt und ver­schweißt.

MonS­i­Ko auf der Han­no­ver Mes­se 2019: Hal­le 2, Stand B22

SeRoNet – das Serviceroboter-Netzwerk

Gewerb­li­che Ser­vice­ro­bo­tik-Lösun­gen effi­zi­en­ter und schnel­ler auf den Markt brin­gen: Dies ist das Ziel des Ver­bund­pro­jekts SeRo­Net. Hier­für ent­steht eine Online-Ver­mitt­lungs­platt­form, über die Kom­po­nen­ten­her­stel­ler und Sys­tem­in­te­gra­to­ren Lösun­gen für Pro­ble­me der End­an­wen­der ent­wi­ckeln und bereit­stel­len kön­nen. Indem alle Akteu­re über die Platt­form koope­rie­ren und die Hard- und Soft­ware im Sin­ne von Indus­trie 4.0 ein­heit­li­che Schnitt­stel­len bie­tet, sol­len ohne vie­le Ite­ra­tio­nen anwen­dungs­spe­zi­fi­sche Robo­ter­sys­te­me rea­li­siert wer­den.

Wie die­se koope­ra­ti­ve Ent­wick­lung im Sin­ne von SeRo­Net aus­se­hen kann und wie ein­fach sich Gesamt­lö­sun­gen mit den SeRo­Net-Werk­zeu­gen aus modu­la­ren Bau­stei­nen zukünf­tig zusam­men­set­zen und ver­än­dern las­sen, zeigt SeRo­Net auf der Han­no­ver Mes­se an einer ver­ein­fach­ten Logis­tik­auf­ga­be. Zen­tra­le Expo­na­te sind die Soft­ware-Werk­zeu­ge zur Kom­po­nen­ten- und Sys­tem­ent­wick­lung und die SeRo­Net-Ver­mitt­lungs­platt­form, über die künf­tig Anbie­ter und Nut­zer von Ser­vice­ro­bot­erlö­sun­gen arbeits­tei­lig Pro­jek­te spe­zi­fi­zie­ren und umset­zen kön­nen. Mes­se­be­su­cher kön­nen die Soft­ware­werk­zeu­ge und die Platt­form an zwei Ter­mi­nals live aus­pro­bie­ren und die gra­phi­schen Bedien­ober­flä­chen erle­ben, mit denen sie anwen­dungs­spe­zi­fi­sche Kom­po­nen­ten zu fer­ti­gen Sys­te­men zusam­men­stel­len kön­nen.

SeRo­Net auf der Han­no­ver Mes­se 2019: Hal­le 2, Stand C28

Plattform für die „Co-Creation“ von Servicerobotern

Robo­PORT ist eine inter­dis­zi­pli­nä­re Ent­wick­ler-Platt­form, die die Ent­wick­lung von Ser­vice­ro­bo­tik durch Crowd-Engi­nee­ring ermög­licht. Für pri­va­te bis hin zu kom­mer­zi­el­len Ent­wick­lern dient die Platt­form dazu, über den kol­la­bo­ra­ti­ven Ent­wick­lungs­an­satz Inno­va­tio­nen her­vor­zu­brin­gen und die­se effek­tiv in Pro­to­ty­pen umzu­set­zen. Unter­neh­men kön­nen die Platt­form ins­be­son­de­re dafür nut­zen, dass die Com­mu­ni­ty ihnen Ide­en für Robo­ter­an­wen­dun­gen gene­riert und kon­zep­tio­nel­le Lösun­gen bis hin zum Pro­to­typ erstellt und vali­diert. Hier­für bie­tet Robo­PORT einen Pool an Talen­ten, die sofort pro­jekt- bezo­gen für Engi­nee­ring-Pro­zes­se ein­satz­be­reit sind. Auf der Han­no­ver Mes­se zeigt Robo­PORT zwei Bei­spie­le für Open-Source-Pro­jek­te, die mit­hil­fe der Platt­form vor­an­ge­bracht wer­den: Dies ist zum einen die mobi­le Robo­ter­platt­form „rob@work [mini]“ und zum ande­ren der huma­noi­de Robo­ter „Roboy“.

Robo­PORT auf der Han­no­ver Mes­se 2019: Hal­le 2, Stand C28

Fraunhofer-Initiative Smart Maintenance

Inno­va­ti­ve Pro­duk­te, effi­zi­en­te Pro­zes­se und rei­bungs­lo­se Pro­duk­ti­ons­ab­läu­fe in kom­ple­xen Sys­te­men sind die Ant­wort auf stei­gen­de Kun­den­an­for­de­run­gen. Eine Schlüs­sel­rol­le spielt dabei die Instand­hal­tung, die dank unter­ein­an­der ver­netz­ter Maschi­nen, Sen­so­ren und Künst­li­cher Intel­li­genz Feh­ler erkennt, bevor sie ent­ste­hen und so kost­spie­li­ge Aus­fäl­le ver­mei­den kann.

Fraun­ho­fer-Initia­ti­ve Smart Main­ten­an­ce auf der Han­no­ver Mes­se 2019: Hal­le 17, Stand C24