Wie könn­te das voll­stän­dig digi­ta­li­sier­te und ver­netz­te Labor der Zukunft aus­se­hen? – Die­se Fra­ge beant­wor­tet das smart­LAB auf der Lab­vo­lu­ti­on seit 2015 mit immer neu­en Ide­en und Impul­sen. Dabei ver­eint das weg­wei­sen­de Pro­jekt bei­des: das Markt­rei­fe eben­so wie das Visio­nä­re. Mit einem star­ken Kern bestehen­der Part­ner und eini­gen neu­en Part­nern hebt das smart­LAB III das intel­li­gen­te Zukunfts­la­bor jetzt auf die nächs­te Ent­wick­lungs­stu­fe. Die Son­der­schau ist fes­ter Bestand­teil der inter­na­tio­na­len Fach­mes­se für inno­va­ti­ve Labor­aus­stat­tung und die Opti­mie­rung von Labor-Work­flows in Han­no­ver. Als gemein­sa­mes Pro­jekt von Insti­tu­tio­nen und Unter­neh­men aus For­schung und Indus­trie trifft das smart­LAB welt­weit auf Inter­es­se, indem es Fach­dis­kus­sio­nen anregt und die Digi­ta­li­sie­rung im Labor­um­feld vor­an­treibt.

Für die Part­ner des smart­LAB war es eine kla­re Sache, dass es wei­ter­ge­hen muss mit die­sem her­aus­ra­gen­den Pro­jekt“, sagt Dr. Andre­as Gruchow, Mit­glied des Vor­stands der Deut­schen Mes­se. „Mit der Zusa­ge von poli­ti­scher Sei­te steht jetzt auch die Finan­zie­rung. Das freut uns sehr und gibt uns noch ein­mal Rücken­wind für die Vor­be­rei­tung der Lab­vo­lu­ti­on 2019. Auto­ma­ti­on, Digi­ta­li­sie­rung und Ver­net­zung im Labor wer­den the­ma­ti­sche Schwer­punk­te der Mes­se sein.“

Ger­ne för­dern wir sei­tens des Lan­des das Pro­jekt smart­LAB auch in der drit­ten Run­de“, sagt Sabi­ne Johann­sen, Staats­se­kre­tä­rin im Nie­der­säch­si­schen Minis­te­ri­um für Wis­sen­schaft und Kul­tur. „Es ist ein Mus­ter­bei­spiel für ein mehr­stu­fi­ges For­schungs­vor­ha­ben, bei dem es gelingt, die so wich­ti­ge Ver­bin­dung von Grund­la­gen­ori­en­tie­rung, Anwen­dung und Prä­sen­ta­ti­on her­zu­stel­len.“ Im Rah­men von smart­LAB wer­de ein in Deutsch­land tra­di­tio­nell star­ker Bereich wie die Che­mie inter­dis­zi­pli­när mit den aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen auf dem Gebiet der Digi­ta­li­sie­rung ver­knüpft. Damit sei das Pro­jekt wich­ti­ger Impuls­ge­ber für die zukünf­ti­ge Labor­ent­wick­lung und ent­fal­te zugleich ein hohes Wert­schöp­fungs­po­ten­zi­al, so die Staats­se­kre­tä­rin wei­ter.

Die inhalt­li­che Wei­ter­ent­wick­lung des smart­LAB ist bereits in vol­lem Gan­ge. Die Feder­füh­rung liegt dabei erneut beim Insti­tut für Tech­ni­sche Che­mie (TCI) der Leib­niz-Uni­ver­si­tät Han­no­ver. „Wir wer­den zahl­rei­che inno­va­ti­ve Ele­men­te im smart­LAB III inte­grie­ren“, sagt Dr. Sascha Beu­tel, Koor­di­na­tor des smart­LAB-Pro­jekts am TCI. „Von Inter­ak­ti­ons­me­di­en oder Aug­men­ted-Rea­li­ty-Funk­tio­nen über die neue Genera­ti­on von Vir­tu­al-Rea­li­ty-Bril­len bis zur Droh­ne wer­den wir das tech­no­lo­gisch Mög­li­che voll aus­schöp­fen und gleich­zei­tig unse­rem Anspruch gerecht wer­den, ein voll funk­ti­ons­fä­hi­ges Zukunfts­la­bor auf der Lab­vo­lu­ti­on zu prä­sen­tie­ren.“

Wo Wettbewerber zusammenarbeiten

Zu den Part­nern des smart­LAB gehö­ren neben dem TCI und der Deut­schen Mes­se außer­dem die Unter­neh­men Eppen­dorf, Lab­fol­der, Köt­ter­mann, Pre­Sens, Schmidt+Haensch, Sar­to­ri­us sowie das Fraun­ho­fer IPA. Neu dazu­ge­kom­men sind aktu­ell Mett­ler Tole­do, I GO 3D.com, Advus, Noack Labo­ra­to­ri­en, Qia­gen, Real­world One und die Hoch­schu­le Ost­fa­lia.

Dass hier durch­aus auch Wett­be­wer­ber an einem Tisch sit­zen und gemein­sam die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on im Labor vor­an­brin­gen, gehört zu den Erfolgs­fak­to­ren des Pro­jekts. Durch die offe­ne und krea­ti­ve Zusam­men­ar­beit der Part­ner aus Indus­trie und For­schung ent­ste­hen kei­ne Insel­lö­sun­gen, son­dern inno­va­ti­ve Labor­kon­zep­te. Denn zu den Zie­len des Pro­jekts gehört nicht nur, Fach­dis­kus­sio­nen anzu­sto­ßen, son­dern der Digi­ta­li­sie­rung im Labor kon­kre­te Impul­se zu geben und gemein­sa­me Stan­dards zu eta­blie­ren. Dabei geht es mit der Ent­wick­lung ste­tig vor­an. Für 2019 hat sich das Pro­jekt­team vor­ge­nom­men, die IT-Infra­struk­tur noch wei­ter zu ver­ein­heit­li­chen, das modu­la­re, inte­gra­ti­ve Labor-Kon­zept zu opti­mie­ren sowie die Kom­mu­ni­ka­ti­on durch Inter­ak­ti­ons­me­di­en wie Touch Bea­mer oder Ama­zon Echo zu unter­stüt­zen.

Die Fachbesucher sind noch dichter dran

Schon in den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat­te sich gezeigt: Die Besu­cher der Lab­vo­lu­ti­on wol­len mit­ma­chen. Des­halb baut das Pro­jekt­team die Hands-on-Berei­che des smart­LAB deut­lich aus. Zudem wird es wie­der Use-Cases als Vor­füh­run­gen geben, die aber deut­lich län­ger aus­fal­len. Auf der Lab­vo­lu­ti­on 2017 war mehr als jeder zwei­te Mes­se­be­su­cher auf dem smart­LAB-Stand. Jeder Fünf­te von ihnen war sogar häu­fi­ger als vier Mal dort.

Eine Pau­se für smart­LAB gab es seit dem letz­ten Mes­se­tag im Mai 2017 nicht. Das ver­netz­te Zukunfts­la­bor wan­der­te direkt in die Deut­sche Mes­se Tech­no­lo­gy Aca­de­my auf dem han­no­ver­schen Mes­se­ge­län­de und war immer wie­der Anzie­hungs­punkt für Dele­ga­tio­nen und Ver­an­stal­tun­gen aus Indus­trie und Poli­tik. Den letz­ten Auf­tritt wird das smart­LAB II nun Ende Juli bei einer Ver­an­stal­tung von Spec­ta­ris haben. Direkt danach wird abge­baut. Es folgt der Umzug in die Räu­me der Leib­niz-Uni­ver­si­tät. Und dann wird smart­LAB III kon­kret.