Eines steht fest: Wie die Mensch­heit mit Ver­pa­ckun­gen und Wert­stof­fen umgeht, muss sich in Zukunft deut­lich ändern – weg vom Res­sour­cen­kon­sum hin zu einer nach­hal­ti­gen Kreis­lauf­wirt­schaft. Wäh­rend sich die­ser Gedan­ke erst all­mäh­lich ver­brei­tet, ist man bei Kro­nes schon meh­re­re Schrit­te vor­aus. Denn die Lösun­gen des Tech­no­lo­gie­kon­zerns wir­ken schon heu­te weit über den ers­ten Kreis­lauf hin­aus. War­um? Weil sie Ver­pa­ckungs­kunst­stof­fe in einem geschlos­se­nen Zir­kel hal­ten. Ein­weg-Pro­duk­te wie PET-Fla­schen erhal­ten dadurch die Chan­ce auf ein nach­hal­ti­ges und umwelt­ver­träg­li­ches Leben – und das nicht nur ein­mal, son­dern immer wie­der.

Verpackungen ganzheitlich recyclen

Ein Kern­ele­ment des Kro­nes Kunst­stoff-Kreis­lauf – und damit auch eines der zen­tra­len The­men auf der Mes­se – sind die Meta­Pu­re Recy­cling-Anla­gen. Bereits jetzt wer­den auf ihnen zwi­schen 150.000 und 200.000 Ton­nen PET-Fla­schen pro Jahr recy­celt. Je nach Kun­den­be­darf geschieht dies in ver­schie­de­nen Mate­ri­al­qua­li­tä­ten bis hin zu Food-Gra­de-PET. Weil das Unter­neh­men einen ganz­heit­li­chen Ansatz ver­folgt, dehnt es sei­ne Tech­no­lo­gie schritt­wei­se auf wei­te­re Kunst­stoff­ar­ten aus. Kla­res Ziel ist das Recy­cling kom­plet­ter Geträn­ke­fla­schen und ande­rer Kunst­stoff­ver­pa­ckun­gen samt aller in ihnen ent­hal­te­nen Mate­ria­li­en. Die Meta­Pu­re W Wasch­mo­du­le las­sen sich bereits heu­te neben PET auch für die Auf­be­rei­tung von Polyole­fi­nen (PO) ein­set­zen – und zwar im Upcy­cling-Ansatz für eine hoch­wer­ti­ge Wie­der­ver­wen­dung. Die Vor­wä­sche-Kom­po­nen­te des Moduls wird sich auf der K 2019 zei­gen und dort sogar einen Blick in ihr Inne­res zulas­sen. Um sei­ne Kun­den mit pass­ge­nau­en Turn­key-Fabri­ken aus­zu­stat­ten, koope­riert Kro­nes außer­dem eng mit Stad­ler Anla­gen­bau. Das Unter­neh­men zählt zu den Markt­füh­rern im Bereich Sor­tier­an­la­gen und hat bereits mehr als 350 schlüs­sel­fer­ti­ge Anla­gen sowie 2.000 Ein­zel­kom­po­nen­ten welt­weit ver­kauft. Wel­che kon­kre­ten Syn­er­gie-Effek­te und Gesamt­lö­sun­gen sich aus der Zusam­men­ar­beit erge­ben, dar­über spre­chen Exper­ten bei­der Koope­ra­ti­ons­part­ner ger­ne am Kro­nes Mes­se­stand.

Behälter schnell und energiesparend produzieren

Pre­forms mit einem Rezy­klat-Anteil von bis zu 100 Pro­zent ver­ar­bei­ten? Mit den Con­ti­form Streck­blas­ma­schi­nen ist das kein Pro­blem. Die High­speed-Ver­si­on der Serie, die Con­ti­form 3 Speed, ist auf der K 2019 mit einer Blas­sta­ti­on ver­tre­ten. Mit einer Sta­ti­ons­leis­tung von bis zu 2.750 Behäl­tern pro Stun­de pro­du­ziert sie pass­ge­naue Ver­pa­ckun­gen für Still­was­ser, CSD und sen­si­ble Pro­duk­te. Wie alle Maschi­nen der Con­ti­form Rei­he ist sie auf eine hohe Ener­gie- und Medi­en­ef­fi­zi­enz aus­ge­legt. Den ohne­hin schon sehr nied­ri­gen Ener­gie- und Druck­luft­ver­brauch der Con­ti­form 3 Pro weiß sie dabei noch­mals um bis zu 15 Pro­zent zu unter­bie­ten.

Direktdruck als Teil des Kreislaufs

Recy­cel­te Behäl­ter hoch­wer­tig bedru­cken und bedruck­te Behäl­ter voll­stän­dig recy­clen: Wie sich selbst digi­ta­le Behäl­ter­aus­stat­tung in den Recy­cling-Strom von PET inte­grie­ren lässt, zeigt die Kro­nes Toch­ter Dekron live auf der Mes­se: mit einer Labor­ma­schi­ne, die auf der Tech­no­lo­gie der Direkt­druck­ma­schi­ne Deco­Ty­pe Select basiert. Die­se wird am Mes­se­stand Behäl­ter bedru­cken, die aus 100 Pro­zent rPET bestehen – und die dem Wert­stoff­kreis­lauf den­noch nicht ver­lo­ren gehen. Denn wie APR, die US-ame­ri­ka­ni­sche Asso­cia­ti­on of Plastic Recy­clers, bereits ver­gan­ge­nes Jahr beschei­nig­te, lässt sich die ver­wen­de­te Tin­te im Recy­cling-Pro­zess wie­der rück­stands­los vom PET ent­fer­nen. Für Anwen­der der Tech­no­lo­gie bringt der Direkt­druck mehr Frei­hei­ten beim Gestal­ten von Ver­pa­ckun­gen. Denn zum einen schaf­fen die hohe Farb­bril­li­anz sowie die Bedruck­bar­keit von Reli­efs und Struk­tu­ren eben­so attrak­ti­ve wie auf­fäl­li­ge Kom­bi­na­tio­nen aus Optik und Hap­tik. Zum ande­ren las­sen sich Moti­ve wort­wört­lich per Knopf­druck ändern und neue oder sogar tages­ak­tu­el­le Mar­ke­ting-Stra­te­gi­en damit im Hand­um­dre­hen rea­li­sie­ren.

Neue Technologie für Preforms

Mit MHT Mold & Hotrun­ner Tech­no­lo­gy holt sich Kro­nes eine wei­te­re Toch­ter zur Ver­stär­kung nach Düs­sel­dorf. Das Unter­neh­men gehört seit 2018 zum Kon­zern und ist auf die Her­stel­lung von PET-Werk­zeu­gen und Nach­be­hand­lungs­sys­te­men zur Pro­duk­ti­on von Pre­forms spe­zia­li­siert. Ihre leis­tungs­star­ken High­tech-Spritz­gieß­werk­zeu­ge bil­den alle gän­gi­gen Pre­form-Designs und ‑Gewin­de ab. Sie eig­nen sich für fast alle bekann­ten Maschi­nen­platt­for­men. Den neus­ten Wurf aus der haus­ei­ge­nen Inno­va­ti­ons­schmie­de prä­sen­tiert MHT sowohl am Kro­nes als auch am eige­nen Stand in Hal­le 1, Stand C42: eine inno­va­ti­ve Heiß­ka­nal-Tech­no­lo­gie, die auch bei einem Flakes­an­teil von über 70% rPET her­vor­ra­gen­de Ergeb­nis­se erzielt und sich unter ande­rem durch beson­de­re homo­ge­ne Tem­pe­rie­rung der Schmel­ze und natür­li­che Balan­cie­rung aus­zeich­net. Durch die Auf­tei­lung konn­ten die Balan­cie­rung und die Umlen­kun­gen des Schmelz­stroms neu­ge­stal­tet und ver­bes­sert wer­den.

Umweltfreundliches und ressoucenschonendes Behälterdesign

Die opti­ma­le Ver­pa­ckung über­zeugt in allen Lebens­la­gen: am Point of Sale genau­so wie im Pro­duk­ti­ons­pro­zess, beim Trans­port und am Ende auch bei der Ver­wer­tung. Daher gehen bei Kro­nes die Ent­wick­lung von Fla­schen­de­sign und Maschi­nen­tech­nik Hand in Hand. Denn nur wenn sich bei­de Aspek­te gegen­sei­tig ergän­zen, las­sen sich die bes­ten Lösun­gen rea­li­sie­ren – für Pro­du­zen­ten, Ver­brau­cher und die Umwelt. Die Kro­nes Ver­pa­ckungs­de­si­gner opti­mie­ren bestehen­de Designs hin­sicht­lich Gewicht, Hap­tik und Lini­en­ef­fi­zi­enz. Und sie ver­fü­gen über tief­ge­hen­des Know-how zu öko­lo­gi­schen und öko­no­mi­schen Anfor­de­run­gen wie Mate­ri­al­aus­wahl, Recy­cling-Fähig­keit oder Gewichts­op­ti­mie­rung. Ergeb­nis und Nut­zen las­sen sich auf der Mes­se direkt am Objekt nach­voll­zie­hen – anhand einer Aus­wahl aktu­el­ler Design­stu­di­en und Kun­den­pro­jek­te. Dar­un­ter fin­det sich auch Flip Lid: ein völ­lig neu­ar­ti­ges Ver­pa­ckungs­sys­tem, das von Kro­nes und Aptar gemein­sam ent­wi­ckelt wur­de. Weil es Deckel und Fla­sche dau­er­haft mit­ein­an­der ver­bin­det, ver­hin­dert es einen Ein­trag der Deckel in die Umwelt und sorgt dafür, dass Geträn­ke­fla­schen voll­stän­dig zur Ver­wer­tung gelan­gen.

Kro­nes auf der K 2019: Hal­le 15, Stand 15.1