Der Schlüs­sel für noch nach­hal­ti­ge­re PET-Ein­weg­fla­schen ist der ver­stärk­te Ein­satz von Recy­cling­ma­te­ri­al (rPET). Das ist das Ergeb­nis einer Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung der RAL Güte­ge­mein­schaft Wert­stoff­ket­te PET Geträn­ke­ver­pa­ckun­gen und des Forum PET  in der IK Indus­trie­ver­ei­ni­gung Kunst­stoff­ver­pa­ckun­gen. Auf der Brau­Be­via­le dis­ku­tier­ten sie mit unab­hän­gi­gen Ver­pa­ckungs­ex­per­ten über die öko­lo­gi­schen und qua­li­ta­ti­ven Aus­wir­kun­gen auf die PET-Fla­schen.

Nach Ansicht der Exper­ten kann der aktu­el­le Stand nicht das Ende der Akti­vi­tä­ten zum Ein­satz des Recy­cling­ma­te­ri­als sein. Zur­zeit bestehen PET-Ein­weg­fla­schen durch­schnitt­lich zu gut 26 Pro­zent aus recy­cel­tem PET-Mate­ri­al. Um den Wert­stoff­kreis­lauf zu stär­ken, soll in Zukunft mehr rPET für das Fla­sche-zu-Fla­sche-Recy­cling zur Ver­fü­gung ste­hen.

Mehr als 97 Pro­zent der PET-Ein­weg­fla­schen wer­den in Deutsch­land recy­celt. Das ist bereits ein sehr hohes Niveau dank des hier­zu­lan­de gel­ten­den Ein­weg­pfan­des“, beton­te Dr. Isa­bell Schmidt, Geschäfts­füh­re­rin Kreis­lauf­wirt­schaft bei der IK Indus­trie­ver­ei­ni­gung Umwelt­ver­pa­ckun­gen. „Zwei Drit­tel des recy­cel­ten PET-Mate­ri­als gehen aber in bran­chen­frem­de Berei­che wie Foli­en oder Tex­ti­li­en.“

Handel kann andere Akteure der Wertstoffkette verpflichten

Ins­be­son­de­re den Han­del sieht Iri­na Bre­mer­stein, Geschäfts­füh­re­rin der RAL Güte­ge­mein­schaft Wert­stoff­ket­te PET-Ver­pa­ckun­gen, in der Posi­ti­on, die rPET-Men­gen in Geträn­ke­fla­schen zu erhö­hen: „Der Han­del hat eine her­aus­ge­ho­be­ne Stel­lung inner­halb des Wert­stoff­kreis­laufs. Er ist in der Lage, Abneh­mer gebrauch­ter PET-Fla­schen und ihre Geträn­ke­zu­lie­fe­rer dazu zu ver­pflich­ten, das Recy­cling­ma­te­ri­al im Fla­sche-zu-Fla­sche-Kreis­lauf zu hal­ten.“

Durch­weg posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen haben erhöh­te rPET-Men­gen dabei auf die Umwelt­bi­lanz. „Haupt­trei­ber von ver­bes­ser­ten Öko­bi­lan­zen sind bei PET-Ein­weg­fla­schen zum einen die Redu­zie­rung des Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­als – da ist die Geträn­ke­bran­che schon sehr weit – und die Erhö­hung der Rezy­klat­men­ge“, sagt Jonas Harth, Öko­bi­lanz­ex­per­te des unab­hän­gi­gen ifeu-Insti­tuts. „Die Erhö­hung der Men­ge an Recy­cling­ma­te­ri­al­men­ge pro Fla­sche ist daher emp­feh­lens­wert.“ Dass sich nicht nur mul­ti­na­tio­na­le Geträn­ke­un­ter­neh­men Zie­le für den Ein­satz der Rezy­klat­men­ge set­zen, begrü­ßen die Öko­bi­lanz­ex­per­ten des ifeu.

Appell an die Akteure des PET-Kreislaufs

Pro­ble­me bei der Mach­bar­keit ent­kräf­tet Dr. Frank Wel­le, Ver­pa­ckungs­ex­per­te des Fraun­ho­fer Insti­tuts für Ver­fah­rens­tech­nik und Ver­pa­ckung IVV: „rPET ver­fügt über eine hohe Qua­li­tät. Das zei­gen nicht zuletzt die Zulas­sun­gen des Mate­ri­als für Geträn­ke durch die euro­päi­sche Behör­de für Lebens­mit­tel­si­cher­heit EFSA.“ Zugleich rich­te­te er einen Appell an die Akteu­re ent­lang des Wert­stoff­kreis­laufs: „Der Ein­satz von rPET ist mach­bar. Das zei­gen auch bereits zahl­rei­che Bei­spie­le am Point of Sale. Las­sen Sie uns gemein­sam PET-Geträn­ke­ver­pa­ckun­gen in eine öko­lo­gisch noch vor­teil­haf­te­re Zukunft füh­ren.“