Der Engi­nee­ring­soft­ware-Ent­wick­ler Aucotec hat einen neu­en Groß­kun­den im Öl‑, Gas‑, Wind- und Solar­ener­gie­sek­tor gewon­nen: Equi­nor ASA, ehe­mals Sta­toil, mit Sitz im nor­we­gi­schen Sta­van­ger, digi­ta­li­siert und war­tet sei­ne Anla­gen ab sofort mit der daten­zen­trier­ten, koope­ra­ti­ven Platt­form Engi­nee­ring Base (EB) von Aucotec.

Rückgrat der Anlagendaten

Equi­nor ist einer der welt­weit größ­ten Off­shore-Betrei­ber, der auch Raf­fi­ne­ri­en und Wind­parks unter­hält. Das Unter­neh­men befin­det sich in einem Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess, in dem aus den tra­di­tio­nell Doku­men­ten-ori­en­tier­ten Lifecy­cle-Infor­ma­tio­nen zu den Anla­gen hoch­di­gi­ta­le, zen­tral ver­wal­te­te Daten wer­den. Sie sind viel leich­ter aktu­ell zu hal­ten, und die War­tung wird deut­lich erleich­tert.

Wir sind sehr stolz, mit Engi­nee­ring Base das Rück­grat für die Daten zu Equi­nors Anla­gen und ihre War­tung zu lie­fern. Wohl nicht ganz zufäl­lig wur­de das EB-Pro­jekt dort ‚Spi­ne‘ genannt“, sagt Uwe Vogt, Vor­stand bei Aucotec. „Die neue Band­brei­te unse­rer Platt­form haben wir auf der letz­ten Ache­ma erst­mals vor­ge­stellt. Dass auch Equi­nor zu den gro­ßen Neu­kun­den gehört, die wir damit über­zeu­gen konn­ten, ist eine her­aus­ra­gen­de Bestä­ti­gung für unser Team“, betont Vogt. Von FEED über Basic- und Detail-Engi­nee­ring, Leit­sys­tem-Kon­fi­gu­ra­ti­on und Cause-&-Effect-Unterstützung bis Main­ten­an­ce deckt das Sys­tem sämt­li­che Kern­dis­zi­pli­nen des pro­zess­tech­ni­schen Engi­nee­rings ab.

Digitaler Zwilling aus über 350.000 Dokumenten

Equi­nor star­tet die Arbeit mit EB am Pro­jekt der neu­en Ölbohr­platt­form Johan Sver­drup, die Ende 2019 mit der Ölför­de­rung beginnt. Sie erschließt ein rie­si­ges Ölfeld rund 160 Kilo­me­ter vor Sta­van­ger, des­sen Kapa­zi­tät vor­aus­sicht­lich für rund 50 Jah­re reicht. Ent­spre­chend lan­ge muss auch die aus meh­re­ren Platt­for­men bestehen­de Anla­ge mög­lichst effi­zi­ent arbei­ten und eine stets aktu­el­le Doku­men­ta­ti­on auf­wei­sen.

Equi­nor rech­net mit einer deut­li­chen Ver­ein­fa­chung und damit auch Beschleu­ni­gung der Main­ten­an­ce-Auf­wän­de. Ände­run­gen und die Zusam­men­ar­beit mit den vie­len Sub­kon­trak­to­ren, ob im Pro­jek­tie­rungs­be­reich oder im Betrieb, sind mit die­ser ein­zig­ar­ti­gen ‚Mas­ter Engi­nee­ring Data­ba­se‘ sehr viel ein­fa­cher und kon­sis­ten­ter umzu­set­zen“, erklärt der Aucotec-Vor­stand. Dazu wer­den zur­zeit mehr als 350.000 Johan-Sver­drup-Doku­men­te zu EB migriert und dort digi­tal auf­be­rei­tet.

Da sämt­li­che Dis­zi­pli­nen von EBs objekt­ori­en­tier­ten Anla­gen­mo­dell abge­deckt wer­den, müs­sen Ände­run­gen nur ein­mal zen­tral ein­ge­ge­ben wer­den. Jede Reprä­sen­tanz des geän­der­ten Objekts wird auto­ma­tisch aktua­li­siert. „Auf die­se Wei­se ent­hält EB tat­säch­lich den kom­plet­ten digi­ta­len Zwil­ling mit all sei­nen Logi­ken, nicht nur eine Teil­dis­zi­plin“, so Vogt. „Neben EB war aber auch das gan­ze Aucotec-Team sehr über­zeu­gend“, ergänzt er.