Unternehmen im Mittel noch in der Konzeptionierungsphase Digitaler Zwillinge

In einer gemeinsamen Studie haben msg und das Fraunhofer-Institut für Produktions­anlagen und Konstruktionstechnik IPK Digitale Zwillinge in der fertigenden Industrie untersucht. Das Ziel der Studie war es, Erkenntnisse über den konkreten Mehrwert von Digitalen Zwillingen zu gewinnen und eine transparente Standortbestimmung der Unternehmen hinsichtlich dem Einsatzstadium von Digitalen Zwillingen vorzunehmen.

Hierzu wurden insgesamt 26 Unternehmen im DACH-Raum befragt und eine neuartige Methode entwickelt, mit der sich der Reifegrad von Unternehmen bewerten lässt. Dabei zeigte die Auswertung aller Interviews, dass zwar ein breites Verständnis von Digitalen Zwillingen existiert, deren Potenzial aber bei weitem noch nicht gehoben wird.

85 Prozent der befragten Unternehmen haben zwar bereits Konzepte für den Digitalen Zwilling entwickelt. Jedoch verfügen nur 54 Prozent über eine durchgängige Strategie für Digitale Zwillinge.

Die Einführung Digitaler Zwillinge kann erst gelingen, wenn die Unternehmen in allen Bereichen, vom Verständnis über die Konzeptentwicklung bis zu den Umsetzungsmaßnahmen, eine hohe Reife erlangt haben. Die konsolidierte Gesamtreife aller Unternehmen liegt derzeit bei nur 51 Prozent.

„Wenn die europäischen Unternehmen mit ihren Digitalen Zwillingen wettbewerbs- und zukunftsfähig sein wollen, müssen die Unternehmen ihre internen Datensilos aufbrechen, aber auch den Informationsfluss zwischen Nutzer und Zulieferer zulassen“, meint Mitherausgeber Markus Samarajiwa, Lead Business Consultant bei msg. Und David Salamon, Senior Business Consultant bei msg, ergänzt: „Die für den Digitalen Zwilling relevanten Informationen müssen aus dem gesamten Produktlebenszyklus durchgängig bereitgestellt werden.“

„Erst durch die unternehmensübergreifende Kollaboration und eine Vernetzung der Digitalen Zwillinge entfaltet sich das ganze Potenzial des Ansatzes“, sagt Prof. Dr.-Ing. Rainer Stark, Leiter des Geschäftsfeldes