Sie­mens setzt zur Umset­zung von Indus­trie 4.0 auf eine noch inten­si­ve­re Koope­ra­ti­on mit mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men. „Der Mit­tel­stand ist das Rück­grat der deut­schen Wirt­schaft. Des­halb ist die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on des Mit­tel­stands Vor­aus­set­zung für die Zukunfts­fä­hig­keit des Stand­orts Deutsch­lands“, erklär­te Klaus Helm­rich, Mit­glied des Vor­stands der Sie­mens AG, beim „Forum Deut­scher Mit­tel­stand“ in Stutt­gart. „Dazu bedarf es einer stär­ke­ren Zusam­men­ar­beit zwi­schen Fir­men unter­schied­li­cher Grö­ße – vom Start-up über Mit­tel­ständ­ler bis hin zu Groß­kon­zer­nen.“ Im Rah­men der Kon­fe­renz dis­ku­tier­ten Ver­tre­ter zahl­rei­cher nam­haf­ter deut­scher Unter­neh­men aus dem Maschi­nen- und Anla­gen­bau über Stra­te­gi­en für die Zukunfts­fä­hig­keit des Mit­tel­stands.

Die erfolg­rei­che digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on des Mit­tel­stands erfor­dert stra­te­gi­sche Ent­schei­dun­gen durch das obers­te Manage­ment, und zwar auf zwei Ebe­nen: Sie müs­sen ihr Port­fo­lio auf Indus­trie 4.0 aus­rich­ten und ihre inter­nen Pro­zes­se wei­ter­ent­wi­ckeln. Dazu gehört auch die Aus- und Wei­ter­bil­dung der Mit­ar­bei­ter.“

Klaus Helm­rich, Mit­glied des Vor­stands der Sie­mens AG

So soll­ten Unter­neh­men neue Lösun­gen, digi­ta­le Ser­vices und Geschäfts­mo­del­le anbie­ten, zum Bei­spiel „pay per use“-Modelle beim Ver­trieb von Maschi­nen und Anla­gen. Zudem gilt es, inno­va­ti­ve Tech­no­lo­gi­en wie Cloud-Anwen­dun­gen, Addi­ti­ve Manu­fac­tu­ring, fle­xi­ble Hand­ling-Sys­te­me oder Künst­li­che Intel­li­genz zu nut­zen. Um Ver­trau­en in IT-Tech­no­lo­gi­en zu erhö­hen und Cyber­ri­si­ken zu mini­mie­ren, sind dabei stets inte­grier­te Indus­tri­al-Secu­ri­ty-Maß­nah­men unab­ding­bar.

Die tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen für die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on sind zum Bei­spiel mit dem Digi­tal-Enter­pri­se-Ange­bot von Sie­mens geschaf­fen. Die­ses kön­nen Unter­neh­men jeder Grö­ße und Bran­che mit über­schau­ba­ren, schritt­wei­se anstei­gen­den Inves­ti­ti­ons­kos­ten nut­zen. Dadurch kön­nen sie schon heu­te höhe­re Fle­xi­bi­li­tät, kür­ze­re Time-to-Mar­ket, grö­ße­re Effi­zi­enz und bes­se­re Qua­li­tät erzie­len. Sie­mens zufol­ge gibt es kon­kre­te Ein­satz­bei­spie­le bei Kun­den, die zei­gen, dass sich damit etwa Pro­duk­te, Maschi­nen und Anla­gen in bis zu 30 Pro­zent kür­ze­rer Zeit ent­wi­ckeln las­sen. Die Pro­duk­ti­ons­ef­fi­zi­enz und Pro­duk­ti­vi­tät kann um bis zu ein Vier­tel gestei­gert wer­den.

Eine bereits ver­füg­ba­re Platt­form für digi­ta­le Lösun­gen ist MindS­phe­re – das offe­ne, cloud­ba­sier­te IoT-Betriebs­sys­tem von Sie­mens –, das Unter­neh­men Wett­be­werbs­vor­tei­le durch Daten­ana­ly­sen ermög­licht. Anwen­der kön­nen MindS­phe­re mit gerin­gen Inves­ti­tio­nen imple­men­tie­ren und ent­spre­chend ihren Anfor­de­run­gen ska­lie­ren. Als Bei­spiel für neue Koope­ra­ti­ons­for­men nann­te Helm­rich in die­sem Zusam­men­hang die im Janu­ar 2018 gegrün­de­te Nut­zer­or­ga­ni­sa­ti­on „MindS­phe­re World“, die der­zeit über 50 Mit­glie­der (in Deutsch­land und Ita­li­en) umfasst. Sie hat das Ziel, das Öko­sys­tem rund um MindS­phe­re welt­weit aus­zu­bau­en. Der Ver­ein unter­stützt die ein­zel­nen Mit­glie­der bei der Ent­wick­lung und Opti­mie­rung von IoT-Lösun­gen auf MindS­phe­re sowie der Erschlie­ßung neu­er Märk­te in der digi­ta­len Wirt­schaft.