Schulterschluss in der Chemie

Deutschland befindet sich unzweifelhaft in einer der schwierigsten Krisen seit seinem Bestehen. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und die Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen Industrie suchen in dieser schwierigen Lage den Schulterschluss. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) und die IG BCE stellen in einer gemeinsamen Erklärung fest: „Wir tragen soziale Verantwortung und wollen alles uns Mögliche dazu beitragen, die Krise lösen zu helfen und deren soziale und wirtschaftliche Folgen abzumildern. Dazu gehört auch ein vorbildlicher Gesundheitsschutz in unseren Unternehmen.

Der Bundesrat macht den Weg frei für umfangreiche Maßnahmenpakete in einem nie dagewesenen Umfang: Gleichzeitig wird in dieser Woche das Infektionsschutzgesetz novelliert: Es gibt dem Bundesgesundheitsministerium in Zeiten der Epidemie eine umfassende Ermächtigung, Maßnahmen zur Grundversorgung mit Arzneimitteln, Medizinprodukten, Betäubungsmitteln, Hilfsmitteln, Labordiagnostik, Schutzausrüstung und Desinfektion zu treffen. Alle diese Produkte stammen aus der Chemie- und Pharmaindustrie. Deshalb sind diese Branchen systemrelevant: Vom Grundstoff angefangen, muss die gesamte Wertschöpfungskette der chemisch-pharmazeutischen Industrie zwingend erhalten bleiben. Um das Gesundheitssystem arbeitsfähig zu halten, ist für die chemisch-pharmazeutische Industrie sicher zu stellen, dass die Beschäftigten auch bei eventuellen Ausgangssperren an ihren Arbeitsplatz gelangen dürfen, die Rohstoffversorgung in unseren Lieferketten gewährleistet ist, der Transport für die im Epidemie-Gesetz genannten Produkte und deren Lieferketten gesichert wird.