Neue Synapsen für das Anlagengehirn

Auf der SPS IPC Dri­ves 2018 zeigt Aucotec, wie sich mit ihrem neu­en DCS-Por­tal der Weg vom Engi­nee­ring zur Leit­sys­tem-Pro­gram­mie­rung erheb­lich ver­kür­zen lässt. Mit dem Por­tal las­sen sich die Fest­le­gun­gen aus dem Anla­gen-Design auto­ma­ti­siert und direkt an die Pro­gram­mie­rung gän­gi­ger Kon­troll­sys­te­me (Dis­tri­bu­t­ed Con­trol Sys­tem, DCS) über­ge­ben.

Ein Portal für alle

Die­se Brü­cke führt zu jedem Auto­ma­ti­sie­rungs­sys­tem, das kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig ist, auch par­al­lel zu meh­re­ren. Damit ist das Por­tal beson­ders für Gene­ral­un­ter­neh­mer (EPCs) hilf­reich oder für Betrei­ber, die auf­grund ihrer His­to­rie ver­schie­de­ne Leit­sys­te­me im Ein­satz haben. Jedes hat eige­ne Pro­gram­mie­rungs-Tools und ver­wen­det unter­schied­li­che Soft­ware-Bau­stei­ne („Typi­cals“). Zu all die­sen „Anla­gen­ge­hir­nen“ kann Aucotecs Soft­ware Engi­nee­ring Base (EB) einen ent­spre­chen­den Con­tai­ner in dem Por­tal bereit­stel­len. Jeder Con­tai­ner dient qua­si als „Syn­ap­se“ zur Über­tra­gung der Design-Infor­ma­tio­nen, die sich damit gleich­zei­tig an ver­schie­de­ne Leit­sys­te­me mit unter­schied­li­chen Kon­fi­gu­ra­tio­nen über­ge­ben las­sen. Davon pro­fi­tie­ren auch Her­stel­ler, die ähn­li­che Anla­gen mehr­fach bau­en, nur mit ande­ren Leit­sys­te­men.

Schnell fehlerfrei ändern

Bei den vie­len unver­meid­li­chen Ände­run­gen wäh­rend Anla­gen-Pla­nung und -Betrieb ist die neue Lösung zudem schnell und frei von den übli­chen Über­tra­gungs­feh­lern. Soll­te eine Ände­rung, wann und wo im Pro­zess auch immer, Aus­wir­kun­gen auf die Sen­so­ren-/Ak­to­ren-Logik haben, so erfährt es das Leit­sys­tem über das Por­tal im Nu. Grund­la­ge dafür ist die außer­ge­wöhn­li­che Durch­gän­gig­keit von EB.

Die koope­ra­ti­ve Platt­form ver­eint die Kern­dis­zi­pli­nen Basic Engi­nee­ring inklu­si­ve FEED (Front­end Engi­nee­ring Design), Pro­cess Design, Instru­men­ta­ti­on & Con­trol sowie Elec­tri­cal Engi­nee­ring in einem ein­zi­gen, gemein­sa­men Daten­mo­dell. Dadurch sind Ände­rungs­ein­ga­ben nur an einer Stel­le erfor­der­lich. Sie erschei­nen unmit­tel­bar in jeder wei­te­ren Reprä­sen­tanz des geän­der­ten Objekts, sodass alle Betei­lig­ten immer auf dem neu­es­ten Stand sind. Abstim­mun­gen zwi­schen den Anla­gen­de­si­gnern, feh­ler­an­fäl­li­ge Daten­über­tra­gun­gen, Dop­pelt­ein­ga­ben sowie auf­wän­di­ge Cross-Checks zwi­schen den Dis­zi­pli­nen ent­fal­len durch die­se zen­tra­le Daten­hal­tung. So ver­kürzt EB auch die War­te­zeit der Auto­ma­ti­sie­rer auf alle rele­van­ten Infor­ma­tio­nen aus den ver­schie­de­nen Berei­chen.

Schneller automatisieren

Sind in EBs Anla­gen­mo­dell die nöti­gen Attri­bu­te an den Sen­so­ren und Akto­ren hin­ter­legt, z. B. Signa­le, Grenz­wer­te u. Ä., so ist das eigent­li­che Pro­gram­mie­ren der Auto­ma­ti­sie­rung schnell erle­digt. Die Merk­ma­le las­sen sich ohne Wei­te­res auch spä­ter im lau­fen­den Pro­jekt noch ein­tra­gen. Kein ande­res Sys­tem bie­tet bis­lang die­se Mög­lich­kei­ten für Zeit­ge­winn und gleich­zei­tig gesi­cher­te Daten­qua­li­tät. 

Aucotec auf der SPS IPC Dri­ves 2018: Hal­le 6, Stand 110