In Deutsch­land tritt zum 1. Janu­ar 2019 das neue Ver­pa­ckungs­ge­setz in Kraft. Die EU hat 2018 ihre Plas­tik­stra­te­gie für die kom­men­den Jahr­zehn­te vor­ge­stellt. Welt­weit dis­ku­tie­ren Poli­ti­ker, Ver­bän­de und Indus­trie über mehr Umwelt­schutz. Für die Ver­pa­ckun­gen von Geträn­ken und Lebens­mit­teln gibt es daher nur eine Rich­tung: Schritt für Schritt den CO2-Foot­print mini­mie­ren. Die KHS-Grup­pe bie­tet kon­kre­te Lösun­gen, um Mate­ri­al ein­zu­spa­ren, die Recy­cling­fä­hig­keit zu ver­bes­sern und die Effi­zi­enz in der Pro­duk­ti­on zu stei­gern.

Verzicht auf die Folie

Lässt es die Ver­pa­ckung zu, kann mit Anla­gen auf eine Schrumpf­fo­lie ver­zich­tet wer­den. Ein Bei­spiel dafür ist der Dis­play-Packer KHS Inno­pack Kis­ters DP. Das effi­zi­en­te und platz­spa­ren­de Sys­tem für Dosen, Glas- und PET-Fla­schen sowie Mul­ti­packs setzt auf den Ver­kauf der Behäl­ter direkt von den Trays. Die­se wer­den sta­bil bei einer Leis­tung von bis zu 75.000 Fla­schen pro Stun­de um die Pro­dukt­ge­bin­de gefal­tet und ver­leimt. Da weder Deckel noch Foli­en benö­tigt wer­den, ent­steht weni­ger Abfall. Die varia­ble Ver­pa­ckungs­hö­he ermög­licht die Plat­zie­rung von Wer­be­bot­schaf­ten und unter­stützt so eine opti­ma­le Waren­prä­sen­ta­ti­on am Point of Sale.

Innovationen für eine saubere Zukunft

Wie Kun­den mit den KHS-Inno­va­tio­nen ihre Nach­hal­tig­keits­zie­le durch den Ver­zicht auf Folie errei­chen kön­nen, zeig­te jüngst die Carls­berg Grup­pe mit ihrem Snap Pack. Es setzt auf das Natu­re Mul­ti­Pack für Dosen als 4er- sowie 6er-Pack. Dabei fällt dank Kle­be­punk­ten zwi­schen den Behäl­tern und einem Tra­ge­griff, der das Gebin­de sta­bi­li­siert, wei­te­res Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­al kom­plett weg. Carls­berg erwar­tet durch den Ver­zicht auf Schrumpf­ver­pa­ckun­gen bei den bei­den Gebin­den eine Kunst­stoff­ein­spa­rung von bis zu 76 Pro­zent – in abso­lu­ten Zah­len sind das mehr als 1.200 Ton­nen in voll­stän­dig aus­ge­roll­tem Zustand. 2016 nutz­te Evi­an das Kon­zept erst­mals erfolg­reich bei der Markt­ein­füh­rung sei­ner soge­nann­ten ‚Prestige‘-PET-Flasche.

Flexibel verpacken

Vie­le Ver­pa­ckungs­ma­schi­nen des Unter­neh­mens bie­ten eine gro­ße Fle­xi­bi­li­tät bei den Gebin­de­for­men. Sie posi­tio­nie­ren die­se auf Wunsch als Nested oder Shifted Packs, wodurch Anwen­der nicht nur Platz auf der Palet­te spa­ren, son­dern auch weni­ger Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­al pro Behäl­ter anfällt. Denn durch die höhe­re Sta­bi­li­tät kön­nen die Kun­den auf Papp­un­ter­la­gen oder Trays ver­zich­ten. Auch der fle­xi­ble Wrap-Around-Schrumpf­pa­cker Inno­pack Kis­ters WSP Advan­ced eröff­net die­se Mög­lich­kei­ten. Die Anla­ge eig­net sich für eine Viel­zahl unter­schied­li­cher Gebin­de- und Behäl­ter­ar­ten, sodass mit schnel­len For­mat­wech­seln im Ergeb­nis eine hohe Anla­gen­ef­fi­zi­enz von bis zu 98,5 Pro­zent erzielt wird, die auch der Umwelt zugu­te­kommt.

Damit nicht nur der CO2-Foot­print klei­ner wird, son­dern die Ver­pa­ckungs­li­nie sich kom­pakt in die Pro­duk­ti­on der Kun­den ein­fügt, ermög­licht KHS eine Ver­blo­ckung der Anla­gen­tei­le. „Las­sen sich zwei oder mehr Ein­zel­ma­schi­nen zu einer kom­pak­ten Block­lö­sung zusam­men­fü­gen, bringt dies Anwen­dern zahl­rei­che Vor­tei­le“, erklärt Klum­pe. Ein Bei­spiel für eine sol­che Ver­blo­ckung ist der Inno­Dry Block. Er ver­bin­det Ver­pa­ckungs- mit Palet­tier­ma­schi­ne und ver­fügt über einen in den Packer inte­grier­ten Tra­ge­griffs­pen­der. Mög­lich machen die­sen Auf­bau beson­ders fle­xi­ble Puf­fer­flä­chen und der Ein­satz eines hoch­dy­na­mi­schen Mani­pu­la­ti­ons­sys­tems zur Lagen­bil­der­stel­lung. Für die kom­pak­te Block­lö­sung spre­chen kür­ze­re Trans­port­stre­cken und der somit erheb­lich redu­zier­te Instand­hal­tungs­auf­wand. Zudem ver­rin­gern sich die For­ma­tum­stell­zei­ten, da kei­ne seit­li­chen Füh­run­gen auf der Trans­port­stre­cke mehr benö­tigt wer­den.