Zur Erfül­lung der Markt­an­for­de­run­gen nach alter­na­ti­ven Pack­stof­fen haben die Unter­neh­men Lei­pa Georg Lein­fel­der und Koeh­ler Paper Group gemein­sam mit Mul­ti­vac einen Kar­ton­ver­bund für das Ver­pa­cken von fri­schen Lebens­mit­teln, bei­spiels­wei­se Fleisch, ent­wi­ckelt. Auf der IFFA wur­de die Lösung aus papier­fa­ser­ba­sier­tem Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­al am Mul­ti­vac Stand auf einer kom­pak­ten Tief­zieh­ver­pa­ckungs­ma­schi­ne prä­sen­tiert. Die Ver­pa­ckun­gen sind so gestalt­bar, dass der End­ver­brau­cher den Kar­ton­trä­ger von der Kunst­stoff­sperr­schicht tren­nen und dem Papier­re­cy­cling zufüh­ren kann.

Mehrlagenverbund für Skinpackungen

Bei der Ent­wick­lung bestand die Her­aus­for­de­rung dar­in, einen Kar­ton­ver­bund mit Hoch­bar­rie­re­ei­gen­schaf­ten und einem ent­spre­chen­dem Sie­gel­me­di­um her­zu­stel­len, der die Stei­fig­keit eines fla­chen Kar­ton­zu­schnit­tes auf­weist, und gleich­zei­tig wickel­bar ist, um von der Rol­le auf einer Tief­zieh­ver­pa­ckungs­ma­schi­ne ver­ar­bei­tet wer­den zu kön­nen.

Ers­te Ergeb­nis­se zei­gen, dass der Mehr­la­gen­ver­bund Lei­paf­lat aus­ge­zeich­net ent­spre­chend den Anfor­de­run­gen ein­ge­setzt wer­den kann. So kön­nen aus die­sem Mate­ri­al auf einer Tief­zieh­ver­pa­ckungs­ma­schi­ne Skin­pa­ckun­gen her­ge­stellt wer­den, die das Pro­dukt nicht nur sicher ver­pa­cken, son­dern auch für den End­kun­den anspre­chend prä­sen­tie­ren.

Koeh­ler stellt Lei­pa als stra­te­gi­scher Ent­wick­lungs­part­ner im Bereich des Kar­ton­ma­te­ri­als das Mate­ri­al zur Her­stel­lung von Lei­paf­lat zur Ver­fü­gung.

Lei­paf­lat besteht bis zu 90 Pro­zent aus nach­wach­sen­den Roh­stof­fen. Gegen­über han­dels­üb­li­chen Ver­pa­ckun­gen in die­sem Bereich zeich­net sich die­ses Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­al durch die Optik und Hap­tik eines Papier­pro­duk­tes aus und trägt damit ent­schei­dend zur Dif­fe­ren­zie­rung im Kühl­re­gal bei“, erklärt Mat­thi­as Haux, Com­mer­ci­al Head Fle­xi­ble Packa­ging bei Lei­pa. „Die Lösung erfüllt die hohen Ansprü­che und Anfor­de­run­gen umwelt- und qua­li­täts­be­wuss­ter Ver­brau­cher. Zudem bie­tet der Kar­ton nicht nur die erfor­der­te Stei­fig­keit, son­dern lässt sich durch die Wickel­bar­keit beson­ders gut auf Tief­zieh­ver­pa­ckungs­ma­schi­nen ver­ar­bei­ten. Auch lässt sich die Lösung in der Regel unter Ein­satz des bestehen­den Maschi­nen- und Werk­zeug­parks nut­zen. Auf Wunsch bera­ten wir Kun­den vor Ort zur opti­ma­len Ein­stel­lung der Aggre­ga­te.“

Bereits zur Markt­ein­füh­rung auf der Fach­Pack 2018 ist die­se nach­hal­ti­ge Ver­pa­ckungs­lö­sung, die wir im Rah­men des Mul­ti­vac Paper­Board Port­fo­li­os ver­mark­ten, auf eine sehr posi­ti­ve Reso­nanz des Fach­pu­bli­kums gesto­ßen. Seit­her haben wir zahl­rei­che Anfra­gen aus dem Markt erhal­ten, vor dem Hin­ter­grund der EU-Kunst­stoff­stra­te­gie ins­be­son­de­re aus Deutsch­land und West­eu­ro­pa, aber auch aus zahl­rei­chen ande­ren Regio­nen wie Ost­eu­ro­pa, Nord­ame­ri­ka und Ozea­ni­en. Der­zei­tig wer­den eine Viel­zahl von Bemus­te­run­gen bei ver­schie­de­nen Kun­den durch­ge­führt.“

Dan­ny Köppl, Pro­dukt­ma­na­ger Films & Con­sum­a­bles bei Mul­ti­vac

Wir sehen ein hohes Poten­zi­al für die­ses erfolg­reich gestar­te­te Pro­jekt – und sind davon über­zeugt, dass wir die Zukunft der Ver­pa­ckung nur mit hoch­gra­dig qua­li­fi­zier­ten Part­nern ange­hen kön­nen, die den kol­la­bo­ra­ti­ven Gedan­ken eben­so wie wir ver­in­ner­licht haben“, sagt Dr. Mar­kus Wild­ber­ger, Cor­po­ra­te Direc­tor Tech­no­lo­gy bei Koeh­ler. „Im Sin­ne unse­res Nach­hal­tig­keits­ge­dan­kens unter­stützt das Pro­jekt unse­re Zie­le, wo mög­lich und sinn­voll Kunst­stoff in Ver­pa­ckun­gen durch Papier zu erset­zen. Somit wird ein Pro­dukt aus nach­wach­sen­den Roh­stof­fen ein­ge­setzt, des­sen Recy­cling­kreis­lauf bereits gelöst ist. Wir sehen in die­ser und wei­te­ren Zusam­men­ar­bei­ten die Mög­lich­keit, gemein­sam wei­te­re inno­va­ti­ve Lösun­gen im Bereich fle­xi­bler und stei­fer Ver­pa­ckun­gen zu ent­wi­ckeln und an den Markt zu brin­gen.“ Dr. Wild­ber­ger betont, dass es sich sowohl um Ent­wick­lun­gen für den Food-, als auch für den Non-Food-Bereich han­deln kön­ne.

Nach heu­ti­gem Wis­sen­stand zu den geplan­ten Anpas­sun­gen der EU-Ver­ord­nun­gen im Bereich der Kunst­stoff-Ent­sor­gung gehen wir davon aus, dass Lei­paf­lat im Kon­text der Packa­ging Fee für Unter­neh­men zu signi­fi­kan­ten Kos­ten­vor­tei­len füh­ren wird“, resü­miert Mat­thi­as Haux von Lei­pa. „Nicht zuletzt pro­fi­tie­ren natür­lich auch die Umwelt eben­so wie End­ver­brau­cher von die­ser Lösung.“

PaperBoard

Das Paper­Board Port­fo­lio umfasst unter­schied­li­che Lösun­gen für die Her­stel­lung von MAP- und Skin­ver­pa­ckun­gen aus papier­fa­ser­ba­sie­ren­den Mate­ria­li­en. Hier­für hat das Unter­neh­men gemein­sam mit ande­ren Her­stel­lern geeig­ne­te Pack­stof­fe ent­wi­ckelt, die sich mit Stan­dard­sys­te­men ver­ar­bei­ten las­sen. Durch den Ein­satz von unter­schied­li­chen Funk­ti­ons­schich­ten sind Packun­gen aus papier­fa­ser­ba­sier­ten Pack­stof­fen rea­li­sier­bar, die auch die Bar­rie­re­an­for­de­run­gen von sen­si­blen Pro­duk­ten erfül­len. Die Packun­gen kön­nen so gestal­tet wer­den, dass der End­ver­brau­cher den Kar­ton­trä­ger sor­ten­rein von der Kunst­stoff­sperr­schicht tren­nen und dem Papier­re­cy­cling zufüh­ren kann.