In Dort­mund fand in die­sem Jahr die regio­na­le Ver­pa­ckungs­mes­se Empack par­al­lel zur Intra­lo­gis­tik­aus­stel­lung „Logistics and Dis­tri­bu­ti­on“ statt. Ver­bin­den­des Glied zwi­schen Ver­pa­ckung und Intra­lo­gis­tik ist Kenn­zeich­nungs­tech­no­lo­gie. Kenn­zeich­nung ermög­licht nicht nur die Iden­ti­fi­ka­ti­on, son­dern auch das Tracking indi­vi­du­el­ler Ein­hei­ten. Für sol­che und ande­re Auf­ga­ben­stel­lun­gen zeig­te der Kenn­zeich­nungs­an­bie­ter Bluhm Sys­te­me Anfang Mai 2019 sei­ne viel­fäl­ti­gen Soft- und Hard­ware­lö­sun­gen.

Paletten dreiseitig etikettieren ohne Schutzzaun

Auf der Empack zeig­te Bluhm Sys­te­me erst­ma­lig in Deutsch­land den neu­en Palet­ten­e­ti­ket­tie­rer AP182. Mit Hil­fe eines schwenk­ba­ren Appli­ka­tor­kop­fes kenn­zeich­net die sehr kom­pak­te Anla­ge Palet­ten an bis zu drei unter­schied­li­chen Sei­ten. Sie­ben trig­ger­ba­re Ver­fahr­we­ge ermög­li­chen nicht nur die Eti­ket­tie­rung von einer Sei­te mit zwei ver­schie­de­nen Eti­ket­ten, son­dern auch eine GS1-kon­for­me Palet­ten­kenn­zeich­nung auf Stirn­sei­te und Sei­te. Zudem ist die drei­sei­ti­ge Eti­ket­tie­rung von Palet­ten (Stirn, Sei­te, Rück­sei­te) mög­lich. Der Eti­ket­tie­rer erreicht Spit­zen­ge­schwin­dig­kei­ten von 120 Palet­ten pro Stun­de bei der zwei­sei­ti­gen und 90 Palet­ten pro Stun­de bei der drei­sei­ti­gen Kenn­zeich­nung.

Die Anla­ge redu­ziert nicht nur Kos­ten, son­dern auch Kun­den­auf­wand, da der AP182 auf­grund sei­ner eigen­si­che­ren Bau­art weder Schutz­zaun noch Schutz­ab­schran­kung benö­tigt. Bereits die Stan­dard­aus­füh­rung beinhal­tet beson­de­re Fea­tures wie Ver­wend­bar­keit von Rol­len mit 350 Mil­li­me­tern Durch­mes­ser, Anschluss­mög­lich­keit eines Scan­ners zur Bar­code­kon­trol­le sowie elek­tri­scher Schie­ber und feder­ge­la­ger­ter Stem­pel zur opti­ma­len Appli­ka­ti­on des Labels.

Etikettierung in Hochgeschwindigkeit und doch flexibel

Der kom­pak­te und an Pro­duk­ti­ons­um­ge­bun­gen ein­fach anpass­ba­re Eti­ket­ten­spen­der Alpha HSM ist mit Schutz­art IP 65 gut geschützt. Mit einer Tak­tung von bis zu 33 Eti­ket­ten pro Sekun­de (2.000 Eti­ket­ten pro Minu­te) ran­giert der Spen­der im High­speed-Seg­ment. Die Eti­ket­ten wer­den im soge­nann­ten Wipe-on-Ver­fah­ren auf­ge­bracht. Dabei nimmt das durch­lau­fen­de Pro­dukt das Eti­kett von der Spen­de­zun­ge des Eti­ket­tie­rers auf. Eine Rol­le oder Bürs­te direkt hin­ter der Spen­de­zun­ge drückt das Eti­kett zusätz­lich auf der Pro­duk­t­o­ber­flä­che an. So kön­nen auch fle­xi­ble und beweg­li­che Ober­flä­chen bla­sen­frei eti­ket­tiert wer­den.

Neue Markoprint-Produktlinie für Systemintegratoren

Neben Eti­ket­tier­tech­nik prä­sen­tier­te der Her­stel­ler auch neue Ink­jet­sys­te­me zur ein­fa­chen Inte­gra­ti­on in Pro­duk­ti­ons­an­la­gen: Die neue Mar­ko­print Inte­gra-Serie star­tet mit den Druck­sys­te­men Inte­gra One und Inte­gra Qua­dro:

Der Mar­ko­print Inte­gra One mit HP-Kar­tu­schen­tech­nik wur­de spe­zi­ell für die Inte­gra­ti­on in Ver­pa­ckungs­an­la­gen ent­wi­ckelt, wie sie zum Bei­spiel im Nah­rungs­mit­tel­be­reich zu fin­den sind und druckt bis zu 12,5 Mil­li­me­ter hoch. Ein­stel­lun­gen kön­nen direkt vor Ort an dem benut­zer­freund­li­chen Dis­play vor­ge­nom­men wer­den. Das Sys­tem erreicht Spit­zen­ge­schwin­dig­kei­ten von mehr als 180 Metern pro Minu­te und ver­fügt über eine Schutz­klas­se von IP65.

Der Mar­ko­print Inte­gra Qua­dro erwei­tert die Vor­tei­le des Inte­gra One auf ein Druck­sys­tem mit vier Druck­köp­fen. Das kom­pak­te Sys­tem kann direkt an der Anla­ge, in der Anla­ge oder in einem Schalt­schrank instal­liert wer­den. Auch hier kann der Bedie­ner die Ein­stel­lun­gen direkt am Steu­er­ge­rät vor­neh­men. Der Inte­gra Qua­dro steu­ert maxi­mal vier Druck­köp­fe an. Für unter­schied­li­che Druck­auf­ga­ben kann er alter­na­tiv zwei ver­schie­de­ne Druck­tech­no­lo­gi­en – bis zu zwei Druck­köp­fe pro Druck­tech­no­lo­gie – ansteu­ern.

Neu­es­ter Druck­kopf der Mar­ko­print-Rei­he ist der Inte­gra PP108 des Tin­ten­her­stel­lers Sei­ko. Mit bis zu 360 dpi druckt der Inte­gra PP108 hoch­auf­lö­sen­de Schrift, Codes und Gra­fi­ken in Höhen von einem bis hin zu 108 Mil­li­me­tern. Der Schreib­kopf ver­wen­det eine pig­men­tier­te Öl-Tin­te, mit der auch in Grau­stu­fen gedruckt wer­den kann. Geschwin­dig­kei­ten von maxi­mal 150 Metern pro Minu­te sind mög­lich.

Software „Bluhmware“

Da Kenn­zeich­nungs­tech­nik zumeist an „neur­al­gi­schen“ Stel­len in der Pro­duk­ti­on sitzt, kann sie mit Hil­fe der Soft­ware Bluhm­ware rele­van­te Pro­duk­ti­ons­kenn­zah­len erfas­sen, sam­meln und spä­ter aus­wer­ten. Daten wie Pro­duk­ti­ons­zeit, Pro­duk­ti­ons­ge­schwin­dig­keit, Anla­gen­leis­tung und Still­stands­zei­ten ermit­telt die Bluhm­ware über den Signal­aus­tausch mit der För­der­tech­nik. Auf Basis der gesam­mel­ten Daten errech­net die Soft­ware opti­ma­le Anla­gen­ge­schwin­dig­kei­ten und idea­le Pro­duk­ti­ons­ab­fol­gen.