Das Kon­sor­ti­um mit dem Titel »SmartDe’s@Work – Smart Devices in der Pro­duk­ti­on «, an dem die Bay­reu­ther Pro­jekt­grup­pen Wirt­schafts­in­for­ma­tik des Fraun­ho­fer- Insti­tuts für Ange­wand­te Infor­ma­ti­ons­tech­nik FIT und Pro­zes­s­in­no­va­ti­on des Fraun­ho­fer-Insti­tuts für Pro­duk­ti­ons­tech­nik und Auto­ma­ti­sie­rung IPA maß­geb­lich betei­ligt sind, erhält von der Baye­ri­schen For­schungs­stif­tung den Zuschlag für eine För­de­rung in Höhe von über 750 000 Euro zur Umset­zung von digi­ta­len Tech­no­lo­gi­en in indus­tri­el­len Fer­ti­gungs­pro­zes­sen.

Das auf zwei Jah­re aus­ge­leg­te Pro­jekt ist im Janu­ar 2017 gestar­tet und ver­folgt das Ziel, Smart Devices, etwa Smart­pho­nes, Tablets, Smart Wat­ches oder VR- und AR-Bril­len, im Pro­duk­ti­ons­um­feld nutz­brin­gend ein­zu­set­zen. Dabei steht die Ver­net­zung von Mensch, Maschi­ne und pro­duk­ti­ons­na­hen IT-Sys­te­men im Vor­der­grund. Die opti­ma­le Kom­bi­na­ti­on aus Soft­ware- und Hard­ware­kom­po­nen­ten soll Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se durch eine inter­ak­ti­ve und intui­ti­ve Infor­ma­ti­ons­ver­ar­bei­tung bei der Arbeits­vor­be­rei­tung (z. B. Arbeits- und Maschi­nen­plä­ne, Ein­rüs­tung von Maschi­nen und Anla­gen) sowie wäh­rend der Pro­duk­ti­on (z. B. Arbeits­an­wei­sun­gen, Reak­tio­nen bei Stö­run­gen, Echt­zeit-Rück­mel­dung) unter­stüt­zen.

Smart Devices sol­len durch eine Midd­le­wa­re-Platt­form an bestehen­de Pro­duk­ti­ons­sys­te­me ange­bun­den wer­den. Dadurch will das Pro­jekt­team die Inte­gra­ti­ons­hür­den bei ihrer Nut­zung ver­rin­gern und die Über­trag­bar­keit auf viel­fäl­ti­ge Anwen­dungs­fäl­le gewähr­leis­ten. Zudem ermög­li­chen Smart Devices eine zeit- und orts­un­ab­hän­gi­ge Pro­duk­ti­ons­steue­rung, etwa in den Berei­chen Auf­trags­frei­ga­be, Bereit­stel­lung von Betriebs­da­ten oder Umpla­nung von Pro­duk­ti­ons­auf­trä­gen. So las­sen sich Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se digi­tal opti­mie­ren, eine Qua­li­täts­über­wa­chung, -steue­rung und -siche­rung anhand von Echt­zeit­da­ten imple­men­tie­ren sowie eine für Indus­trie 4.0 erfor­der­li­che Pro­zess­fle­xi­bi­li­tät errei­chen.

Durch die syn­er­ge­ti­sche Zusam­men­set­zung des Kon­sor­ti­ums, bestehend aus den bei­den Fraun­ho­fer-Pro­jekt­grup­pen Wirt­schafts­in­for­ma­tik und Pro­zes­s­in­no­va­ti­on, den Ent­wick­lungs­part­nern cam­Li­ne und Vog­ler Engi­nee­ring sowie den Anwen­der­un­ter­neh­men REHAU, biTT­ner Werk­zeug­bau, BKW Kunst­stoff und Federn­fa­brik Dietz, kön­nen die viel­fäl­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen für den Ein­satz von Smart Devices iden­ti­fi­ziert, geeig­ne­te Lösungs­stra­te­gi­en ent­wi­ckelt und im Rah­men eines Demons­tra­tors imple­men­tiert wer­den.