Der Engi­nee­ring-Soft­ware-Anbie­ter Aucotec hat sei­ne intel­li­gen­te Migra­ti­ons­lö­sung für Alt­da­ten his­to­risch gewach­se­ner Anla­gen wei­ter­ent­wi­ckelt. Damit will das Unter­neh­men Anla­gen­be­trei­bern und EPCs den Über­gang in die digi­ta­le Zukunft der Doku­men­ta­ti­on erleich­tern. In Zei­ten von Indus­trie 4.0 kön­nen War­tung und Revam­ping erheb­lich pro­fi­tie­ren. Ers­te Erfah­run­gen bestä­ti­gen die Beschleu­ni­gung sol­cher Pro­jek­te.

Die Bestands­da­ten wer­den von der koope­ra­ti­ven Platt­form Engi­nee­ring Base (EB) in gän­gi­gen For­ma­ten wie XLS oder DWG kon­fi­gu­riert, gemappt und impor­tiert. So fasst das Sys­tem alle Infor­ma­tio­nen über ein bestimm­tes Objekt aus ver­schie­de­nen Dis­zi­pli­nen zu einem zen­tra­len Objekt­mo­dell zusam­men – samt zuge­hö­ri­gen Attri­bu­ten und Reprä­sen­ta­tio­nen in diver­sen Doku­men­ten. Alle impor­tier­ten Objek­te, von der Pum­pe im R&I-Schema bis zur letz­ten Klem­me im Schalt­schrank­plan, bil­den dann ein über­grei­fen­des Anla­gen­mo­dell mit intel­li­gen­ten Ver­knüp­fun­gen. Es ist in der von allen betei­lig­ten Engi­nee­ring-Dis­zi­pli­nen nutz­ba­ren Daten­bank gespei­chert – kon­sis­tent und über­sicht­lich.

Viel mehr als PDF & Co

Von Papier bis I4.0: Ech­te Digi­ta­li­sie­rung im Engi­nee­ring braucht refe­ren­zie­ren­de Daten­mo­del­le, die über PDF & Co. weit hin­aus­ge­hen. Die Platt­form Engi­nee­ring Base mar­kiert die­se höchs­te Digi­ta­li­sie­rungs­stu­fe. (Quel­le: Aucotec)

Nur so ist „ech­te“ Digi­ta­li­sie­rung umsetz­bar. Pdfs, DWG-Gra­fi­ken und Scans sind zwar digi­ta­le Doku­men­te, jedoch blat­t­ori­en­tiert, ohne refe­ren­zie­ren­des Daten­mo­dell. Ihre Inhal­te sind daher nicht im IoT-Sinn nutz­bar. Ein Navi­ga­ti­ons­sys­tem etwa kann mit einem ein­fa­chen digi­ta­len Stra­ßen­plan nichts anfan­gen, weil es dar­aus weder Ein­bahn­stra­ßen noch Stau­in­for­ma­tio­nen und Ähn­li­ches extra­hie­ren kann. Genau­so behin­dern PDF & Co Anla­ge­n­in­ge­nieu­re: Die Objek­te in den Doku­men­ten sind nicht unab­hän­gig erreich- und bear­beit­bar. Dazu ist bis­lang der Umweg über die Plä­ne, Lis­ten und Daten­ban­ken der ein­zel­nen Dis­zi­pli­nen not­wen­dig. So bleibt das Ände­rungs­ma­nage­ment immer ein Eng­pass vor mehr Effi­zi­enz. EB dage­gen ent­hält ein allen gemein­sa­mes, kor­re­spon­die­ren­des Daten­mo­dell, das jede Ein­zel-Infor­ma­ti­on jeder­zeit kon­sis­tent bereit­hält. Dank EBs Drei­schicht-Archi­tek­tur lässt sich auch online und aus der Cloud gezielt dar­auf zugrei­fen.

Fit für Industrie 4.0

Damit wer­den Anla­gen­be­trei­ber, die heu­te ihre Doku­men­ta­tio­nen meist in vie­len ver­schie­de­nen, inkon­sis­ten­ten Quel­len ver­wal­ten müs­sen, fit für moder­ne und zukunfts­ge­rech­te War­tung. Vor allem Um- und Anbau­ten kön­nen nach der Modell-basier­ten Digi­ta­li­sie­rung erheb­lich mühe­lo­ser, schnel­ler und kon­sis­ten­ter durch­ge­führt wer­den. Still­stands­zei­ten redu­zie­ren sich deut­lich.

Ein füh­ren­der, glo­bal agie­ren­der Che­mie­an­la­gen-Betrei­ber hat die Migra­ti­ons­lö­sung bereits erfolg­reich ein­ge­setzt. Das Unter­neh­men über­trug für eine sei­ner Anla­gen rund 700 R&Is und eini­ge Tau­send Elec­tri­cal-Gra­fi­ken erfolg­reich zu EB. Bei Umbau­pro­jek­ten kann der zustän­di­ge EPC des Betrei­bers heu­te direkt auf den Engi­nee­ring-Daten arbei­ten, kon­sis­tent und ohne auf­wen­di­ges Hin und Her.