Auf Bau­tei­le auf­ge­tra­ge­ne Dicht­stof­fe die­nen in ers­ter Linie dem Schutz sen­si­bler Kom­po­nen­ten. Sie schüt­zen vor äuße­ren Ein­flüs­sen wie Staub oder Feuch­tig­keit. Durch den Ein­satz von Dicht- und Kleb­stof­fen ist auf­grund der zusätz­li­chen Füge­ver­bin­dung eine mul­ti­funk­tio­na­le Ver­bin­dung mög­lich – im Gegen­satz zu klas­si­schen vor­kon­fek­tio­nier­ten Dich­tun­gen. Eine prä­zi­se Über­lap­pung von Anfang und Ende der geschlos­se­nen Dicht­rau­pe ist hier­bei essen­ti­ell, um eine homo­ge­ne Kraft­über­tra­gung sowie die Dicht­heit der Ver­bin­dung zu gewähr­leis­ten. Vis­coTec Dis­pen­ser haben sich in zahl­rei­chen Dosier­tests und Anwen­dungs­fäl­len für die Auf­tra­gung der hoch­vis­ko­sen Mate­ria­li­en bewährt.

In der indus­tri­el­len Fer­ti­gung wird zwi­schen zwei Ver­fah­ren zur Appli­ka­ti­on von Flüs­sig­dich­tun­gen unter­schie­den: Dem CIPG- und dem FIPG-Ver­fah­ren. Im Fal­le des “cured-in-place gas­ket” Ver­fah­rens erfolgt die Wei­ter­ver­ar­bei­tung des Bau­teils erst nach Aus­här­tung des Dicht­mit­tels. Bei “for­med-in-place gas­ket” Ver­fah­ren hin­ge­gen wird das Bau­teil mit der noch nicht ver­netz­ten Flüs­sig­dich­tung gefügt und wei­ter­ver­ar­bei­tet. Ein Dicht­mit­tel, das per­fekt für bei­de Ver­fah­ren geeig­net ist, ist der hoch­vis­ko­se und stand­fes­te 1K UV- und licht­här­ten­de Acry­lat­kleb­stoff Pho­to­bond SL4165 von Delo.

Um die Dicht­heit der Dosi­er­rau­pe zu gewähr­leis­ten, muss der Mate­ri­al­auf­trag ent­lang der Dicht­kon­tur prä­zi­se und wie­der­hol­ge­nau erfol­gen. Mit den Vis­coTec-Dis­pen­sern kön­nen trotz unter­schied­li­cher Dosier­ge­schwin­dig­kei­ten auch kom­ple­xe Geo­me­tri­en pro­blem­los dosiert wer­den. Der pro­gram­mier­ba­re Rück­zug dient außer­dem dazu, ein Nach­trop­fen und die Ver­schmut­zung des Bau­teils bzw. der Dich­tung zu ver­mei­den. Fer­ner kön­nen durch die Mög­lich­keit der end­lo­sen Dosie­rung auf ein­fa­che Wei­se unter­schied­li­che Dich­tungs­grö­ßen und For­men rea­li­siert und die Fer­ti­gung ohne gro­ßen Auf­wand ange­passt wer­den.

Der 1K-Acry­lat­kleb­stoff fin­det sei­nen Ein­satz bei­spiels­wei­se in der Elek­tro- und Elek­tro­nik­in­dus­trie, im Bereich der E‑Mobility und in der Auto­mo­bil­bran­che. In Anwen­dun­gen wie der Abdich­tung von Gehäu­sen, Moto­ren, Getrie­ben und Sen­so­ren wird das klas­si­sche Dicht­ver­fah­ren zuneh­mend von der Abdich­tung mit zusätz­li­cher Kle­be­funk­ti­on abge­löst. Die­se Ent­wick­lung bringt kla­re Vor­tei­le mit sich: Der Anwen­der ist in der Form­ge­bung der Dicht­rau­pe fle­xi­bler, die Kos­ten für die Lage­rung sowie der Zeit­auf­wand für die Mon­ta­ge ent­fal­len.