Die Ent­wick­lun­gen rund um Indus­trie 4.0 und Digi­ta­li­sie­rung betref­fen sämt­li­che Bran­chen und wer­den auch die Logis­tik nach­hal­tig ver­än­dern. Bestehen­de Mate­ri­al­fluss­kon­zep­te wer­den infra­ge gestellt und for­dern neue Ant­wor­ten. Dabei ste­hen Fle­xi­bi­li­tät und Trans­pa­renz im Vor­der­grund. Die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on bie­tet allen Logis­tik­un­ter­neh­men weit­rei­chen­de Chan­cen und Poten­zia­le, birgt aber auch Gefah­ren für eta­blier­te Fir­men, da der­zeit vie­le Start-ups mit IT-Lösun­gen auf den Markt drän­gen und sowohl neue Pro­duk­te als auch neue Geschäfts­mo­del­le ent­wi­ckeln. „Wel­che Aus­wir­kun­gen die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on auf die ein­zel­nen Unter­neh­men haben wird und wie groß das dis­rup­ti­ve Poten­zi­al für die Logis­tik ist, erfah­ren Aus­stel­ler und Besu­cher auf der Han­no­ver Mes­se“, sagt Arno Reich, Geschäfts­be­reichs­lei­ter bei der Deut­schen Mes­se AG. „Es gibt welt­weit kei­ne ver­gleich­ba­re Platt­form, auf der bran­chen­über­grei­fend alle Aspek­te der indus­tri­el­len Trans­for­ma­ti­on dis­ku­tiert wer­den.“

Wir wis­sen, dass der Markt nach Ant­wor­ten und Leit­li­ni­en sucht, und es ist unse­re Auf­ga­be, unse­re Erfah­run­gen zu tei­len. Heu­te ori­en­tie­ren sich neue Ide­en eher an Tech­no­lo­gi­en als an der Hard­ware, des­halb wer­den wir unse­re Sto­ries in der Hal­le 4 prä­sen­tie­ren, an der Sei­te ande­rer füh­ren­der Tech­no­lo­gie­an­bie­ter, anstatt in den tra­di­tio­nel­len Stap­ler­pa­vil­lons, wo wir in den ver­gan­ge­nen Jah­ren aus­ge­stellt haben,“ sagt Mat­thi­as Fischer, Pre­si­dent und CEO, Toyo­ta Mate­ri­al Hand­ling Euro­pe.

Auf der kom­men­den Han­no­ver Mes­se (20. bis 24. April 2020) prä­sen­tie­ren ins­ge­samt rund 6 000 Unter­neh­men aus aller Welt Pro­duk­te und Lösun­gen, dar­un­ter eine Viel­zahl an Logis­tik­lö­sun­gen aus unter­schied­li­chen Aus­stel­lungs­be­rei­chen. Zu den Anbie­tern zäh­len Auto­sto­re, Hänel, Metal­si­stim, STILL, Toyo­ta Mate­ri­als Hand­ling, Sick, Sie­mens und SEW sowie Ama­zon Web Ser­vices, Micro­soft, Ora­cle, PSI, SAP, die Soft­ware AG oder vias­to­re sys­tems. Sie alle zei­gen, wel­che Poten­zia­le durch Digi­ta­li­sie­rung geho­ben wer­den kön­nen bezie­hungs­wei­se wie Logis­tik­pro­zes­se künf­tig digi­tal gesteu­ert wer­den. Dar­über hin­aus bie­tet die Han­no­ver Mes­se auch klei­nen IT-Unter­neh­men mit dem IT Gemein­schafts­stand eine her­vor­ra­gen­de und kos­ten­güns­ti­ge Mög­lich­keit, ihre IT-Kom­pe­tenz im indus­tri­el­len und inter­na­tio­na­len Umfeld der Han­no­ver Mes­se zu prä­sen­tie­ren.

Erst­mals haben auch Logis­tik­dienst­leis­ter auf der Han­no­ver Mes­se eine eige­ne Platt­form. Gemein­sam mit der DVZ betreibt sie das CAMP Logistics in der Hal­le 4 inklu­si­ve eige­ner Büh­ne mit aktu­el­lem Pro­gramm. Dort wer­den die ver­bin­den­den Sup­ply-Chain-The­men im Dia­log mit der Indus­trie dis­ku­tiert. Block­chain, Green Ener­gy, Droh­nen und Low-cost sen­sor solu­ti­ons im Lager, Big Data Ana­ly­tics in der Risi­ko­be­wer­tung oder Start-ups in der Logis­tik sind nur eini­ge der ange­dach­ten The­men.

Logistik Forum mit zukunftsgerichteten Themen

Eine wei­te­re inhalt­li­che Büh­ne bie­tet das Logis­tik­fo­rum in der Hal­le 2. Dort geht es an fünf Mes­se­ta­gen um aktu­el­le The­men wie Platt­form­öko­no­mie, künst­li­che Intel­li­genz, neue Geschäfts­mo­del­le, Droh­nen und auto­no­me Fahr­zeu­ge oder inno­va­ti­ve Stra­te­gi­en in der Han­dels­lo­gis­tik. „Die dort dis­ku­tier­ten The­men bewe­gen häu­fig nicht nur die Logis­tik, son­dern auch die Indus­trie. Platt­form­öko­no­mie ist ein sol­ches The­ma. Hier besteht die Gefahr, dass ein Bran­chen­frem­der eine Platt­form­lö­sung ent­wi­ckelt. Daher arbei­ten vie­le mit­tel­stän­disch gepräg­te Indus­trie­un­ter­neh­men an eige­nen Lösun­gen“, sagt Ogbu­ka­gu.

Ein wei­te­res mes­se­über­grei­fen­des The­ma ist der Ein­satz von künst­li­cher Intel­li­genz in der Logis­tik. Das Poten­zi­al dafür ist enorm. Nach Exper­ten­mei­nung wird die Logis­tik die ers­te Bran­che sein, in der sich KI-Ver­fah­ren mas­sen­haft durch­set­zen wer­den.

Robo­tik gewinnt eben­falls in der Logis­tik an Bedeu­tung. Damit gemeint sind sowohl die klas­si­schen Robo­ter oder Cobots sowie fah­rer­lo­se Trans­port­sys­te­me.

Daten­si­cher­heit inter­es­siert eben­falls alle an der Sup­ply Chain betei­lig­ten Unter­neh­men. Die Daten müs­sen zwi­schen dem Pro­du­zen­ten, dem Logis­ti­ker und dem Kun­den geteilt wer­den. Dafür spielt ein ein­heit­li­cher, siche­rer Daten­raum eine gro­ße Rol­le, damit Unter­neh­men sicher sein kön­nen, dass die Daten nur für die von ihnen frei­ge­ge­be­nen Aktio­nen genutzt wer­den.

Inhalt­li­che Part­ner des Forums sind die Bun­des­ver­ei­ni­gung Logis­tik (BVL), das Fraun­ho­fer-Insti­tut für Mate­ri­al­fluss und Logis­tik IML, der Ver­band Deut­scher Maschi­nen und Anla­gen­bau (VDMA) mit den Fach­ver­bän­den För­der­tech­nik und Intra­lo­gis­tik sowie Soft­ware und Digi­ta­li­sie­rung.

IFOY Award Verleihung

Am Mes­se­mon­tag, dem 20. April 2020, wird der IFOY Award im Rah­men der Han­no­ver Mes­se ver­lie­hen. Auf der Forums­büh­ne wer­den die bes­ten Intra­lo­gis­tik­pro­duk­te und ‑lösun­gen des Jah­res in unter­schied­li­chen Kate­go­ri­en aus­ge­zeich­net.