In Anla­gen der Nahrungs‑, Genuss­mit­tel- und Phar­ma­in­dus­trie ist eine hohe Anla­gen­ver­füg­bar­keit unab­ding­bar, schließ­lich kos­ten unnö­ti­ge Still­stands­zei­ten Geld. Wartungs‑, Umbau- oder Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men gilt es also schnellst­mög­lich umzu­set­zen. Am bes­ten holt man sich dafür kom­pe­ten­te Part­ner ins Haus, die pas­sen­de Ser­vice­pa­ke­te anla­gen­spe­zi­fisch pla­nen, aus­füh­ren und dank kla­rer Preis­struk­tu­ren auch noch die Bud­ge­tie­rung erleich­tern. Eine Anwen­dung aus der Geträn­ke­ab­fül­lung lie­fert dafür ein gutes Bei­spiel.

Das Fami­li­en­un­ter­neh­men Grop­per pro­du­ziert an sei­nem Stand­ort in Stock­ach Direkt­säf­te für Han­dels­un­ter­neh­men in ganz Euro­pa. 1929 als klei­ne Mol­ke­rei in Donau­wörth gegrün­det, steht der Mit­tel­ständ­ler mit mitt­ler­wei­le zir­ka 900 Mit­ar­bei­tern in der Lebens­mit­tel­in­dus­trie heu­te für qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge, inno­va­ti­ve Pro­duk­te. Pro­du­ziert wird auf moderns­ten Anla­gen, die im Drei­schicht­be­trieb arbei­ten. „Damit die Pro­duk­ti­on zuver­läs­sig läuft, tun wir alles, um außer­plan­mä­ßi­ge Still­stands­zei­ten zu ver­mei­den,“ berich­tet Mat­thi­as Theu­er­kauf, Lei­ter der Instand­hal­tung bei Grop­per am Stand­ort Stock­ach. „Unse­re sie­ben­köp­fi­ge Instand­hal­tungs-Mann­schaft über­nimmt das Tages­ge­schäft und ein­mal im Jahr wer­den die Anla­gen vom Her­stel­ler gewar­tet.“

Individueller Serviceplan

Aller­dings gibt es in Stock­ach noch wei­te­re War­tungs­ar­bei­ten, die für einen rei­bungs­lo­sen Pro­duk­ti­ons­be­trieb not­wen­dig sind: So sind an den bei­den Abfüll­an­la­gen für Direkt­säf­te, die eine Kapa­zi­tät von 25.000 Fla­schen pro Stun­de haben, allein an den Füll­köp­fen jeweils 54 Ven­ti­le im Ein­satz. Im Pro­zess­teil jeder Anla­ge sind wei­ter­hin 108 Ven­ti­le ver­schie­de­ner Her­stel­ler ver­baut, die den Grob- und Fein­strom regeln. Die ins­ge­samt 324 Ven­ti­le müs­sen zuver­läs­sig funk­tio­nie­ren, also in regel­mä­ßi­gen Abstän­den gewar­tet oder aus­ge­tauscht wer­den, damit sich Aus­fäl­le und Pro­duk­ti­ons­still­stand ver­mei­den las­sen. Im Rah­men der „gro­ßen“ Anla­gen­war­tung war dies nicht rea­li­sier­bar und „neben­bei“ konn­te die haus­ei­ge­ne Instand­hal­tungs-Mann­schaft die­se doch recht kom­ple­xe Auf­ga­ben­stel­lung nicht stem­men. Grop­per hol­te sich des­halb die Flui­dik­ex­per­ten von Bür­kert Flu­id Con­trol Sys­tems ins Boot. Der kom­pe­ten­te Ansprech­part­ner für kom­ple­xe Sys­tem­lö­sun­gen und inno­va­ti­ve Pro­duk­te bie­tet sei­nen Kun­den neben dem Engi­nee­ring auch ein umfas­sen­des Ser­vice­an­ge­bot, das den kom­plet­ten Pro­dukt­le­bens­zy­klus beglei­tet. „Zu unse­rem Bür­kert-Plus-Rund-um-Ser­vice gehö­ren Anla­gen­mo­der­ni­sie­rung, War­tung, Inbe­trieb­nah­me und Mit­ar­bei­ter-Schu­lung eben­so wie Stör­fall­be­sei­ti­gung“, erläu­tert Tho­mas Wetsch­ei, Lei­ter des Bür­kert-Plus-Ser­vice. Die Ser­vice-Pake­te wer­den zudem kun­den- und anla­gen­spe­zi­fisch zusam­men­ge­stellt, inklu­si­ve aller Her­stel­ler.

Der Instand­hal­tungs­lei­ter Theu­er­kauf berich­tet, wie die Zusam­men­ar­beit begann: „Für War­tung der Füll­be­rei­che der bei­den Anla­gen mit ihrer Viel­zahl an Ven­ti­len such­ten wir 2017 einen neu­en Part­ner und luden dazu auch die Fir­ma Bür­kert ein. Die Spe­zia­lis­ten kamen zum ver­ein­bar­ten Ter­min zunächst völ­lig unver­bind­lich und ana­ly­sier­ten den Pro­zess wäh­rend einer Anla­gen­be­ge­hung. Anschlie­ßend erar­bei­ten sie einen detail­lier­ten Ser­vice­plan und boten uns die kom­plet­te War­tungs­leis­tung zum Fix­preis an. Wir star­te­ten dann im Novem­ber 2017 einen Pro­be­lauf und das Ergeb­nis hat gepasst.“

Seit­dem kommt das Team für jede der bei­den Anla­gen ein­mal im Jahr und führt in der geplan­ten Anla­gen­still­stands­zeit von Frei­tag­mor­gen bis Sonn­tag­nach­mit­tag alle not­wen­di­gen Maß­nah­men durch, wäh­rend auf der zwei­ten Anla­ge nor­mal wei­ter­pro­du­ziert wer­den kann. „Der Anwen­der braucht sich bei der War­tung um nichts küm­mern,“ betont Wetsch­ei. Das Tech­ni­ker-Team hat alle Werk­zeu­ge und Ersatz­tei­le dabei, auch wenn die­se von ande­ren Her­stel­lern stam­men und bleibt vor Ort, bis die Abfüll­an­la­ge am Mon­tag­mor­gen wie­der erfolg­reich in Betrieb gegan­gen ist. „Erst wenn alles zu unse­rer Zufrie­den­heit läuft, tre­ten die Tech­ni­ker den Heim­weg an“, ergänzt Theu­er­kauf.

 Regional, Teamgeist und Know-how

Auch Kun­den­nä­he ist ein wich­ti­ger Punkt, der für die exter­nen Ser­vice­spe­zia­lis­ten spricht. Stand­or­te für die hoch­qua­li­fi­zier­ten Ser­vice­teams sind zur­zeit das Tech­nik Cen­ter Süd am Fir­men-Haupt­sitz im süd­deut­schen Ingel­fin­gen und das Tech­nik Cen­ter Nord in Han­no­ver. „Das ermög­licht uns eine effek­ti­ve und effi­zi­en­te Arbeits­wei­se mit kur­zen Reak­ti­ons­zei­ten in ganz Deutsch­land“, fährt Wetsch­ei fort. „Wir sind inner­halb von drei bis vier Stun­den bei unse­ren Kun­den vor Ort; die Fahr­kos­ten sind natür­lich von vorn­her­ein in den Ser­vice­pau­scha­len ein­ge­plant. Uner­war­te­te Kos­ten ent­ste­hen also nicht. Außer­dem schät­zen es unse­re Kun­den, wenn die Tech­ni­ker aus der Regi­on kom­men, und sie es nicht mit zusam­men­ge­wür­fel­ten Mann­schaf­ten diver­ser Sub­un­ter­neh­mer zu tun haben“.

Bei Grop­per ist man jeden­falls davon über­zeugt, dass sich die Zusam­men­ar­beit mit dem Bür­kert-Plus-Team lohnt. „Die Tech­ni­ker haben viel Erfah­rung, das Team ist ein­ge­spielt, arbei­tet eigen­stän­dig und inte­griert sich per­fekt in unse­ren Betriebs­ab­lauf“, freut sich Theu­er­kauf. „Und von den Kos­ten her passt es auch. Ich weiß im Vor­feld, was auf uns zukommt, kann ent­spre­chend bud­ge­tie­ren und muss mit kei­nen unlieb­sa­men Über­ra­schun­gen rech­nen.“

Der Mehrwert rechnet sich

Letzt­end­lich kann sich ein sol­ches Vor­ge­hen für jeden Anla­gen­be­trei­ber loh­nen, denn durch plan­mä­ßi­ge War­tung las­sen sich die Anla­gen­leis­tung opti­mie­ren und Betriebs­kos­ten sen­ken, da unge­plan­te Aus­fall- und Still­stands­zei­ten mini­miert wer­den oder gar nicht mehr vor­kom­men. Außer­dem erstel­len die Ser­vice­tech­ni­ker eine lücken­lo­se Doku­men­ta­ti­on der aus­ge­tausch­ten Tei­le, die als Nach­weis für bevor­ste­hen­de Audits die­nen kann. Auch Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men las­sen sich in ein Ser­vice­pa­ket inte­grie­ren. Eine Moder­ni­sie­rung der Pro­zess­pneu­ma­tik kann deut­li­che Ein­spa­run­gen brin­gen. Anla­gen­be­trei­ben kön­nen dadurch dem stei­gen­den Kos­ten­druck begeg­nen. Bedarfs­ana­ly­sen, Lecka­ge­mes­sun­gen und Opti­mie­run­gen des Druck­luft­sys­tems sen­ken den Ener­gie­be­darf und tra­gen zu einem posi­ti­ven Umwelt­ma­nage­ment bei, zudem erhöht sich die Anla­gen­ver­füg­bar­keit. Mit­ar­bei­ter­schu­lun­gen sind oft eben­falls eine Maß­nah­me, die sich rech­net. Sie stei­gern die Kom­pe­tenz des Bedien­per­so­nals, was eben­falls das Betriebs­er­geb­nis ver­bes­sert.

Bür­kert auf der Brau Bevia­le 2019: Hal­le 6, Stand 133