Yaskawa verstärkt seine Präsenz in Europa und baut die erste europäische Roboterfabrik in Slowenien. „Damit setzen wir unsere Strategie, einen Premium-Kunden-Service zu bieten, konsequent um“, so Bruno Schnekenburger, President Robotics Division Europe. Neben drei weiteren Bauprojekten in Europa wurde am 2. November in der slowenischen Stadt Kočevje der Spatenstich für dieses zukunftsweisende Projekt gesetzt.

Mit mehr als 380.000 installierten Einheiten ist Yaskawa nach eigenen Angaben einer der weltweit größten Akteure im Bereich Industrieroboter und darüber hinaus ein international führender Anbieter von Antriebs- und Automationstechnik. In Europa verfolgt das Unternehmen eine ambitionierte Expansionsstrategie: Ziel ist es, mittelfristig in strategischen Zielmärkten auch in Europa zu den führenden Herstellern von Industrierobotern zu zählen.

Ab 2018 sollen die ersten Motoman-Roboter des Herstellers aus rein europäischer Fertigung produziert werden. Dafür werden jetzt eine neue Roboterproduktion sowie ein neues europäisches Entwicklungszentrum für Robotik in Slowenien gebaut. Das Werk soll etwa 80 Prozent des europäischen Bedarfs an Robotern decken. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 25 Millionen Euro. Außerdem sollen hierfür bei Yaskawa rund zweihundert neue Arbeitsplätze entstehen und weitere bei den europäischen Zulieferern. Insgesamt beschäftigt die Robotics Division des Anbieters aktuell europaweit circa 960 Mitarbeiter, davon knapp ein Drittel in Deutschland. Insgesamt beschäftigt Yaskawa rund 350 Entwicklungs- und Applikationsingenieure in Europa.

Bruno Schnekenburger, President der Robotics Division von Yaskawa Europe, sagte anlässlich der Eröffnung: „Die neuen Produktions- und Entwicklungskapazitäten ermöglichen uns, unseren Kunden in Europa kürzeste Lieferzeiten sowie erweiterte Möglichkeiten an kundenspezifischen Robotiklösungen anzubieten.“ So soll die Zusammenarbeit vertieft und gemeinsam mit Maschinenbaukunden und Systemintegratoren weitere Marktanteile ausgebaut werden. „Mit den erweiterten regionalen Entwicklungskapazitäten rücken wir noch näher an europäische Markt- und Techniktrends heran“, so Schnekenburger weiter. „Europa ist in vielen Technologien führend und wir wollen unseren Kunden konsequent zeigen, dass wir gerne hier sind, um mit ihnen noch effizientere Lösungen zu entwickeln“, ergänzte Manfred Stern, President und CEO von Yaskawa Europe.

Drei weitere Großprojekte

Neben dem neuen Roboterwerk baut das Unternehmen aktuell an drei weiteren Großprojekten: Mehr als 10.000 m² Produktions- und Bürofläche werden in Nantes, Frankreich errichtet. In Torsås, Schweden entstehen eine neue Fabrikhalle sowie neue Büroarbeitsplätze. Die Fertigstellung dieser neuen Gebäude ist ebenfalls für Ende 2018 geplant. Bereits weit fortgeschritten ist hingegen der Erweiterungsbau mit 4.000 m² Produktions- und Lagerfläche sowie 1.200 m² Bürofläche am europäischen Hauptsitz für Robotics in Allershausen, Deutschland, der bereits im Januar 2018 bezogen werden soll.

Die Investitionen sind Teil der Europa-Initiative des Konzerns, wie sie Ende letzten Jahres von Hiroshi Ogasawara, President und CEO von Yaskawa Electric, sowie von Manfred Stern, Corporate Vice President Yaskawa Electric und CEO der Yaskawa Europe, auf einer Pressekonferenz in Frankfurt vorgestellt wurde. Neben dem Ausbau der Infrastruktur beinhaltet die Strategie auch die Stärkung des Entwicklungs- und Applikations-Engineering sowie Akquisitionen, um die Bereiche Energie und Marine zu stärken.