Einen eige­nen Renn­wa­gen kon­stru­ie­ren und bau­en. Nicht gera­de ein all­täg­li­cher Zeit­ver­treib. Genau damit beschäf­ti­gen sich aber Stu­den­ten der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Nürn­berg Georg Simon Ohm mit Lei­den­schaft. Die For­mu­la Stu­dent macht’s mög­lich: Stu­den­ten arbei­ten hier als Team von Ent­wick­lern, Kon­struk­teu­ren, Ein­käu­fern, Pro­jekt­pla­nern, Con­trol­lern und Renn­fah­rern.

Jedes Jahr tre­ten in dem inter­na­tio­na­len Wett­be­werb Stu­den­ten­teams mit einem selbst kon­stru­ier­ten und gebau­ten voll­elek­tri­schen For­mel­renn­wa­gen gegen­ein­an­der an. Das gan­ze theo­re­ti­sche Wis­sen, das die Stu­den­ten an der Hoch­schu­le ver­mit­telt bekom­men set­zen sie hier in die Tat um. Am Ende steht ein fer­ti­ger Renn­wa­gen, der ca. 100 Sei­ten tech­ni­sche Richt­li­ni­en erfül­len muss inklu­si­ve einem zuge­hö­ri­gen Ver­mark­tungs­plan.

E-Mobilität vorantreiben

Wir freu­en uns, dass jun­ge Leu­te sich so für Tech­nik begeis­tern. Das ist die Moti­va­ti­on, die auch ein Indus­trie­un­ter­neh­men wie Bau­mül­ler braucht“, sagt Andre­as Bau­mül­ler, Geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der Bau­mül­ler Grup­pe. Bau­mül­ler för­dert dar­um Strohm + Söh­ne, das For­mu­la Stu­dent Team der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Nürn­berg mit Geld- und Sach­spen­den sowie unter­stüt­zen­der Zusam­men­ar­beit. Mit sei­ner lang­jäh­ri­gen Erfah­rung als Antriebs- und Auto­ma­ti­sie­rungs­spe­zia­list für mobi­le Anwen­dun­gen hat Bau­mül­ler außer­dem gro­ßes Inter­es­se an Pro­jek­ten, die die E-Mobi­li­tät vor­an­trei­ben.

Am 28. Juni 2018 stell­te das Team den neu­en Renn­wa­gen „NoRa 5“ vor. „Wir haben extra eine Sai­son aus­ge­setzt, um 2018 per­fekt vor­be­rei­tet und mit einem voll ein­satz­fä­hi­gen Renn­wa­gen an den Start gehen zu kön­nen“, erklärt Team­lei­te­rin Michae­la Gre­mer und freut sich über das erfolg­rei­che Roll­out des Renn­wa­gens. Das ers­te Mal rich­tig zum Ein­satz kam „NoRa 5“ vom 11. bis zum 15. Juli in Ita­li­en. Dort tra­ten Strohm + Söh­ne im Wett­be­werb gegen Teams aus aller Her­ren Län­der an. Nur wer die anspruchs­vol­le tech­ni­sche Abnah­me schaff­te, wur­de zu wei­te­ren Dis­zi­pli­nen, wie zum Bei­spiel dem Beschleu­ni­gungs­test und der Königs­dis­zi­plin: dem Aus­dau­er­ren­nen über 22,5 km zuge­las­sen.