Ana­log Devices gab die Über­nah­me der Fir­ma Test Motors bekannt. Das im spa­ni­schen Bar­ce­lo­na ansäs­si­ge Unter­neh­men hat sich auf die vor­aus­schau­en­de Instand­hal­tung von Elek­tro­mo­to­ren und Gene­ra­to­ren spe­zia­li­siert und betä­tigt sich als Anbie­ter von Pro­duk­ten und Dienst­leis­tun­gen, die Feh­ler in Elek­tro­mo­to­ren erken­nen, bevor sie sich schäd­lich auf die Pro­duk­ti­ons­zy­klen aus­wir­ken. Ergän­zend wer­den Vor­schlä­ge gege­ben, wie und wann die Feh­ler zu behe­ben sind. Mit die­ser Über­nah­me erwei­tert ADI sein Port­fo­lio an zustands­ba­sier­ten Über­wa­chungs­lö­sun­gen, mit denen sich Feh­ler an Anla­gen iden­ti­fi­zie­ren las­sen, bevor es zu Still­stän­den und kata­stro­pha­len Aus­fäl­len kommt.

Die Über­nah­me baut auf der 2018 erfolg­ten Akqui­si­ti­on der Fir­ma Oto­Sen­se durch Ana­log Devices auf. Die­ses Start-up-Unter­neh­men ent­wi­ckel­te so genann­te Sen­sing-Inter­pre­ta­ti­on-Soft­ware mit der Fähig­keit, Klän­ge oder Vibra­tio­nen zu erler­nen und zu erken­nen und poten­zi­el­le Pro­ble­me in einer Maschi­ne oder einem Auto zu iden­ti­fi­zie­ren, bevor die­se ein gra­vie­ren­des Aus­maß errei­chen. Die auf Sen­sing Inter­pre­ta­ti­on spe­zia­li­sier­te KI-Platt­form von Oto­Sen­se ermög­licht die Über­wa­chung belie­bi­ger Anla­gen unab­hän­gig von deren Stand­ort. Ana­log Devices beab­sich­tigt die Kom­bi­na­ti­on der Oto­Sen­se-Soft­ware mit den Über­wa­chungs­fä­hig­kei­ten von Test Motors, um Lösun­gen zu rea­li­sie­ren, die eine erwei­ter­te, ganz­heit­li­che Moment­auf­nah­me des Maschi­nen­zu­stands lie­fern, indem sie ein umfang­rei­che­res Spek­trum poten­zi­el­ler Aus­fäl­le abde­cken.

Die Instand­hal­tung von Maschi­nen stützt sich in hohem Maße auf erfah­re­ne Tech­ni­ker und Inge­nieu­re mit der Fähig­keit zur Detek­tie­rung und Dia­gno­se von Pro­ble­men, die zu unge­plan­ten Still­stän­den füh­ren kön­nen“, erläu­tert Kevin Car­lin, Vice Pre­si­dent der Auto­ma­ti­on and Ener­gy Group bei Ana­log Devices. „Aller­dings kann die Zahl der geschul­ten Fach­leu­te nicht mit dem Bedarf Schritt hal­ten, denn die Zahl der instand zuhal­ten­den Maschi­nen nimmt rapi­de zu. Getrie­ben durch die Über­nah­me von Test Motors und Oto­Sen­se, wer­den die zustands­ba­sier­ten Über­wa­chungs-Appli­ka­tio­nen von ADI das Pro­blem des man­geln­den Fach­per­so­nals ange­hen. Hier­zu wird den Kun­den ein Sys­tem zur Ver­fü­gung gestellt, das etwai­ge Ano­ma­li­en umfas­send und früh­zei­tig detek­tie­ren kann, sodass uner­war­te­te und kost­spie­li­ge Maschi­nen­still­stän­de ver­mie­den wer­den.“

Das Team von Test Motors wird in die Auto­ma­ti­on and Ener­gy Group von ADI ein­ge­glie­dert wer­den und als Key Tech­no­lo­gy Group ope­rie­ren. Über die finan­zi­el­len Aspek­te der Über­nah­me wur­de nichts ver­öf­fent­licht.

Wir sind über­aus ange­tan davon, künf­tig zu Ana­log Devices zu gehö­ren und mit den Exper­ten des Unter­neh­mens für indus­tri­el­le Tech­nik zusam­men­zu­ar­bei­ten“, erklärt Emi­li Vale­ro, ehe­ma­li­ger CEO von Test Motors. „Die Kom­bi­na­ti­on unse­rer Tech­no­lo­gie und unse­rer Exper­ti­se wird uns in die Lage ver­set­zen, die nächs­te Genera­ti­on zustands­ba­sier­ter Über­wa­chungs­lö­sun­gen zu ent­wi­ckeln. Die­se ist dafür aus­ge­legt, die Lebens­dau­er von rotie­ren­den, elek­tri­schen und nicht­elek­tri­schen Maschi­nen in Pro­duk­ti­ons­an­la­gen deut­lich zu ver­län­gern und signi­fi­kan­te Kos­ten­sen­kun­gen zu erzie­len, von denen sowohl die Unter­neh­men als auch die Kon­su­men­ten pro­fi­tie­ren.“

Die zustandsbasierten Überwachungslösungen von ADI

Bei der zustands­ba­sier­ten Über­wa­chung geht es nicht nur um eine bestimm­te Tech­no­lo­gie. Es han­delt sich viel­mehr um eine sys­tem­ori­en­tier­te Lösung, die nach einer Kom­bi­na­ti­on aus Tech­no­lo­gi­en und Lösungs-Über­le­gun­gen ver­langt. Das Tech­no­lo­gie­port­fo­lio von Ana­log Devices ermög­licht der­ar­ti­ge Lösun­gen mit­hil­fe bahn­bre­chen­der Ent­wick­lun­gen im Bereich der MEMS-Sen­so­ren (mikro-elek­tro­me­cha­ni­sche Sys­te­me), der fle­xi­blen Signal­auf­be­rei­tungs- und Daten­wand­lungs-Tech­no­lo­gi­en, der Ver­ar­bei­tungs- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons-Lösun­gen in Ver­bin­dung mit dem Power-Port­fo­lio, wor­aus opti­mier­te, draht­lo­se und lei­tungs­ge­bun­de­ne Lösun­gen für die zustands­ba­sier­te Über­wa­chung resul­tie­ren. Das Zusam­men­füh­ren die­ser Tech­no­lo­gie zu einer pra­xis­taug­li­chen Lösung setzt Fach­wis­sen vor­aus, das anla­gen- und anwen­dungs­be­zo­ge­ne Kennt­nis­se sowie Aspek­te des mecha­ni­schen Designs und der Zusatz­aus­stat­tun­gen umfasst und außer­dem nach der Fähig­keit ver­langt, Infor­ma­tio­nen in Dia­gno­se-Algo­rith­men zu ver­wan­deln.