Bis 2015 muss­ten tech­ni­sche Anla­gen in explo­si­ons­ge­fähr­de­ten Berei­chen aus­schließ­lich vor der Inbe­trieb­nah­me in ihrer Gesamt­heit inspi­ziert wer­den. Eine regel­mä­ßi­ge Prü­fung war nur für ein­zel­ne Gerä­te vor­ge­se­hen. Die Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung (§ 16 in Ver­bin­dung mit Anhang 2, Abschnitt 3, Num­mer 5.1) als maß­geb­li­che gesetz­li­che Rege­lung schreibt seit Juni 2015 vor, dass die­se Anla­gen nun auch wie­der­keh­rend auf ihre Explo­si­ons­si­cher­heit zu prü­fen sind. Die Über­gangs­frist hier­zu läuft am 31. Mai 2018 aus. Dar­auf weist der TÜV Rhein­land hin.

Für die wie­der­keh­ren­de Prü­fung muss jeder Betrei­ber recht­zei­tig Vor­be­rei­tun­gen tref­fen: „Eine plau­si­ble Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung ist die unver­zicht­ba­re Grund­la­ge“, sagt Ralf Schmitt, tech­ni­scher Lei­ter der zuge­las­se­nen Über­wa­chungs­stel­le für Brand- und Explo­si­ons­schutz beim TÜV Rhein­land. Wesent­li­che Inhal­te die­ses Doku­ments sind die sys­te­ma­ti­sche Ermitt­lung der Gefähr­dun­gen, die Fest­le­gung geeig­ne­ter Schutz­maß­nah­men sowie die Art und Umfang der Prü­fun­gen.

Um den schnel­len Ablauf der Prü­fung zu ermög­li­chen, ist es wich­tig, dass eine voll­stän­di­ge Doku­men­ta­ti­on vor­liegt. „Wir raten den Betrei­bern, für die Prü­fung alle rele­van­ten Doku­men­te zusam­men­zu­stel­len und bereit­zu­hal­ten“, sagt Schmitt. Dazu gehö­ren Auf­zeich­nun­gen aus Prü­fun­gen ins­be­son­de­re von Lüf­tungs­an­la­gen, Gas­warn­ein­rich­tun­gen, von elek­tri­schen und nicht-elek­tri­schen Gerä­ten sowie Schutz­sys­te­men. „Damit kann die Prü­fung deut­lich effi­zi­en­ter durch­ge­führt wer­den“, so der Exper­te. Unter­neh­men, die beson­ders umfas­send und sys­te­ma­tisch vor­ge­hen wol­len, imple­men­tie­ren ein Manage­ment­sys­tem für den Explo­si­ons­schutz. Die­ses sys­te­ma­ti­siert die Rege­lun­gen bei­spiels­wei­se von Schnitt­stel­len, Ver­ant­wort­lich­kei­ten und Kom­pe­ten­zen.