Sprach- und Fachkompetenz in Sachen Gesundheit

Wer schon ein­mal im Aus­land einen Unfall hat­te oder krank gewor­den ist, weiß, wie wich­tig gera­de in sol­chen Aus­nah­me- und Stress­si­tua­tio­nen eine rei­bungs­lo­se Ver­stän­di­gung in der Lan­des­spra­che ist. Das kön­nen auch Ärz­te, The­ra­peu­ten und Pfle­ge­kräf­te hier­zu­lan­de bestä­ti­gen, die im Umgang mit nicht-deutsch­spra­chi­gen Pati­en­ten immer wie­der erle­ben, wie sehr es auf eine kor­rek­te und unmiss­ver­ständ­li­che Über­tra­gung medi­zi­ni­scher Sach­ver­hal­te von der einen in die ande­re Spra­che ankommt. Schließ­lich geht es um die Gesund­heit der Men­schen.

Essen­zi­ell beim Dol­met­schen von Gesprä­chen im medi­zi­ni­schen Umfeld bzw. beim Über­set­zen schrift­li­cher Tex­te (z. B. Befun­de, Auf­klä­rungs­bö­gen, Gerä­te­be­schrei­bun­gen etc.) sind daher nicht nur pro­fun­des Fach­wis­sen und die Beherr­schung der spe­zi­fi­schen Ter­mi­no­lo­gie in bei­den Spra­chen, son­dern auch die genaue Kennt­nis der ver­schie­de­nen Gesund­heits­sys­te­me und der kul­tu­rel­len Unter­schie­de. Gefragt sind also pro­fes­sio­nel­le Dol­met­scher und Über­set­zer, wie sie in der Fach­lis­te Medi­zin, Phar­ma­zie und Medi­zin­tech­nik zu fin­den sind, die der BDÜ nun bereits in drit­ter Auf­la­ge her­aus­gibt.

In der Neu­auf­la­ge 2019/2020 des Ver­zeich­nis­ses sind rund 200 Exper­ten für die­sen Fach­be­reich mit ihren Kon­takt­da­ten auf­ge­führt. Sie decken ins­ge­samt mehr als 30 Spra­chen und – von All­er­go­lo­gie bis Zahn­tech­nik – eine Viel­zahl medi­zi­ni­scher Spe­zi­al­ge­bie­te ab. Die Fach­lis­te ist in die bei­den Tätig­keits­fel­der Über­set­zen und Dol­met­schen unter­teilt und nach Spra­chen sor­tiert. Jeder Ein­trag infor­miert detail­liert über die ange­bo­te­nen Sprach­kom­bi­na­tio­nen, Fach­ge­bie­te, Arten von Doku­men­ten, die über­setzt wer­den, und sons­ti­ge Leis­tun­gen bzw. Zusatz­qua­li­fi­ka­tio­nen. Außer­dem ent­hält die Bro­schü­re wert­vol­le Tipps zur Auf­trags­ver­ga­be und infor­miert in einem geson­der­ten Teil dar­über, was es beim Dol­met­schen in medi­zi­ni­schen Set­tings unbe­dingt zu beach­ten gilt.

Alle in der Fach­lis­te ver­zeich­ne­ten Spe­zia­lis­ten sind Mit­glied im BDÜ und muss­ten zur Auf­nah­me in den Ver­band ihre Qua­li­fi­ka­ti­on für den Beruf nach­wei­sen. Zudem sind alle Mit­glie­der an die Berufs- und Ehren­ord­nung des BDÜ gebun­den, mit der sie sich zu den Stan­dards einer pro­fes­sio­nel­len Berufs­aus­übung ver­pflich­ten. Dazu zählt unter ande­rem auch die Pflicht zur Ver­schwie­gen­heit. Vor dem Hin­ter­grund, dass die bei­den Berufs­be­zeich­nun­gen Dol­met­scher und Über­set­zer nicht geschützt sind, kön­nen Auf­trag­ge­ber so sicher sein, in der Fach­lis­te Medi­zin nur qua­li­fi­zier­te Sprach­dienst­leis­ter zu fin­den.

Das aktu­el­le Ver­zeich­nis steht jetzt im PDF-For­mat auf der BDÜ-Web­site unter https://fachlisten.bdue.de zum Her­un­ter­la­den bereit oder kann als Bro­schü­re per E‑Mail an service@bdue.de bestellt wer­den.