RISPR-Lizenzvereinbarung zur Förderung von Innovationen

Merck, ein Wis­sen­schafts- und Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men, und das US-ame­ri­ka­ni­sche Broad Insti­tu­te of MIT and Har­vard (Bos­ton, Mas­sa­chu­setts), haben eine Ver­ein­ba­rung über die Ver­ga­be nicht-exklu­si­ver Lizen­zen auf geis­ti­ges Eigen­tum (intel­lec­tu­al pro­per­ty, IP) an der CRIS­PR-Tech­no­lo­gie bekannt gege­ben, das sich unter ihrer jewei­li­gen Kon­trol­le befin­det. Die Lizen­zie­rung rich­tet sich an den Ein­satz in der kom­mer­zi­el­len For­schung und Pro­dukt­ent­wick­lung.

Gemein­sam mit dem Broad Insti­tu­te ver­ein­fa­chen wir die Lizen­zie­rung der CRIS­PR-Tech­no­lo­gie, wodurch sie der inter­na­tio­na­len For­schungs­ge­mein­de in brei­te­rem Rah­men zur Ver­fü­gung gestellt wer­den kann“, sag­te Udit Batra, Mit­glied der Geschäfts­lei­tung von Merck und CEO Life Sci­ence. „Mit die­ser Ver­ein­ba­rung wer­den wir es unse­ren Kun­den leich­ter machen, in ihrer For­schung erfolg­reich zu sein, die die Ent­wick­lungs­zei­ten für Arz­nei­mit­tel zur Behand­lung bis­her nicht the­ra­pier­ba­rer Krank­hei­ten ver­kürzt.“

Das Broad Insti­tu­te und Merck haben sich zum Ziel gesetzt, allen Orga­ni­sa­tio­nen die Anwen­dung der Tech­no­lo­gie mit einer brei­te­ren Palet­te von CRIS­PR-Werk­zeu­gen zu ermög­li­chen. Um den Zugang für For­scher zu ver­ein­fa­chen, wird das Broad Insti­tu­te poten­zi­el­len Lizenz­neh­mern Lizen­zen am CRIS­PR-IP-Port­fo­lio von Merck und dem Broad Insti­tu­te zum Zwe­cke der inter­nen For­schung sowie für kom­mer­zi­el­le For­schungs­werk­zeu­ge und ‑kits anbie­ten. Im Rah­men der Ver­ein­ba­rung kön­nen Unter­neh­men, die CRISPR für ihre For­schungs- und Ent­wick­lungs­ak­ti­vi­tä­ten nut­zen, Lizen­zen für bei­de Bestän­de geis­ti­gen Eigen­tums über das Broad Insti­tu­te in Anspruch neh­men. Die Rah­men­ver­ein­ba­rung ist so gestal­tet, dass sich Inha­ber ande­rer Schlüs­sel­pa­ten­te in Zukunft dar­an betei­li­gen kön­nen – ent­we­der im Rah­men die­ser Ver­ein­ba­rung, über den Patent­pool eines Drit­ten oder eine Koope­ra­ti­on – um den nicht-exklu­si­ven Zugang zur CRIS­PR-Schlüs­sel­tech­no­lo­gie wei­ter zu ver­ein­fa­chen.

Unse­rer Ansicht nach soll­ten Inha­ber wich­ti­ger CRIS­PR-Paten­te zusam­men­ar­bei­ten, um den Zugang zu ermög­li­chen und zu ver­ein­fa­chen. Die­se Ver­ein­ba­rung steht bei­spiel­haft für eine Part­ner­schaft, die dazu bei­trägt, größt­mög­li­chen und ver­ein­fach­ten Zugang zu die­sen wich­ti­gen wis­sen­schaft­li­chen Werk­zeu­gen zu ermög­li­chen“, sag­te Issi Rozen, Chief Busi­ness Offi­cer des Broad Insti­tu­te. „Das Broad Insti­tu­te ver­gibt bereits nicht-exklu­si­ve CRIS­PR-Lizen­zen für sämt­li­che Anwen­dun­gen, mit Aus­nah­me der the­ra­peu­ti­schen Anwen­dung beim Men­schen. Wir enga­gie­ren uns aktiv für einen mög­lichst brei­ten und ein­fa­chen Zugang zu wich­ti­gem geis­ti­gem Eigen­tum an CRISPR.“

Vor die­sem Hin­ter­grund haben die bei­den Insti­tu­tio­nen ein gemein­sa­mes Rah­men­werk ent­wi­ckelt, das (1) wei­ter­hin nicht-exklu­si­ven Zugang zu IP gewährt, das vom Broad Insti­tu­te kon­trol­liert wird und sich in gemein­schaft­li­chem Besitz des Broad Insti­tu­te und sei­ner Part­ner befin­det (dar­un­ter die Har­vard Uni­ver­si­ty, das Mas­sa­chu­setts Insti­tu­te of Tech­no­lo­gy, das New York Geno­me Cen­ter, die New York Uni­ver­si­ty, die Rocke­fel­ler Uni­ver­si­ty, die Uni­ver­si­ty of Iowa Rese­arch Foun­da­ti­on, die Uni­ver­si­tät Tokio, das Whitehead Insti­tu­te for Bio­me­di­cal Rese­arch u.a.) und (2) nicht-exklu­si­ven Zugang zu IP von Merck gewährt, wobei bestimm­te Ein­schrän­kun­gen hin­sicht­lich Merck-IP bezüg­lich der Erstel­lung von Nage­tier­mo­del­len gel­ten.

Das Broad Insti­tu­te und Merck haben jeweils Richt­li­ni­en for­mu­liert, die den Ein­satz der Geno­me­di­tie­rung in der For­schung unter sorg­sa­mer Berück­sich­ti­gung von ethi­schen und gesetz­li­chen Stan­dards unter­stüt­zen. Das Broad Insti­tu­te hat auf sei­ner Web­site „insti­tu­tio­nel­le Richt­li­ni­en zur Lizen­zie­rung von geis­ti­gem Eigen­tum“ ver­öf­fent­licht. Merck hat mit dem Merck Bio­ethics Advi­so­ry Panel (MBAP) ein unab­hän­gi­ges, exter­nes bio­ethi­sches Bera­tungs­gre­mi­um ein­ge­rich­tet, das für For­schung, an der sei­ne Unter­neh­mens­be­rei­che betei­ligt sind, Ori­en­tie­rungs­hil­fe geben soll. Dazu gehört auch die For­schung zu oder mit­tels Geno­me­di­tie­rung. Das Unter­neh­men hat zudem unter Berück­sich­ti­gung wis­sen­schaft­li­cher und gesell­schaft­li­cher Fra­ge­stel­lun­gen eine kla­re ope­ra­ti­ve Posi­ti­on defi­niert, um viel­ver­spre­chen­den The­ra­pie­an­sät­zen für den Ein­satz in For­schung und Anwen­dun­gen den Weg zu berei­ten.