1878 mel­de­te Lorenz A. Enzin­ger, von der Fach­welt als „Ein­stein des Bie­res“ gefei­ert, den ers­ten Fil­ter­ap­pa­rat beim Kai­ser­li­chen Patent­amt an. Sei­ne inno­va­ti­ve Fil­ter­tech­nik präg­te das Brau­we­sen nach­hal­tig. Als Nach­fol­ge­un­ter­neh­men der Fir­ma L.A. Enzin­ger blickt KHS auf 150 Jah­re Erfah­rung in der Fil­tra­ti­on und Sta­bi­li­sie­rung von Bier zurück. Heu­te bie­ten die Bier­sta­bi­li­sier­an­la­gen der Eco­st­ab-Bau­rei­he den aktu­el­len Stand der Tech­nik.

Vor dem Hin­ter­grund eines wach­sen­den Export­an­teils ist die Bier­sta­bi­li­sie­rung inzwi­schen auch für mit­tel­stän­di­sche Braue­rei­en von gro­ßer Bedeu­tung. Denn nur so kön­nen sie eine lan­ge Pro­dukt­min­dest­halt­bar­keit sicher­stel­len, die für wei­te Trans­port­stre­cken unver­zicht­bar ist. Die Sta­bi­li­sie­rung erfolgt heu­te größ­ten­teils über eine Eiweiß- oder Gerb­stoff­re­du­zie­rung. Fil­tert der Brau­er einen die­ser Stof­fe in aus­rei­chend gro­ßer Men­ge aus dem Bier, ver­zö­gert sich des­sen Ein­trü­bung. Gro­ße Vor­tei­le bie­tet vor allem der Ein­satz des Sta­bi­li­sie­rungs­mit­tel Poly­vi­nyl­po­ly­pyr­ro­li­don (PVPP), da es rege­ne­ra­tiv, das heißt mehr­fach, ein­ge­setzt wer­den kann.

Ressourcensparende Produktion mit der Ecostab B

Bei der rege­ne­ra­ti­ven Bier­sta­bi­li­sie­rung mit PVPP setzt KHS mit der Eco­st­ab B Maß­stä­be. Die Anla­ge basiert auf der bewähr­ten KHS-Clear­Line-Rah­men­bau­wei­se. Alle rele­van­ten Bau­tei­le wie Pum­pen, Schalt­schrank sowie die Sta­bi­li­sier­säu­len befin­den sich in einem Gestell. Ein­zig der PVPP-Vor­rats­be­häl­ter steht geson­dert. Die modu­la­re Kon­struk­ti­on erlaubt ein fle­xi­bles Lay­out, wobei das gerin­ge Anla­gen­ge­wicht auch eine Instal­la­ti­on auf einer Büh­ne ermög­licht.

Die Eco­st­ab B ver­fügt über ein Leis­tungs­spek­trum von 75 bis zu 240 Hek­to­li­tern pro Stun­de. Dank modu­la­rer Bau­wei­se ist eine spä­te­re Leis­tungs- oder Kapa­zi­täts­er­wei­te­rung jeder­zeit mög­lich. Zudem zeich­net sich die Anla­ge durch nied­ri­ge Inves­ti­ti­ons­kos­ten aus. Im Ver­gleich zu Stan­dard­an­la­gen ver­braucht die Eco­st­ab B außer­dem bis zu 70 Pro­zent weni­ger PVPP. Wei­te­re Vor­tei­le erzielt die Maschi­ne in den Berei­chen Was­ser- und Kon­zen­trat­ein­spa­rung, Ver­schnitt­men­gen­re­du­zie­rung sowie Rüst­zei­ten, indem der hohe Flux von bis zu 45 Hek­to­li­ter pro Qua­drat­me­ter über die Fil­ter­sie­be zu einem sehr klei­nen Anla­gen­vo­lu­men führt. Vom Markt gefor­der­te tech­no­lo­gi­sche Wer­te wie eine Sauer­stoff­auf­nah­me von unter 10 ppb und PVPP-Ver­lus­te von unter 0,5 Pro­zent erreicht die Eco­st­ab B mühe­los.

Verstopfte Filterelemente gehören der Vergangenheit an

Wäh­rend der Pro­duk­ti­on dosiert die Anla­ge die rezep­tur­ge­steu­er­te vor­de­fi­nier­te Men­ge an PVPP pro­por­tio­nal in den Bier­strom. Das PVPP lagert sich an der Innen­sei­te der Fil­ter­ele­men­te an, das Bier durch­strömt die­se, wird sta­bi­li­siert und der nach­ge­la­ger­ten Maschi­ne zuge­führt. Nach der Pro­duk­ti­on wird das PVPP in den Vor­rats­be­häl­ter aus­ge­tra­gen und die Fil­ter­ele­men­te mit­tels rotie­ren­der Sprüh­köp­fe abge­r­ei­nigt. Ein Ver­blo­cken der Sieb­flä­chen ist somit nahe­zu aus­ge­schlos­sen.

Eben­so wie der Eco­st­ab B basiert auch die kon­ti­nu­ier­li­che Vari­an­te Eco­st­ab C auf der bewähr­ten KHS-Clear­Line-Rah­men­bau­wei­se. Kern­stück der Anla­ge sind die drei Sta­bi­li­sier­mo­du­le, von denen sich immer jeweils zwei in der Pro­duk­ti­on und eines im Rege­ne­ra­ti­ons­mo­dus befin­det. Mit einem Leis­tungs­spek­trum von 150 bis zu 600 Hek­to­li­ter pro Stun­de im kon­ti­nu­ier­li­chen Sta­bi­li­sie­rungs­be­trieb deckt die Eco­st­ab-C-Rei­he alle Anfor­de­run­gen des Mark­tes ab.