Da sich oro­di­sper­si­ble Tablet­ten (ODTs) direkt im Mund auf­lö­sen und ohne Was­ser ein­ge­nom­men wer­den kön­nen, sind sie beson­ders für Kin­der und Senio­ren geeig­net. Die Her­aus­for­de­rung bei der Ent­wick­lung sol­cher Schmelz­ta­blet­ten besteht dar­in, ein schnel­les Auf­lö­se­ver­hal­ten, gute Sta­bi­li­tät und ein ange­neh­mes Mund­ge­fühl mit einem kos­ten­ef­fi­zi­en­ten Pro­duk­ti­ons­pro­zess zu ver­bin­den. Dies erfor­dert spe­zi­el­le Hilfs­stof­fe, die sich von denen ande­rer ora­ler Dar­rei­chungs­for­men unter­schei­den. Mit Omya­pharm hat das Schwei­zer Unter­neh­men Omya einen phar­ma­zeu­ti­schen Hilfs­stoff ent­wi­ckelt, der die­se Her­aus­for­de­run­gen meis­tern kann. Der mul­ti­funk­tio­na­le Mine­ral­stoff besitzt sehr gute Trä­ger­ei­gen­schaf­ten und ermög­licht gleich­zei­tig eine hohe Fes­tig­keit sowie schnel­le Auf­lö­sung der ODTs.

Porös und stabil

Omya­pharm wird mit­hil­fe eines paten­tier­ten Rekris­tal­li­sa­ti­ons­pro­zes­ses aus natür­li­chem, hoch­rei­nem Cal­ci­um­car­bo­nat her­ge­stellt. Die­ser Vor­gang kann so gesteu­ert wer­den, dass der Hilfs­stoff je nach Wunsch eine spe­zi­fi­sche Ober­flä­che von 30 bis 180 Qua­drat­me­ter pro Gramm und eine mitt­le­re Par­ti­kel­grö­ßen­ver­tei­lung von zwei bis 30 Mikro­me­ter erhält. Omya­pharm-Par­ti­kel sind außen durch eine Lamel­len­struk­tur gekenn­zeich­net und besit­zen innen ein Netz­werk aus mit­ein­an­der ver­bun­de­nen Poren. Die­se Struk­tur ermög­licht die Her­stel­lung von Gra­nu­la­ten und anschlie­ßend Tablet­ten, die sowohl hoch­po­rös sind, als auch einen hohen Här­te­grad auf­wei­sen – Eigen­schaf­ten, die sich nor­ma­ler­wei­se umge­kehrt pro­por­tio­nal zu ein­an­der ver­hal­ten. Das Beson­de­re an Omya­pharm ist, dass die Lamel­len der Par­ti­kel wäh­rend der Gra­nu­la­ti­on inein­an­der­grei­fen. Dadurch ent­ste­hen zahl­rei­che Kon­takt­stel­len an der Ober­flä­che, die zu einer höhe­ren Zug­fes­tig­keit füh­ren und einen nied­ri­ge­ren Kom­pres­si­ons­druck erfor­dern als bei ande­ren phar­ma­zeu­ti­schen Hilfs­stof­fen. Durch den gerin­ge­ren Druck blei­ben die Gra­nu­la­te bezie­hungs­wei­se Tablet­ten porös, aber sta­bil, und kön­nen sich rasch auf­lö­sen.

Aus einer Hand

Omya lie­fert nicht nur fir­men­ei­ge­ne Cal­ci­um-Mine­ra­li­en, son­dern auch spe­zi­el­le Inhalts­stof­fe aus einem brei­ten Dis­tri­bu­ti­ons­port­fo­lio und kann dadurch ganz­heit­li­che Lösun­gen anbie­ten. So kön­nen maß­ge­schnei­der­te phar­ma­zeu­ti­sche und nut­ra­zeu­ti­sche Pro­duk­te ent­wi­ckelt wer­den, die aktu­el­len Markt­trends ent­spre­chen. Omyasprint bei­spiels­wei­se ist der Pro­to­typ einer Schmelz­ta­blet­te, die den Hilfs­stoff Omya­pharm und Vit­amin B12 ent­hält. Vit­amin B12 unter­stützt die kogni­ti­ve Gesund­heit, ist gut für das Immun­sys­tem und hilft, Müdig­keit zu ver­rin­gern. Als Schmelz­ta­blet­te ist Omyasprint so beschaf­fen, dass sie ohne Was­ser­zu­fuhr inner­halb weni­ger Sekun­den im Mund zer­fällt. Zudem ist sie dank Omya­pharm so sta­bil, dass sie in her­kömm­li­che Medi­zin­fla­schen gefüllt wer­den kann. Auf die­se Wei­se kön­nen Her­stel­ler Ver­pa­ckungs­kos­ten redu­zie­ren und die Abfül­lung ver­ein­fa­chen.

Ausgezeichnete Komprimierbarkeit

In einer Stu­die unter­such­ten Wis­sen­schaft­ler die Kom­pri­mier­bar­keit von Tablet­ten, die aus Omya­pharm-Gra­nu­la­ten pro­du­ziert wur­den und ver­gli­chen sie mit denen von Tablet­ten, die ent­we­der mit pul­ver­för­mi­gem Omya­pharm, ein­fa­chem Cal­ci­um­car­bo­nat, Man­ni­tol oder mikro­kris­tal­li­ner Cel­lu­lo­se her­ge­stellt wur­den.  Sie ana­ly­sier­ten die Zug­fes­tig­keit und die Poro­si­tät der Tablet­ten bei ver­schie­de­nem Druck. Das Ergeb­nis: Bei nied­ri­gem Kom­pres­si­ons­druck war die Zug­fes­tig­keit der Tablet­ten mit Omya­pharm höher als die der For­mu­lie­run­gen mit Man­ni­tol oder ein­fa­chem Cal­ci­um­car­bo­nat; und ver­gleich­bar mit der Zug­fes­tig­keit von Tablet­ten aus mikro­kris­tal­li­ner Cel­lu­lo­se. Zudem zeig­ten Omya­pharm-Tablet­ten im Test eine stär­ke­re Poro­si­tät als sol­che mit ande­ren Hilfs­stof­fen. In einem zwei­ten Schritt unter­such­ten die Wis­sen­schaft­ler mit Wirk­stof­fen bela­de­ne Tablet­ten. Die­se ent­hiel­ten Par­acet­amol und ent­we­der Omya­pharm-Pul­ver oder mikro­kris­tal­li­ne Cel­lu­lo­se. Sie fan­den her­aus, dass die Poro­si­tät der Omya­pharm-Tablet­ten – trotz des akti­ven phar­ma­zeu­ti­schen Inhalts­stof­fes – bei stei­gen­dem Kom­pres­si­ons­druck signi­fi­kant weni­ger abnimmt als die von Tablet­ten mit mikro­kris­tal­li­ner Cel­lu­lo­se.

Enormes Marktpotenzial

Stu­di­en wie die­se zei­gen, dass Omya­pharm für den ODT-Markt ein viel­ver­spre­chen­der phar­ma­zeu­ti­scher Hilfs­stoff ist. Da er direkt zu Gra­nu­la­ten ver­presst wer­den kann und hoch­po­rös ist, kann er Was­ser schnel­ler auf­neh­men und sich rascher auf­lö­sen als ver­gleich­ba­re Alter­na­ti­ven. Mit Omya­pharm her­ge­stell­te ODTs zer­fal­len im Mund in weni­ger als zehn Sekun­den. Um her­kömm­li­che ODTs bei der Ein­nah­me rasch disper­gie­ren zu las­sen, wer­den meist kost­spie­li­ge Ver­fah­ren wie Gefrier­trock­nung ange­wen­det. ODTs, die mit Omya­pharm her­ge­stellt wer­den, lösen sich dank ihrer hohen Poro­si­tät schnell und gleich­mä­ßig auf. Teu­res Pro­duk­ti­on­se­quip­ment ist somit nicht not­wen­dig. Neben Schmelz­ta­blet­ten kann der mul­ti­funk­tio­na­le Mine­ral­stoff auch für die Her­stel­lung kon­ven­tio­nel­ler Tablet­ten und Kap­seln ver­wen­det wer­den.

Nachhaltiges Wirtschaften

Mit eige­nen Abbau­ge­bie­ten auf der gan­zen Welt stellt Omya die Ver­füg­bar­keit hoch­rei­ner Mine­ra­li­en sicher und ver­pflich­tet sich zu nach­hal­ti­gen Geschäfts­prin­zi­pi­en – vom Roh­stoff­ab­bau über die Ver­ar­bei­tung und bis hin zum Ver­trieb. Dank über 130-jäh­ri­ger Erfah­rung in der Bear­bei­tung von Mine­ra­li­en, umfang­rei­chen For­schungs­in­ves­ti­tio­nen und eines hohen Enga­ge­ments im R&D‑Bereich pro­du­ziert das Unter­neh­men natür­li­che Mine­ral­stof­fe, die den höchs­ten regu­la­to­ri­schen und qua­li­ta­ti­ven Stan­dards der Lebensmittel‑, Phar­ma- und Kos­me­tik­in­dus­trie ent­spre­chen.