Merck erhält US-Patent für neuartige Kombination

Merck hat bekannt gege­ben, dass das United Sta­tes Patent and Trade­mark Office (USPTO) dem Unter­neh­men das Patent mit der Num­mer US 10,193,695 erteilt hat. Es betrifft die Bil­dung von „Cryp­to-Objek­ten“ – ein neu­ar­ti­ges Sicher­heits­ver­fah­ren, das künst­li­che Intel­li­genz (KI) und Block­chain-Tech­no­lo­gie ver­bin­det.

Die­ses neue Patent baut auf der Inno­va­ti­ons­dy­na­mik auf, die durch frü­he­re Paten­te gene­riert wur­de. Unse­re lang­jäh­ri­ge Erfah­rung im Geschäft mit Sicher­heits­ma­te­ria­li­en macht unser Unter­neh­men zu einem Bran­chen­ex­per­ten. Merck führt mitt­ler­wei­le die Ent­wick­lung von Block­chain-Tech­no­lo­gi­en an, wel­che sich auf die Kom­bi­na­ti­on von phy­si­schen Objek­ten und digi­ta­le Sicher­heit fokus­siert. Das hat ins­be­son­de­re Rele­vanz für Bran­chen, die auf zuver­läs­si­ge Pro­dukt­iden­ti­tät ange­wie­sen sind, wie etwa bei sicher­heits­kri­ti­schen Lie­fer­ket­ten der Phar­ma- oder Lebens­mit­tel­in­dus­trie.“

Isa­bel De Pao­li, Chief Stra­te­gy Offi­cer von Merck

Die neue Tech­no­lo­gie nutzt maschi­nel­les Ler­nen, um phy­si­sche Objek­te mit­tels ihrer eige­nen, ein­zig­ar­ti­gen Iden­ti­fi­zie­rungs­merk­ma­le oder „Fin­ger­ab­drü­cke“ mit einer Block­chain zu ver­bin­den. Als Fin­ger­ab­druck kön­nen Merk­ma­le, wie che­mi­sche Signa­tu­ren, DNA oder Bild­mus­ter, ver­wen­det wer­den. Die paten­tier­te Tech­no­lo­gie schafft die Vor­aus­set­zun­gen für die Kom­bi­na­ti­on von eta­blier­ten Iden­ti­fi­ka­ti­ons­me­tho­den (z. B. Bar­code-Scan­ner oder Mas­sen­spek­tro­me­trie) mit Block­chain-Tech­no­lo­gi­en und maschi­nel­lem Ler­nen, sodass Unter­neh­men ein neu­ar­ti­ger, inte­grier­ter Sicher­heits­an­satz und damit Gewiss­heit und Schutz bereit­ge­stellt wer­den kann.

Bis­her war Maschi­nen-zu-Maschi­nen-Les­bar­keit der Stan­dard­an­satz zur Ver­bin­dung von Objek­ten mit digi­ta­len Lie­fer­ket­ten­ab­läu­fen. Nun ermög­licht die dem Patent Nr. US 10,193,695 zugrun­de lie­gen­de Inno­va­ti­on eine Maschi­nen-zu-Objekt-Les­bar­keit, indem sie künst­li­che Intel­li­genz und Block­chain-Tech­no­lo­gie mit­ein­an­der ver­knüpft. Das neu­es­te Patent folgt auf die bereits publi­zier­ten Merck Paten­te Nr. US 10,002,362 und US 10,002,277, wel­che sowohl die Inte­gra­ti­on phy­si­scher Mate­ria­li­en in die digi­ta­le Welt betref­fen, als auch die Absi­che­rung der ent­spre­chen­den Hard­ware und die fun­da­men­ta­le Ver­bes­se­rung bereits bestehen­der Sicher­heits­as­pek­te.

Wie aus einem vor Kur­zem von Pri­ce­wa­ter­house­Coo­pers ver­öf­fent­lich­ten Bericht her­vor­geht, steigt die Not­wen­dig­keit einer ver­bes­ser­ten Lie­fer­ket­ten­in­te­gri­tät mit­tels neu­er Tech­no­lo­gi­en. Schät­zun­gen der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on WHO zufol­ge sind über 50% der auf ille­ga­len Web­sites gekauf­ten Medi­ka­men­te gefälscht. Der zuneh­men­de Han­del mit Fäl­schun­gen stellt nicht nur für das Gesund­heits­we­sen, son­dern auch für ande­re Bran­chen eine Her­aus­for­de­rung dar. So ist bei­spiels­wei­se nahe­zu jedes fünf­te inter­na­tio­nal ver­sen­de­te Mobil­te­le­fon eine Fäl­schung.

Die paten­tier­te Tech­no­lo­gie wird in einem Inno­va­ti­ons­pro­jekt inner­halb des Merck Inno­va­ti­on Cen­ters ent­wi­ckelt. Die­ses hat zum Ziel, Ide­en zu trag­fä­hi­gen neu­en Geschäfts­be­rei­chen über das aktu­el­le Spek­trum des Unter­neh­mens hin­aus aus­zu­bau­en. Um Inno­va­ti­ons­pro­jek­te effi­zi­ent zu för­dern und zu ska­lie­ren, stellt es ent­spre­chend eines Com­pa­ny-Buil­der-Ansat­zes dedi­zier­te Unter­stüt­zung, kla­re Gover­nan­ce und Ent­schei­dungs­fin­dung in einem geschütz­ten, Start-up-ähn­li­chen Umfeld bereit. Durch das Ange­bot eines sol­chen geschütz­ten Inno­va­ti­ons­öko­sys­tems fun­giert das Inno­va­ti­on Cen­ter als Bin­de­glied zwi­schen der Agi­li­tät eines Start-ups und den kom­ple­xe­ren Pro­zes­sen eines eta­blier­ten Kon­zerns.