Pneu­ma­ti­sche För­der­sys­te­me für unter­schied­lichs­te Schütt­gü­ter zum Bei­spiel in Phar­ma- und Nah­rungs­mit­tel­in­dus­trie oder der Ver­fah­rens­tech­nik ste­hen unter dem Druck, kos­ten­güns­ti­ger zu wer­den, aber gleich­zei­tig auch zuver­läs­si­ger und pro­duk­ti­ver. Für eine gleich­blei­ben­de För­der- und Trans­port­gut­qua­li­tät bei hoher Anla­gen­ef­fi­zi­enz ist es des­halb unab­ding­bar, die Men­ge der För­der­luft zu regeln, z.B. um sie an das jewei­li­ge Trans­port­gut anzu­pas­sen, auf Ver­än­de­run­gen im Pro­zess zu reagie­ren oder Lecka­gen aus­zu­glei­chen. Der kom­pak­te Luft­men­gen­reg­ler des Flui­dik­spe­zia­lis­ten Bür­kert (vgl. Fir­men­kas­ten) ist dafür eine pra­xis­ge­rech­te Lösung, da er sich in prak­tisch allen Bran­chen sowohl für den Ein­bau in Neu­an­la­gen als auch fürs Nach­rüs­ten eig­net.

Blende und Stellglied in einem

In vielen Industriezweigen ist der pneumatische Transport von Schüttgut wie etwa Pulver oder Granulat das Mittel der Wahl. Bild: Bürkert Fluid Control Systems

In vie­len Indus­trie­zwei­gen ist der pneu­ma­ti­sche Trans­port von Schütt­gut wie etwa Pul­ver oder Gra­nu­lat das Mit­tel der Wahl. (Bild: Bür­kert Flu­id Con­trol Sys­tems)

Der Luft­men­gen­reg­ler besteht aus einem Stell­ven­til mit einem kom­pak­ten Pro­zess­reg­ler auf der Ober­sei­te und zwei Druck­trans­mit­tern. Ein sepa­ra­ter Durch­fluss­mes­ser ist nicht erfor­der­lich. Gemes­sen wird der Druck­ab­fall über dem Regel­ven­til als „Mess­blen­de“. Aus der Druck­dif­fe­renz kann der nomi­na­le Volu­men­strom des Gases für eine gege­be­ne Dich­te und Tem­pe­ra­tur berech­net wer­den. Hier­für ist die Durch­fluss­kenn­li­nie des Regel­ven­tils im Pro­zess­reg­ler hin­ter­legt. Der Volu­men­strom lässt sich dann über die Öff­nung des Ven­tils regeln. Damit ist die gesam­te erfor­der­li­che Rege­lungs­tech­nik in einem kom­pak­ten Sys­tem inte­griert, was Mon­ta­ge und Inbe­trieb­nah­me deut­lich erleich­tert. Zudem über­zeugt der Luft­men­gen­reg­ler durch die hohe Wie­der­hol­ge­nau­ig­keit bei Durch­fluss-Soll­wer­ten sowie einen gro­ßen Mess- und Stell­be­reich. Letz­te­res ist der Tat­sa­che zu ver­dan­ken, dass das Regel­ven­til gleich­zei­tig als ver­stell­ba­re Blen­de genutzt wird. Dadurch ist der Druck­ver­lust deut­lich gerin­ger als bei kon­ven­tio­nel­len Lösun­gen mit sepa­ra­ter Blen­de. Alles in allem führt das zu einem grö­ße­ren Regel­be­reich als bei­spiels­wei­se bei Laval­dü­sen.

Automatische Leckluft-Kompensation

Eine Beson­der­heit des Luft­men­gen­reg­lers ist die auto­ma­ti­sche Leck­luft-Kom­pen­sa­ti­on, die erheb­lich dazu bei­tra­gen kann, die pneu­ma­ti­sche Schütt­gut­för­de­rung effi­zi­en­ter zu gestal­ten, z.B. in Sys­te­men mit Zel­len­rad­schleu­sen, die zur Dosie­rung, Ein­spei­sung oder Aus­tra­gung der Schütt­gü­ter im Ein­satz sind. Die rotie­ren­de Zel­len­rad­schleu­se lei­tet das För­der­pro­dukt in den För­der­strom ein und sorgt dadurch auch in einem Neben­ef­fekt für einen Ver­lust von För­der­luft, der soge­nann­ten Leck­luft. Die Leck­luft­kenn­li­nie jeder Zel­len­rad­schleu­se kann im Reg­ler hin­ter­legt wer­den. Die­ser „kennt“ dann bei jedem gege­be­nen Ein­lass­druck die erfor­der­li­che Zusatz­luft­men­ge, um den Luft­ver­lust im Sys­tem durch die Zel­len­rad­schleu­se zu kom­pen­sie­ren. Genau­so lässt sich auch der even­tu­el­le Teil­strom­ver­lust in Bypass­lei­tun­gen aus­glei­chen.

Bür­kert auf der Pow­tech 2019: Hal­le 4A, Stand 332