Sie werden immer schneller, länger und müssen größere Zusatzlasten tragen: die Energieketten der neuen Generationen von Ship-to-Shore-Kranen. Die kommenden Generationen an Kranen verlangen den Energiezuführungen immer mehr ab. Jetzt stellt sich eine Energiekette genau diesen Anforderungen an längere Verfahrwege, höhere Beschleunigungen und Geschwindigkeiten sowie Ausfallsicherheit. Die innovative Heavy-Duty-Rollenenergiekette P4HD von Igus besteht aus hochabriebfesten Materialien. Spezielle Seitenteile, neu konstruierte Verbindungselemente, Rollenglieder sowie ein dreifaches Anschlagsystem minimeren den Verschleiß und reduzieren die Antriebsenergie zusätzlich. Alle Teile lassen sich im Wartungsfall tauschen. Zur Überwachung der Lebensdauer können smart plastics Sensoren in die Bolzen-Bohrung-Verbindung integriert werden.

Die Kette soll eine Lebensdauer – je nach Anwendung – von bis zu 15 Jahren besitzen. Dazu setzt Igus auf tribologisch optimierte Hochleistungskunststoffe. Um den Abrieb an allen Stellen der Kette zusätzlich zu reduzieren, hat sich der Hersteller ein paar konstruktive Kniffe einfallen lassen. Unter anderem ein dreifaches Anschlagsystem und ein symmetrisches Design. Die integrierten Rollen reduzieren die benötigte Antriebsenergie um 57 Prozent im Vergleich zu einer gleitenden Kette. Die Rollen laufen dabei versetzt aufeinander. Die kammartigen autoglide Öffnungsstege halten die Kette in ihrer Bahn und erhöhen so die Sicherheit der Anlage und reduzieren teure ungeplante Ausfälle. In der Bolzen-Bohrung-Verbindung nutzt das Unternehmen seine Expertise aus der Kunststoff-Gleitlagertechnik und setzt auf einen bewährten Iglidur Werkstoff, der zusätzlich die Lebensdauer der Kette deutlich erhöht.

Im Wartungsfall sind alle Teile der Kette 1:1 austauschbar. Auch bestehende Energiekettensysteme der P4 Serie sind, dank baugleicher Abmessungen, mit der neuen Kette schnell umgerüstet. So lassen sich Aufwand, Kosten sowie Materialeinsatz für die Wartung reduzieren. Optional kann die P4HD auch mit smarten Überwachungssensoren ausgestattet werden. Der Sensor gibt ab einer definierten Verschleißgrenze ein Signal an das Igus i.Cee:plus Modul, mit dem die Wartung der Rollenenergiekette vorausschauend planbar ist. Dazu wird er in ein Seitenteil der Kette integriert, was zu keinerlei Einschränkungen bei der nutzbaren Innenbreite führt. Hat der Kran das Ende seiner Lebensdauer erreicht, so nimmt das Unternehmen die Kette mit dem „chainge“-Programm zurück und recycelt sie sortenrein. Der Kunde erhält im Gegenzug pro Kilogramm einen Voucher.