Granulate für Wirbelschichtreaktoren

Die Wir­bel­schicht­tech­nik, 1921 für die Koh­le­ver­ga­sung erfun­den, kommt heu­te u. a. bei vie­len che­mi­schen und metall­ur­gi­schen Pro­zes­sen zum Ein­satz. Fest­stoff­par­ti­kel wer­den in einem Reak­tor durch ein von unten nach oben strö­men­des Medi­um auf­ge­wir­belt. Es stellt sich eine leb­haf­te Bewe­gung und Durch­mi­schung der Par­ti­kel ein. Der Wär­me- und Stoff­aus­tausch in der Wir­bel­schicht ist für ther­mi­sche und che­mi­sche Pro­zes­se nahe­zu ide­al. Die Leis­tung einer Anla­ge wird wesent­lich durch die Korn­grö­ße und Korn­form des Auf­ga­be­gu­tes beein­flusst. Auf­ga­be­gut sind oft Gra­nu­la­te. Die Erzeu­gung der Gra­nu­la­te mit Hil­fe der Eirich-Tech­no­lo­gie hat sich sehr bewährt.

Wir­bel­schicht­ver­fah­ren haben eine gro­ße Bedeu­tung z. B. bei der Trock­nung gra­nu­la­rer Medi­en, bei der Ver­bren­nung von Koh­le, Ersatz­brenn­stof­fen oder Klär­schlamm und zuneh­mend auch bei metall­ur­gi­schen Pro­zes­sen, wie der Erz­auf­be­rei­tung. In vie­len Fäl­len ist das Auf­ga­be­gut ein Gra­nu­lat, z. B. mit Korn­band 0,5 bis 1 mm. Oft ste­hen die „Roh­stof­fe“ als Schläm­me oder (Filter-)Stäube zur Ver­fü­gung. Mit der Gra­nu­lier­tech­nik von Eirich gelingt es, die­se Aus­gangs­ma­te­ria­len inner­halb kur­zer Char­gen­zei­ten, z. B. 3 bis 5 Minu­ten, in ein sehr gleich­mä­ßi­ges Gra­nu­lat umzu­wan­deln.

Der zum Gra­nu­lie­ren ein­ge­setz­te Mischer hat in Bau­grö­ßen von 1 l bis 3000 l nur ein ein­zi­ges beweg­tes Werk­zeug, Wirb­ler genannt, bei grö­ße­ren Maschi­nen zwei. Schnell­lau­fen­de ver­schleiß­in­ten­si­ve Mes­ser­köp­fe, wie bei Pflugschar­mi­schern not­wen­dig, sind über­flüs­sig. Der Wirb­ler kann – je nach Auf­ga­ben­stel­lung – mit Werk­zeug­ge­schwin­dig­kei­ten bis mehr als 30 m/s lau­fen. Damit ist es mög­lich hohe Scher­kräf­te zu erzeu­gen und Flüs­sig­kei­ten schnell zu ver­tei­len. Ein hybri­der Misch­pro­zess erlaubt vari­ie­ren­de Geschwin­dig­kei­ten wäh­rend der Auf­be­rei­tung, je nach­dem, ob tro­cken oder feucht gemischt und dann erst gra­nu­liert wer­den soll. Durch Varia­ti­on von Werk­zeug und Geschwin­dig­keit kann das Korn­band in gro­ßem Umfang beein­flusst wer­den; je nach Mate­ri­al sind Gra­nu­la­te mit d50 von 100 µm bis 5 mm mög­lich.

Die Mischer sind in einer Viel­zahl von Bran­chen als Gra­nu­lier­mi­scher im Ein­satz, von A wie Aktiv­koh­le bis Z wie Zeo­lith; der Inves­ti­ti­ons­auf­wand ist ver­gleichs­wei­se nied­rig, die Anla­gen sind war­tungs­arm. Oft wer­den wei­te­re Fähig­kei­ten die­ses Mischers genutzt: Für Recy­cling­pro­zes­se ist von Bedeu­tung, dass Schläm­me und Stäu­be zu Gra­nu­la­ten ver­ar­bei­tet wer­den kön­nen. Für die Dün­ge­mit­tel­her­stel­lung ist wich­tig, dass die Gra­nu­la­te im Mischer gecoa­tet wer­den kön­nen, etc.

Das Unter­neh­men hilft Inter­es­sen­ten, die jeweils güns­tigs­ten / bes­ten Bedin­gun­gen für den Gra­nu­lier­pro­zess zu fin­den. Im Tech­ni­kum in Hard­heim sowie an vie­len Stand­or­ten der Eirich-Grup­pe welt­weit besteht ganz­jäh­rig die Mög­lich­keit, mit Kun­den­ma­te­ri­al Mach­bar­keits­stu­di­en zur Gra­nu­lier­fä­hig­keit von Ein­satz­stof­fen durch­zu­füh­ren.