Deutsche Verbraucher fordern Qualität und Nachhaltigkeit von den Produkten und diesen Wünschen kann der finnische Lebensmittelsektor gut nachkommen. Deutschland ist Finnlands viertgrößtes Exportland für Lebensmittel und der Export verzeichnete im Jahr 2022 ein Allzeitrekord mit mehr als 130 Millionen Euro. Finnische Produkte aus „freier Natur“ sind bereits in mehreren Distributionskanälen in Deutschland vertreten.

Das Interesse beruht auf Gegenseitigkeit: Finnische Verbraucher zeigen Interesse an deutschen Lebensmitteln, besonders an Backwaren. Der Statistik aus dem Jahr 2021 zufolge war Deutschland, gleich nach den Niederlanden, Finnlands zweitgrößtes Importland für Lebensmittel.

Deutsche und finnische Verbraucher vereint eine Wertschätzung von reinen, schmackhaften und nachhaltig produzierten Lebensmitteln.

„Finnland ist bestrebt in den Bereichen Lebensmittelsicherheit, Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit zu den Besten der Welt zu zählen. Auch das Tierwohl liegt uns am Herzen. Wir setzen bei der Fleischproduktion keine Antibiotika zur Wachstumsförderung ein und wir verfügen über ein effektives Sicherheitsüberwachungssystem“, sagt Lili Lehtovuori von Business Finland, Expertin für den deutschen und mitteleuropäischen Lebensmittelmarkt.

Laut Lehtovuori kaufen deutsche Verbraucher antibiotikafreie Fleischprodukte, Speiseeis, Fisch, Backwaren, Produkte auf Haferbasis, Süßigkeiten, Bier, Gin und weitere hochprozentige alkoholische Getränke aus Finnland. Diese Produkte sind in ausgewählten Filialen von Edeka, Rewe und Globus, in Bio-Lebensmittelmärkten wie Denns, in Kaufhäusern wie im KaDeWe, in Online-Shops und über Amazon erhältlich.

Jens Bockelmann, Eigentümer von Edeka Putlitz und Wittenberge, hat eine erfolgreiche Wahl bezüglich der finnischen Lebensmittel getroffen:

„Sichere und gesunde Lebensmittel sind uns und unseren Kunden wichtig. Von Atria (finnische Fleischmarke) wissen wir, dass die Tiere auf eine würdige Weise gezüchtet und transportiert werden und dass das Fleisch frei von Salmonellen und Antibiotika ist. Deshalb haben wir uns für Fleisch von Atria entschieden. Unsere Kunden lieben den Geschmack und die Qualität der Produkte“, berichtet Jens Bockelmann und er fügt hinzu:

„Dieses Jahr veranstalten wir wieder in den E-Zentren eine Finnland-Woche. Wir bieten unterschiedliche Produkte, wie frischen Flammlachs, Bier der Firma Kukko, unterschiedliche Spirituosen wie Wodka und Gin sowie leckere Lakritze. Die vom Programm „Food from Finland“ vorgestellten Produkte sind äußerst interessant. Wir gehen davon aus, dass diese auf dem deutschen Markt gut angenommen werden.“

 

Finnlands Interesse an der Zusammenarbeit mit dem deutschen Lebensmittelhandel

Der finnische Land- und Forstwirtschaftsminister Antti Kurvinen besucht am Freitag, den 20.1.2023 den finnischen Stand der Internationalen Grünen Woche in Berlin und nimmt am Samstag, den 21.1.2023 an der Berliner Agrarministerkonferenz teil.

Der Zweck dieses längeren Besuchs liegt in der weiteren Stärkung der deutsch-finnischen Zusammenarbeit in den Bereichen Landwirtschaft und Lebensmittel, da sowohl Deutschland als auch Finnland auf den Ausbau der nachhaltigen Landwirtschaft sowie auf Selbstversorgung setzen.

„Wir freuen uns über das Interesse der Deutschen an finnischen Lebensmittelprodukten und an Finnland als Reiseziel. Deutschland ist auch im Bereich Lebensmittel einer der wichtigsten Handelspartner Finnlands und wir planen, weiterhin in deutsche Märkte zu investieren, damit finnische Produkte noch besser in deutschen Geschäften wahrgenommen werden. Die langjährige Zusammenarbeit mit der Grünen Woche ist Teil dieser Arbeit und die Messe ist die ideale Gelegenheit, den deutschen Verbrauchern neue Geschmackserlebnisse vorzustellen“, sagt der Land- und Forstwirtschaftsminister Antti Kurvinen, der die Messe besucht.

Der Minister Antti Kurvinen steht am Freitag, den 20.1.2023 von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr am finnischen Stand der Internationalen Grünen Woche für Interviews zur Verfügung.