Energieeffiziente Drucklufterzeugung beim Mineralbrunnen

Ölfreie Druck­luft, wirt­schaft­lich und zuver­läs­sig bereit­ge­stellt: Das ist eine der Vor­aus­set­zun­gen für Hoch­wald Spru­del, um hoch­wer­ti­ge Geträn­ke mit hoher Pro­duk­ti­ons­si­cher­heit zu erzeu­gen und sich auch auf der Kos­ten­sei­te im wett­be­werbs­in­ten­si­ven Markt zu behaup­ten. Die Betrei­ber des Mine­ral­brun­nens im Natio­nal­park Huns­rück-Hoch­wald haben ihre Haus­auf­ga­ben gemacht, so Bernd Zang, Betriebs­lei­ter des Unter­neh­mens. „Wir haben schon 1988 das gesam­te Druck­luft­netz grund­le­gend opti­miert, auf ölfreie Druck­luft­er­zeug umge­stellt und den Druck abge­senkt. Seit­dem zeich­nen wir den druck­luft­be­zo­ge­nen Ener­gie­ver­brauch auf und opti­mie­ren Druck­luft­kos­ten und -qua­li­tät kon­ti­nu­ier­lich wei­ter.“ Am Stand­ort betreibt Hoch­wald zwei moder­ne Abfüll­an­la­gen. Sie sind die Haupt­ver­brau­cher für die erzeug­te Druck­luft und wer­den nicht nur für die Abfül­lung des eige­nen Mine­ral­was­sers am Quell­ort genutzt, son­dern auch zur Abfül­lung frucht­hal­ti­ger Geträn­ke ande­rer Her­stel­ler und Mar­ken. Die Grund­la­ge dafür schafft eine PET-Abfüll­an­la­ge. „Wir fül­len die Geträn­ke hier unter einer Schutz­gas­at­mo­sphä­re ab und kön­nen des­halb voll­kom­men auf Kon­ser­vie­rungs­stof­fe ver­zich­ten“, sagt Zang.

Der 110 kW Ultima-Kompressor im Einsatz bei Hochwald Sprudel. Der niedrige Geräuschpegel von 69 dB(A) und die kompakte Bauweise ermöglichen eine flexible Einsatzplanung. Durch das innovative Kühlkonzept kann auf die Installation zusätzlicher Luftkanäle verzichtet werden.

Der 110 kW Ulti­ma-Kom­pres­sor im Ein­satz bei Hoch­wald Spru­del. (Bild: Com­pAir)

Zur Ver­sor­gung des Werks mit 7-bar-Arbeits­luft wur­den bis­her drei ölfreie Schrau­ben­ver­dich­ter mit je 90 Kilo­watt Motor­leis­tung ein­ge­setzt. Seit eini­gen Mona­ten erfüllt ein neu­er Ver­dich­ter die­se Auf­ga­be mit 110 Kilo­watt: Ein Ulti­ma-Kom­pres­sor aus der Pure-Air-Serie von Com­pair. Wäh­rend bei den bis­her gebräuch­li­chen ölfrei arbei­ten­den Schrau­ben­kom­pres­so­ren bei­de Ver­dich­ter­stu­fen von einem gemein­sa­men Elek­tro­mo­tor ange­trie­ben wer­den, der die Leis­tung über ein Getrie­be auf die Nie­der- und Hoch­druck­sei­te ver­teilt, wird bei den dreh­zahl­ge­re­gel­ten Ulti­ma-Kom­pres­so­ren jede Ver­dich­ter­stu­fe ein­zeln und unab­hän­gig ange­trie­ben. Ein intel­li­gen­tes Digi­tal­ge­trie­be regelt die Dreh­zah­len kon­ti­nu­ier­lich, um die Leis­tung dem Druck­luft­be­darf anzu­pas­sen. Die­se vom Herstl­ler ent­wi­ckel­te Antriebs­tech­nik mit effi­zi­en­ten Per­ma­nent­ma­gnet­mo­to­ren erzielt ein sehr gutes Wir­kungs­grad­spek­trum. Dazu trägt auch das Was­ser­kühl­sys­tem bei, mit dem die Abwär­me effek­tiv aus den zen­tra­len Kom­po­nen­ten der Maschi­ne (Ver­dich­ter, Moto­ren, Umrich­ter) abge­führt wird. Das wie­der­um schafft die Vor­aus­set­zung für die Rück­ge­win­nung und Nut­zung hoher Wär­me­men­gen. Nicht nur der Kom­pres­sor selbst arbei­tet also effi­zi­ent. Im Gesamt­pa­ket ein­schließ­lich Wär­me­rück­ge­win­nung ergibt sich eine noch­mals bes­se­re Ener­gie­bi­lanz.

Auf Abluft­ka­nä­le kann beim Ein­satz der Kom­pres­so­ren ver­zich­tet wer­den, denn es muss kei­ne Luft für die inter­ne Küh­lung zuge­führt wer­den. Das macht ihre Instal­la­ti­on ein­fach und die kom­pak­te Abmes­sung sowie das gerin­ge Geräusch­ni­veau von 69 dB(A) erlau­ben eine fle­xi­ble Ein­satz­pla­nung.

Die Nut­zung der von den Kom­pres­so­ren frei­ge­setz­ten Wär­me­en­er­gie ist bei Hoch­wald seit Jahr­zehn­ten eben­so fes­ter Bestand­teil des Druck­luft­ver­sor­gung­kon­zepts wie der Ein­satz von ölfrei arbei­ten­den Ver­dich­tern. Die Auf­be­rei­tung der Druck­luft durch Trock­nung und Fil­tra­ti­on zur Erzeu­gung des vor­ge­ge­be­nen Rein­heits­grads arbei­tet sehr wirt­schaft­lich, da die vom Kom­pres­sor erzeug­te Luft bereits öl- und sili­kon­frei ist.