Beckman Coulter Diagnostics hat die die CE-Kennzeichnung gemäß IVDR für seinen Access p Tau217-Assay erhalten. Der Bluttest unterstützt die klinische Bewertung der Amyloid-Pathologie bei Patienten mit Anzeichen und Symptomen eines kognitiven Rückgangs. Darüber hinaus stellte das Unternehmen seinen hochspezifischen Access BD-pTau217-Assay für Forschungszwecke (RUO) auf der Alzheimer’s Association International Conference (AAIC) 2026 in London vor. Beide Assays werden auf dem Immunoassay-Analysensystem DxI 9000 durchgeführt und erweitern das Alzheimer-Portfolio für klinische und wissenschaftliche Anwendungen.
Mit der CE-Kennzeichnung erweitert das Unternehmen den Zugang zu blutbasierten p Tau217-Tests für die klinische Bewertung der Alzheimer-Erkrankung in Europa und weiteren CE-anerkennenden Märkten. Der neue Access BD-pTau217-Assay für Forschungszwecke ergänzt das Portfolio um einen hochspezifischen Test zur Untersuchung von Krankheitsbiologie.
Der neue CE-gekennzeichnete Assay misst phosphoryliertes Tau (p Tau217), einen gut etablierten Biomarker der Alzheimer-Erkrankung, und unterstützt die klinische Bewertung der Amyloid-Pathologie in routinemäßigen Laborabläufen. Blutbasierte Ansätze können bestehende diagnostische Verfahren ergänzen, indem sie eine leichter zugängliche und operativ skalierbare Methode zur Bewertung Alzheimer-assoziierter Pathologien bieten.
„Unser CE-gekennzeichneter Access p Tau217-Assay bringt einen gut etablierten Alzheimer-Biomarker in die klinischen Routineabläufe und ermöglicht Laboren eine effizientere Skalierung der blutbasierten Bewertung der Krankheitspathologie“, sagte Dr. Chris Bird, Chief Medical Officer. „Indem der Test zugänglicher und operativ skalierbarer wird, unterstützt er die Integration biomarkerbasierter Bewertungen in die tägliche klinische Praxis.“
Das Unternehmen entwickelte den Access p Tau217-Assay unter Verwendung des Antikörpers von AlzPath, der in mehr als 100 peer-reviewten wissenschaftlichen Publikationen zitiert wurde. Mit der steigenden Nachfrage nach Diagnostikverfahren für die Alzheimer-Erkrankung werden blutbasierte Tests eine zunehmend wichtige Rolle für eine konsistente Bewertung in klinischen Umgebungen spielen. Dieser Meilenstein markiert die Umsetzung validierter Erkenntnisse aus der Biomarkerforschung in Beckman Coulter’s ersten klinischen, blutbasierten Test zur Erfassung der Amyloid-Pathologie bei Patienten mit Anzeichen und Symptomen eines kognitiven Abbaus, wodurch der Weg von den Forschungsergebnissen zur praktischen Anwendung beschleunigt wird.
Zusätzlich zum CE-gekennzeichneten Assay stellt das Unternehmen den Access BD-pTau217 RUO-Assay für Forschungszwecke vor. Der Assay wurde entwickelt, um selektiv die kurze, aus dem Gehirn stammende Form von pTau217 in Blutproben mithilfe des Analysensystems DxI 9000 nachzuweisen. Dadurch soll er eine höhere biologische Spezifität ermöglichen und Forschende bei der präziseren Charakterisierung zentralnervöser pTau217-Signale im Blut unterstützen.
„Durch den Fokus auf aus dem Gehirn stammendes pTau217 wurde dieser Assay entwickelt, um eine höhere biologische Spezifität zu erreichen und Forschern dabei zu unterstützen, die für ihre Studien relevanteste Tau-Pathologie im Blut präziser zu identifizieren“, erklärte Dr. Jeremiah Hinson, Chief Scientific Officer. „Diese erhöhte Spezifität kann das Vertrauen in die Untersuchung der Stadieneinteilung der Alzheimer-Erkrankung stärken und neue Erkenntnisse zu den biologischen Wendepunkten liefern, die den Krankheitsverlauf bestimmen.“
„In der AIBL Study of Ageing erwies sich Plasma-pTau217 als leistungsstarker blutbasierter Marker für die Alzheimer-Pathologie“, sagte James Doecke, PhD, Principal Research Scientist bei der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) und der Australian Imaging, Biomarkers and Lifestyle (AIBL) Study of Ageing. „Bei der Bewertung zusammen mit Amyloid- und Tau-PET-Bildgebung zeigte aus dem Gehirn stammendes pTau217 zusätzliche biologische Spezifität, insbesondere für Forschungsarbeiten mit Fokus auf taubezogene Stadieneinteilung. Diese Ergebnisse bestätigen die Rolle von pTau217 als Schlüsselbiomarker und verdeutlichen den potenziellen Nutzen einer höheren biologischen Spezifität in der Alzheimer-Forschung.“
Frühe Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine höhere biologische Spezifität die Interpretierbarkeit des Biomarkernachweises in komplexen Forschungsdatensätzen verbessern und eine klarere Differenzierung tauassoziierter Pathologien bei der Alzheimer-Erkrankung unterstützen kann.
Auf dem Analysensystem DxI 9000, einer hochsensitiven und skalierbaren Plattform zur zuverlässigen Erkennung niedrig konzentrierter Biomarker, können der CE-gekennzeichneten Access p Tau217-Assay, den Access BD-pTau217 (RUO) sowie die bereits verfügbaren Assays Access GFAP (RUO), Access BD-Tau (RUO), Access NfL (RUO), Access Beta-Amyloid 1–42 (RUO) und Access apoE ε4 (RUO) durchgeführt werden. So können Labore unterschiedliche Testverfahren in einen konsistenten Workflow mit hohem Probendurchsatz integrieren.
„Hochsensitive Detektion, robuste Assays und operative Skalierbarkeit sind entscheidend, da blutbasierte Biomarker zunehmend eingesetzt werden“, sagte Dr. Nick Culshaw, Vice President und Managing Director des Bereichs Clinical Chemistry and Immunoassay. „Indem wir unser Portfolio zur Alzheimer-Erkrankung auf dem Analysensystem DxI 9000 verankern, ermöglichen wir Laboren den Zugang zu einem wachsenden Spektrum an Biomarker-Erkenntnissen – von der klinischen Beurteilung bis hin zu Forschungsanwendungen – innerhalb eines einzigen Systems”.
Das Analysensystem DxI 9000 vereint analytische Sensitivität und operative Flexibilität und unterstützt Labore bei einem wachsenden Spektrum biomarkerbasierter Anwendungen – von der klinischen Routinediagnostik bis zur fortgeschrittenen Forschung zur Krankheitsbiologie – ohne Kompromisse bei Leistung oder Effizienz.














