Im Früh­jahr 2015 wur­de Nepal durch meh­re­re Erd­be­ben mas­siv beschä­digt. Die Adal­bert-Raps-Stif­tung hilft der nepa­le­si­schen Bevöl­ke­rung gemein­sam mit der Nepal­hil­fe Kulm­bach e.V. beim Wie­der­auf­bau. Zum zwei­ten Mal finan­ziert die Stif­tung den tat­kräf­ti­gen Ein­satz von Mit­ar­bei­tern des Gewürz­her­stel­lers RAPS GmbH & Co. KG und deren Ange­hö­ri­gen in Nepal. Dort hel­fen sie beim Bau erd­be­ben­si­che­rer Gebäu­de und lei­ten die Nepa­le­sen zur Selbst­hil­fe an.

Seit den schwe­ren Erd­be­ben im April und Mai 2015 sind vie­le Gebäu­de in Nepal ein­sturz­ge­fähr­det oder in sich zusam­men­ge­bro­chen. Kurz­fris­tig schal­te­te sich die Adal­bert-Raps-Stif­tung ein: sie trug 2015 mit einer Zuwen­dung in Höhe von 55.000 Euro zum Bau zwei­er Schul­ge­bäu­de bei und unter­stütz­te die­ses Jahr bereits zum zwei­ten Mal die Nepal­hil­fe Kulm­bach e.V. vor Ort. In Malek­hu, einem klei­nen Berg­dorf rund 70 Kilo­me­ter nord­west­lich von Kath­man­du, hal­fen Mit­ar­bei­ter der Fir­ma RAPS in vier Ein­sät­zen für jeweils zwei Wochen der nepa­le­si­schen Bevöl­ke­rung beim Häu­ser­bau. Die Flü­ge der Hel­fer, ihre Auf­ent­hal­te sowie Rei­se­ver­si­che­run­gen und not­wen­di­ges Werk­zeug finan­zier­te die Adal­bert-Raps-Stif­tung. Im Gegen­zug ver­brach­ten die RAPS-Mit­ar­bei­ter ihre Urlaubs­ta­ge auf Bau­stel­len: bei 38 Grad und über 90 Pro­zent Luft­feuch­tig­keit, wo sie Sei­te an Sei­te mit der nepa­le­si­schen Bevöl­ke­rung erd­be­ben­si­che­re Häu­ser mit Git­ter­ge­rüs­ten aus Stahl­be­ton bau­ten.

Die­ses Jahr beglei­te­ten zudem Bau­sach­ver­stän­di­ge von Dechant Hoch- und Inge­nieur­bau aus dem ober­frän­ki­schen Weis­main die Ein­sät­ze in Malek­hu, die von Anfang August bis Ende Okto­ber andau­er­ten. Stand im vori­gen Jahr noch der hand­werk­li­che Ein­satz im Vor­der­grund, konn­ten die Hel­fer­teams dies­mal vor­wie­gend logis­tisch und bera­tend vor­ge­hen, weil die nepa­le­si­schen Bau­fir­men die neue und erd­be­ben­si­che­re Bau­wei­se schnell über­nom­men hat­ten. Mitt­ler­wei­le hat sich eine gewis­se Rou­ti­ne ein­ge­spielt und die Beschaf­fung von Bau­ma­te­ri­al konn­te deut­lich beschleu­nigt wer­den. In Zusam­men­ar­beit mit der Bevöl­ke­rung geht der Wie­der­auf­bau Malek­hus schnell von­stat­ten. Beson­ders wich­tig war der Stif­tung der Wie­der­auf­bau von zwei Schu­len, denn die­ser sichert die so not­wen­di­ge Bil­dung der Kin­der.

Das Enga­ge­ment der Adal­bert-Raps-Stif­tung in Nepal beweist: Hil­fe zur Selbst­hil­fe funk­tio­niert.

Man braucht uns fast nicht mehr. Jetzt läuft’s da“, resü­miert Gerd Schramm, Zahn­tech­ni­ker und bereits zwei­fa­cher Mit­hel­fer.

Er hat mit Yola Klin­gel, Stif­tungs­re­fe­ren­tin der Adal­bert-Raps-Stif­tung, und in Koope­ra­ti­on mit diver­sen Zahn­ärz­ten zusätz­lich das „Zahn-Camp“ ins Leben geru­fen. Die­ses besteht aus einem klei­nen zahn­ärzt­li­chen Team, das in der wie­der­auf­ge­bau­ten Schu­le von Malek­hu alle Schul­kin­der und zum Teil auch Erwach­se­ne aus der Bevöl­ke­rung behan­delt.

Schramm berich­tet von einem kon­stan­ten und freund­schaft­li­chen Kon­takt mit der Bevöl­ke­rung. Die Nepa­le­sen hie­ßen die Hel­fer herz­lich will­kom­men und sen­de­ten ihnen auch nach ihrer Rück­kehr immer wie­der Bil­der, um den Fort­schritt der Bau­stel­len zu zei­gen. „Man nimmt viel mit. Man bekommt auch sehr viel zurück – aber es ist trotz­dem anstren­gend“, fasst Schramm sei­nen Hilfs­ein­satz in Nepal zusam­men. Nichts­des­to­trotz wird er auch im nächs­ten Jahr wie­der nach Malek­hu rei­sen.