Aalborg Energie Technik a/s (AET) wird Novawood unterstützen, saubere Luft zu schaffen und Bodenverunreinigung zu vermeiden, und darüber hinaus gewerbliche Einkünfte von Altholz und Eisenbahnschwellen, die früher als ein Abfallprodukt gesehen wurden, zu erzielen.

Mit dem Bau einer biomassebefeuerte Kraft-Wärme-Kopplungsanlage zielt Novacarb darauf ab, die Umweltleistung zu verbessern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Im Partnerschaft mit ENGIE Solutions wurde ein engagiertes Unternehmen gegründet: Novawood.

Die hocheffiziente KWK-Anlage, Novawood, wird Dampf für den Novacarb Standort in Laneuveville-devant-Nancy und Strom an das Netz von der Verbrennung dieser Abfallprodukte liefern. ENGIE Solutions wird als Hauptunternehmer das Sammeln der Brennstoffe von zwei Quellen organisieren: Eisenbahnschwellen von dem nationalen Eisenbahnunternehmen (SNCF) und Altholz von SOVEN.

Entsprechend der ENGIE Solutions Strategie wird die Anlage Industrien dadurch unterstützen, dass sie Antworten auf die Herausforderungen der Energiewende gibt. Ihr Ziel ist wie folgt: Optimierung der Ressourcennutzung, erhöhte Lieferung und Nutzung der örtlichen, grünen Energie sowie eine umweltfreundlichere Herstellung.

Novacarb gehört der Mineral Specialties Abteilung des SEQENS Konzerns und ist auf die Produktion von Natriumkarbonat und Bikarbonat spezialisiert. Die Produktion erfolgt schon seit über 160 Jahren an diesem Standort, und die Produkte stammen aus zwei Rohstoffen: extrahierte Kalksteine aus dem Steinbruch in Pagny-sur-Meuse und Salz aus den Lénoncourt Salzhöfen.

Das Ziel des Novacarb Unternehmens mit Novawood ist die Reduktion der Abhängigkeit von den äußerst umweltschädlichen Kohlen um ungefähr 40% sowie die Reduktion der CO2 Emissionen um 150.000 Tonnen jährlich. Mit einer Investition von 80 MEUR wird die biomassebefeuerte KWK-Anlage Dampf an die Produktionsanlage liefern. Darüber hinaus wird sie 115 GWh grünen Strom pro Jahr an das nationale Stromnetz liefern, was den jährlichen Verbrauch von ungefähr 65.000 Haushalten entspricht.

Die Energie stammt aus der Verbrennung von zwei Brennstoffen: Altholz und Eisenbahnschwellen. Das durch Sammelstellen bezogene Altholz besteht aus z.B. verschrotteten Möbeln, Böden, Türen, Fenstern und Paletten und wird von SOVEN hantiert. Die Verbrennung von alten Eisenbahn­schwellen bedeutet einen neuen Geschäftsbereich, und somit lässt sich die Modernisierung des nationalen SNCF Eisenbahnnetzes umweltfreundlich durchführen.

Die Brennstoffwende ist ferner ein wirtschaftlicher Aspekt für Novacarb, da die allmählich zunehmenden Kohlpreise die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens beeinflussen. Der wichtige örtliche Arbeitsplatz beschäftigt direkt 300 Mitarbeiter sowie 150 Mitarbeiter von Fremdfirmen, die ständig am Standort beschäftigt sind. Die Tätigkeit von Novacarb generiert 900 lokale Arbeitsplätze, d.h. einer Gesamtbeschäftigung von 1350 Mitarbeiter. Das Novawood Projekt wird dazu beitragen, die Wirtschaft und Anziehungskraft des Bereichs durch die Schaffung und Nachhaltigkeit von lokalen Arbeitsplätzen zu entwickeln. Das Projekt wird ein Maßstab in Bezug auf Energiewende, Kreislaufwirtschaft und Schaffung von lokalen Arbeitsplätzen sein.

Das Novawood Projekt begann 2014 mit Besprechungen zwischen den Parteien (Novacarb, ENGIE Solutions und SNCF), gefolgt von Gesprächen auf lokaler und nationaler Ebene. Die Betriebsgenehmigung wurde im MAR 2018 erhalten, und das Projekt wurde im DEC 2019 als Gewinner der CRE 5 Ausschreibung verkündet.

Die Anlage wird jährlich ungefähr 130.000 Tonnen Eisenbahnschwellen und Altholz verbrennen, die sonst entsorgt werden sollten, und stattdessen werden 55 Tonnen Dampf pro Stunde an Novacarb und 14,6 MWe grüner Strom für Lieferung an das Netz erzeugt.

Die Eisenbahnschwellen enthalten Kreosot, PAH-Verbindungen und andere Chemikalien aus Zügen und werden als gefährlicher Abfall eingestuft. Das Kreosot, das teerhaltige Phenolverbindungen enthält, kann von der Oberfläche verdampfen und/oder in den Boden freigesetzt werden. Das Altholz enthält in diesem Fall mit chromatiertem Kupferarsenat behandeltes Holz und weist deshalb u.a. einen hohen Kupfergehalt auf. Jedoch wird die Kombination des AET-Verbrennungssystems, des AET-Biomassekessels und der Rauchgasreinigung sehr geringe Emissionen bewirken, die mindestens den europäischen Emissionsgrenzwerten entsprechen. Die Anlage wird nach WID ausgelegt.

Der AET Biomassekessel wird für einen Brennstoffwärmeeintrag von 65 MWt, einen Kessel­wirkungs­grad von 92% und eine Dampftemperatur von 522 °C ausgelegt, die einen hohen Gesamt­wirkungsgrad der Anlage gewährleisten. Zum Schutz des Kessels vor Korrosion wird er mit Inconel-Verkleidung und legiertem Spezialstahl für die Überhitzer ausgestattet.

AET ist für das Engineering, die Beschaffung und den Bau des AET-Biomassekessels, einschließlich des AET Verbrennungssystems, des AET SNCR DeNOx Systems, des Kesselhauses, der Rauch­gas­­reinigung, des Endwärmetauschers und des SPS-Steuerungssystems verantwortlich. Der nach der Rauchgasbehandlung einbaute Endwärmetauscher kühlt die Rauchgastemperatur um mehr als 30 °C. Die regenerierte Energie wird u.a. in einer stromerzeugenden ORC-Anlage genutzt. Dadurch wird der Gesamtwirkungsgrad der Anlage weiter erhöht.

Der Eigenverbrauch von Strom für die Kesselanlage beträgt nur ungefähr 1,6% des Brennstoffwärmeeintrags und erhöht dadurch die Netto Stromerzeugung.

Die Anlage soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 mit der Stromerzeugung beginnen.

Alain Guillerme, Projektdurchführungsdirektor, Novawood: „Wie jeder Industriekunde benötigt Novacarb eine zuverlässige Dampfversorgung und eine hohe Kesselverfügbarkeit. ENGIE hat mehrere AET Biomassekessel in seinem Portfolio, die seit Jahren betrieben werden. Die Erfahrung dieser Anlagen ist mit geringen Wartungsproblemen sehr gut. Darüber hinaus bietet das AET Design hohen Wirkungsgraden, der ein kritisches Kriterium für eine Industrieanlage ist, die das ganze Jahr hindurch im Betrieb ist. Schließlich haben die guten Erfahrungen mit dem AET-Projektmanagement ENGIE überzeugt, mit ihnen einen Auftrag für das Novawood-Projekt zu unterschreiben.“

Wir freuen uns, die Zusammenarbeit mit ENGIE Solutions und jetzt mit der Verbrennung von Eisenbahnschwellen und Altholz fortzusetzen. Altholz ist in Frankreich ein aufstrebender Brennstoff. Die hohe Dampftemperatur, in diesem Fall mit der Verbrennung von Eisenbahnschwellen und Altholz, ist für ein tragfähiges Geschäft für ENGIE Solutions und Novacarb von entscheidender Bedeutung. Bei AET freuen wir uns sehr, mit Novawood noch einen neuen Schritt zu tun, der den CO2-Ausstoß um 150.000 Tonnen pro Jahr herabsetzen wird,“ sagt der CEO von AET, Lars Kristensen.

AET hat bereits in Deutschland, Österreich und Großbritannien Anlagen geliefert, die Altholz/ Eisenbahnschwellen verbrennen.