Der Trend zu vegetarischen und veganen Produkten hält unvermindert an. In Deutschland ernähren sich 7,8 Mio Menschen vegetarisch und rund eine Million Menschen vegan, so der Deutschen Vegetarierbund (VEBU). Auch in anderen Ländern sind die Zahlen relevant. Laut European Vegetarian Union (EVU) leben in Belgien zwei Prozent der Bevölkerung vegetarisch. In Österreich sind es drei Prozent, in der Schweiz fünf und in den USA vier Prozent. In Indien ist die Zahl der Vegetarier traditionell besonders hoch. Hier leben geschätzte 20 bis 40 Prozent der Menschen vegetarisch. Dass sich darüber hinaus auch viele Flexitarier für vegetarische und vegane Nahrungsmittel und Getränke interessieren, hat dazu beigetragen, dass beide Foodtrends im Handel und in der Gastronomie bleibenden Eindruck gemacht haben.

Im Süßwaren- und Snacksortiment haben sich vegetarische und vegane Produkte in den vergangenen Jahren ebenfalls mit Erfolg etabliert. Auf der weltweit größten Messe für Süßwaren und Snacks, der ISM vom 29. Januar bis 1. Februar 2017, wird dies deutlich. Von über 1.600 Anbietern haben 290 Aussteller angegeben, vegetarische Produkte auf der Messe zu präsentieren. 230 Aussteller bieten (auch) vegane Produkte an. Im Vergleich zur ISM 2016 zeigt sich: Das Engagement der Aussteller hat sich deutlich verstärkt. 2016 zeigten 160 Aussteller vegetarische und 113 Aussteller vegane Produkte.

Mit dem wachsenden Angebot verbreitert sich auch die Sortimentspalette. Schokolade, Pralinen, Bonbons, Fruchtgummis, selbst Kaugummi gibt es mittlerweile in vegetarischen oder veganen Varianten. Ganz zu schweigen von Backwaren, Snackriegeln und jeder Art von Knabberartikeln. Während einige Unternehmen sich erst kürzlich für die vegetarische/vegane Produktion entschieden haben, haben sich andere Anbieter schon frühzeitig mit der Thematik befasst und sind im Markt deshalb mit ihren Produkten schon bekannter. So gibt es schon seit geraumer Zeit vegetarische Fruchtgummi-Sortimente; hier wird u. a. auf tierische Gelatine verzichtet. Bei Schokoladenprodukten sind ebenfalls vegetarische Varianten lange eingeführt, ebenso bei Backwaren.

Bei veganen Produkten gilt es dagegen nicht nur die tierische Inhaltsstoffe durch Alternativen zu ersetzen, sondern auch alle tierischen Stoffe und Hilfsmittel, die bei Produktion und Verpackung verwendet werden. Erst bei vollständigem Verzicht auf alles Tierische kann ein Produkt „vegan“ genannt werden. Eine klare Kennzeichnung, Clean Label, ist für die zuverlässige Information des Verbrauchers unerlässlich.

Zur ISM in Köln haben Einkäufer eine üppige Auswahl an Produktalternativen für alle Ernährungstrends. Hilfreich ist hier die Ausstellerdatenbank der ISM auf der ISM-Website. Sie kann nicht nur nach Produktgruppen, sondern auch nach Trendthemen durchsucht werden. Dazu gehören neben vegetarisch und vegan auch allergiefreundlich, Bio, fair gehandelt, funktional, halal, Handelsmarken, handwerkliche Produktion, Impulsverpackungen, koscher, limitierte Ausgaben sowie zuckerfrei. Mit Hilfe dieser Suchbegriffe findet der Einkäufer sehr schnell die für ihn interessanten Aussteller auf der ISM.