In der Isotopenanreicherung sind hochreine Trägergase wie Helium zentral, etwa für Anwendungen in medizinischer Diagnostik und Forschung, erneuerbaren Energien sowie der Halbleiterindustrie. ASP Isotopes, ein international tätiger Hersteller mit Sitz in den USA, entwickelt und betreibt Anlagen zur Anreicherung von Isotopen, die unter anderem in bildgebenden Verfahren sowie in Diagnostik und Therapie eingesetzt werden. Für die Prozessführung sind stabile Betriebsbedingungen, Gasreinheit und eine hohe Systemverfügbarkeit entscheidend, da bereits geringe Verunreinigungen oder instabile Zustände die Produktqualität beeinträchtigen oder Prozesse gefährden können.
Helium wird dabei häufig im Kreislauf als Träger- und Prozessgas geführt. Kompressoren stellen das erforderliche Druckverhältnis bereit, um Druckverluste im Rezirkulationskreislauf zu überwinden, und sollen dies mit geringen Verlusten und ohne Kontamination leisten. Ölgeschmierte Systeme erfordern dafür Abscheide- und Filterprozesse, erhöhen den Wartungsaufwand und bringen ein Kontaminationsrisiko mit sich. ASP Isotopes setzt deshalb auf hochdrehende, gasgelagerte, ölfreie Turbo Kompressoren der Schweizer Celeroton AG samt Steuerelektronik. In der Produktionsanlage sind zehn Einheiten mit jeweils 48 Turbo Kompressoren integriert; pro Strang sind jeweils vier Kompressoren in Serie geschaltet, um Massenstrom und Druckverhältnis für einen Isotopen-Separator zu liefern.
Technische Grundlage ist eine kontaktlose Rotorlagerung über Herringbone-Gaslager, bei der die Rotoren auf einem selbsttragenden Gasfilm schweben. Das reduziert mechanischen Verschleiß und eliminiert potenzielle Kontaminationsquellen. Die Kompressoren arbeiten mit Drehzahlen von über hunderttausend Umdrehungen pro Minute, sind dadurch kompakt und liefern einen kontinuierlichen, pulsationsfreien Gasstrom. Durch die gasgelagerte Ausführung entstehen laut Anbieter keine mechanisch bedingten Mikrovibrationen, wie sie bei ölgeschmierten oder mechanisch gelagerten Verdichtern auftreten können. Heino van Wyk, Leiter Engineering bei ASP Isotopes, verweist auf die Anforderungen an Gasreinheit und stabile Prozessführung sowie auf das Ziel, Energieverbrauch und Wartungsaufwand zu senken.
Als wirtschaftlicher Aspekt wird die nahezu vollständige Wartungsfreiheit genannt: Ölwechsel, der Austausch von Dichtungen oder der Betrieb von Ölmanagementsystemen entfallen. Die Systeme sind laut Celeroton für Laufzeiten bis zu mehreren zehntausend Betriebsstunden und für eine hohe Anzahl von Start-Stopp-Zyklen ausgelegt, was die Planbarkeit von Servicefenstern unterstützen soll. Neben Verfügbarkeit und Betriebskosten betont das Unternehmen den Ressourcenaspekt, da Helium ein begrenzt verfügbares Edelgas ist. Ein geschlossener Kreislauf und hohe Dichtigkeit sollen Heliumverluste minimieren; zudem wird darauf verwiesen, dass Isotope im Trägergas gelöst sein können und toxische oder explosive Verbindungen bilden, die nicht in die Umwelt gelangen dürfen. Damit adressiert die Lösung Anforderungen an Reinheit, Effizienz, Dichtheit und Prozessstabilität in sensiblen Gasprozessen.













