Innerhalb weniger Jahre steigert die argentinische Brauerei CCU ihren Marktanteil auf 33 Prozent – dank eines mutigen Bekenntnisses zur Dose. Mit einem Füller und zwei kompletten Linien rechtfertigt KHS dabei das große Vertrauen als kompetenter Starthelfer.

Erst seit 1994 in Argentinien ansässig, hat sich der chilenische Getränkehersteller Compañía Cervecerías Unidas nach AB InBev zur zweitgrößten Brauerei des Landes entwickelt. Speziell seit 2008 ist das Unternehmen dabei extrem dynamisch gewachsen. Belief sich der Marktanteil damals noch auf rund zwölf Prozent, bedient CCU heute rund ein Drittel des Biermarktes. Für diesen Schub sind vor allem drei Faktoren verantwortlich: Da ist erstens die Lizenzvereinbarung mit Heineken, deren Produkte seit 2004 in Argentinien exklusiv von CCU gebraut und vertrieben werden – weitere Vereinbarungen beispielsweise mit Amstel, Warsteiner und Grolsch folgten. Zweitens wurde im Jahr 2008 die rund 75 Kilometer außerhalb von Buenos Aires gelegene Brauerei in Luján erworben, heute die größte von insgesamt drei Produktionsstätten im Land.

Bei der Wahl des technischen Partners entschied man sich für den Dortmunder Systemanbieter KHS. „Drei Jahre zuvor hatten wir im Werk Luján bereits einen Umbau der Glaslinie zusammen mit der Installation einer neuen Abfüllmaschine durchgeführt„, erinnert sich Héctor Mungo, bis März 2020 CCU-Werksleiter in Luján. „Es hat uns beeindruckt, wie KHS sich mit einer lokalen Verkaufs- und Serviceorganisation in unserem Markt engagiert hat. Die Qualität und Effizienz der Glaslinie und die Zuverlässigkeit der Techniker vor Ort haben dazu geführt, dass sich ein echtes Vertrauensverhältnis entwickelt hat.“

Allen Befürchtungen zum Trotz gingen Anlieferung, Installation und Inbetriebnahme reibungslos und termingerecht über die Bühne: „Nur 45 Tage hat es damals von der Anlieferung der ersten Teile bis zum ersten fertigen Produkt gebraucht. Keiner von uns hätte für möglichgehalten, dass die neue Anlage wirklich so schnell und so zuverlässig produziert“, sagt Mungo, inzwischen Technical Project Manager, der für alle drei Werke in Argentinien zuständig ist. Mit der Ausführung dieses Projekts habe sich KHS endgültig als wichtiger Partner etabliert. Besonders hebt er die enge Zusammenarbeit hervor und die Zielstrebigkeit bei der Bewältigung der im Projektverlauf auftretenden üblichen Herausforderungen. So angetan ist man in Luján von der Leistung der Techniker, dass sie am Ende des letzten Tags der Installation durch das CCU-Team mit Standing Ovations verabschiedet wurden.

Seit geraumer Zeit wenden sich zunehmend mehr Argentinier einem alternativen Getränk zu: Während der Weinverbrauch in den vergangenen 30 Jahren von mehr als 50 Liter pro Kopf und Jahr auf unter 20 Liter gesunken ist, hat sich der Bierkonsum im selben Zeitraum mehr als verdoppelt und beträgt heute rund 40 Liter pro Kopf und Jahr.

Als Co-Manager der argentinischen KHS-Büros ist Jorge Bosch sehr stolz auf die Leistung seiner Kollegen. „Von der Anlieferung über die Installation bis hin zu Inbetriebnahme und Ramp-up haben wir trotz Corona alle Termine eingehalten und den Budgetrahmen sogar unterschritten. Das Resultat spricht für sich: Bei der Abnahme haben wir eine Gesamtanlageneffektivität von 96,7 Prozent erreicht.“