Die Digi­ta­li­sie­rung ver­än­dert das Gesund­heits­we­sen: Digi­ta­le Tech­no­lo­gi­en eröff­nen neue Chan­cen bei der Ent­wick­lung von inno­va­ti­ven Medi­ka­men­ten und den Gesund­heits­lö­sun­gen der Zukunft. Boehrin­ger Ingel­heim will mit inno­va­ti­ven, digi­ta­len Tech­no­lo­gi­en ent­lang der gesam­ten phar­ma­zeu­ti­schen Wert­schöp­fungs­ket­te vor allem einen wirk­li­chen Mehr­wert für die Gesund­heit von Mensch und Tier schaf­fen.

Initiativen zur Entwicklung innovativer Technologien

Wir nut­zen Künst­li­che Intel­li­genz, Robo­tik, Big Data und vie­le ande­re digi­ta­le Tech­no­lo­gi­en, um damit bereits heu­te eine schnel­le­re Medi­ka­men­ten­ent­wick­lung sowie künf­tig eine ver­bes­ser­te Prä­ven­ti­on und Früh­erken­nung von Erkran­kun­gen zu ermög­li­chen“, sagt Micha­el Schmel­mer, Mit­glied der Unter­neh­mens­lei­tung von Boehrin­ger Ingel­heim. Dies zeigt sich an einer Viel­zahl ver­schie­de­ner Initia­ti­ven im Bereich digi­ta­ler Gesund­heits­lö­sun­gen, die Boehrin­ger Ingel­heim auch in Zusam­men­ar­beit mit Start-ups und ande­ren Inno­va­ti­ons­trei­bern umsetzt. So ergänzt das Fami­li­en­un­ter­neh­men die haus­in­ter­nen Kom­pe­ten­zen gezielt um exter­ne Koope­ra­tio­nen in For­schung und Ent­wick­lung, Pro­duk­ti­on und Pati­en­ten­ver­sor­gung.

Digital Health auf der Digitalmesse re:publica

Eini­ge der Digi­tal-Health-Pro­jek­te von Boehrin­ger Ingel­heim stell­te Micha­el Schmel­mer auf der dies­jäh­ri­gen re:publica, der welt­weit wich­tigs­ten Digi­tal­kon­fe­renz in Ber­lin, unter dem Titel „Digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on – Chan­cen für die Gesund­heit von mor­gen!“ einem inter­es­sier­ten Publi­kum vor. Dabei hob er her­vor, dass es gera­de in Deutsch­land einen gro­ßen Bedarf an Fach­kräf­ten gebe: „Auf­grund der rapi­den digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on benö­ti­gen wir zuneh­mend Digi­tal-Exper­ten, Medi­zi­ner und Phar­ma­zeu­ten, die ihr Know-how an der Schnitt­stel­le von digi­ta­ler Tech­no­lo­gie und Medi­zin ein­brin­gen möch­ten“, so Schmel­mer.

In der phar­ma­zeu­ti­schen For­schung ermög­licht bei­spiels­wei­se schon jetzt der smar­te For­schungs­as­sis­tent ADAM mit­hil­fe von ler­nen­den Algo­rith­men neue Medi­ka­men­te zu erfor­schen: „Mit Künst­li­cher Intel­li­genz kön­nen wir bei­na­he dop­pelt so schnell Mole­kül­ver­bin­dun­gen für poten­zi­el­le neue Wirk­stof­fe iden­ti­fi­zie­ren, aus denen im wei­te­ren For­schungs­ver­lauf schnel­ler Medi­ka­men­te ent­wi­ckelt wer­den kön­nen“, erklärt Schmel­mer. Die inno­va­ti­ve Tech­no­lo­gie schafft so einen ech­ten Mehr­wert für die Gesund­heit: „Das kommt vor allem den Pati­en­ten welt­weit zugu­te, die durch den Zuge­winn an Zeit, Qua­li­tät und Wis­sen noch bes­ser ver­sorgt wer­den kön­nen“.

Auch bei der Erhe­bung von kli­ni­schen Stu­di­en­da­ten wer­den inno­va­ti­ve Tech­no­lo­gi­en ein­ge­setzt und kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt. In Form soge­nann­ter Remo­te-Stu­dies kön­nen mit­hil­fe digi­ta­ler Ana­ly­se­tools schon heu­te die Daten von Stu­di­en­teil­neh­mern unab­hän­gig von ihrem Auf­ent­halts­ort erfasst und in Echt­zeit aus­ge­wer­tet wer­den. Dadurch lässt sich der Zeit­raum von der For­schung bis zur Anwen­dung erheb­lich ver­kür­zen. „Gera­de bei sel­te­nen Krank­hei­ten ist das von Vor­teil, denn Stu­di­en­teil­neh­mer müs­sen kei­ne lan­gen Rei­sen etwa zum Stu­di­en­la­bor auf sich neh­men. Wir brin­gen mit digi­ta­len Anwen­dun­gen die Stu­die zum Pati­en­ten“, so Schmel­mer.

Fort­schrit­te in der früh­zei­ti­ge­ren Dia­gno­se von Krank­hei­ten bei Mensch und Tier las­sen sich durch Ana­ly­se­al­go­rith­men in Audio-Tools erzie­len. Sound­Talks, ein Audio­mo­ni­to­ring-Sys­tem zur Früh­erken­nung von Atem­wegs­er­kran­kun­gen wird der­zeit in der Nutz­tier­hal­tung erprobt. Auch beim Men­schen kön­nen Krank­heits­ver­läu­fe durch schnel­le­re Behand­lung ver­lang­samt oder sogar gestoppt wer­den – was gera­de bei Erkran­kun­gen des zen­tra­len Ner­ven­sys­tems essen­ti­ell ist. Intel­li­gen­te Sprach­er­ken­nungs­soft­ware – zum Bei­spiel via Smart­pho­ne – kann hier künf­tig Sprach­mus­ter ana­ly­sie­ren, Risi­ken erken­nen und so zu einer gesi­cher­ten Dia­gno­se und effi­zi­en­ten The­ra­pie bei­tra­gen.

Voraussetzungen müssen stimmen

Für eine erfolg­rei­che Umset­zung von Digi­tal Health sind die rich­ti­gen Rah­men­be­din­gun­gen zen­tral. Micha­el Schmel­mer beton­te bei sei­nem Vor­trag: „In Zukunft wer­den die Mög­lich­kei­ten für digi­ta­le Gesund­heits­lö­sun­gen sogar noch zuneh­men. Vor­aus­set­zun­gen dafür sind eine zukunfts­fä­hi­ge digi­ta­le Infra­struk­tur samt flä­chen­de­cken­der Inter­net­ver­sor­gung, qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te sowie ein rechts­si­che­rer und prak­ti­ka­bler Weg zur Daten­er­he­bung“.