Ob in der Phar­ma­in­dus­trie, der Was­ser­auf­be­rei­tung oder bei der Her­stel­lung von Lebens­mit­teln: Wer­den leit­fä­hi­ge Medi­en wie bei­spiels­wei­se Kühl­was­ser einem Pro­zess hin­zu­ge­ge­ben, sind in der Regel magne­tisch-induk­ti­ve Durch­fluss­mes­ser zur Über­wa­chung instal­liert. Beson­ders im Rah­men der Dosie­rungs­über­wa­chung müs­sen die Mess­ge­rä­te über prä­zi­se Ansprech­zei­ten und eine hohe Kali­brier­frei­heit ver­fü­gen, da sonst eine fal­sche Dosie­rung oder unzu­rei­chen­de Wie­der­hol­ge­nau­ig­keit auf­tritt. Zwar gibt es bereits sehr exak­te Gerä­te für klei­ne­re und mitt­le­re Durch­fluss­men­gen auf dem Markt, die­se sind aber häu­fig in ihrem Funk­ti­ons­um­fang ein­ge­schränkt oder nicht fle­xi­bel ein­bau­bar. Abhil­fe schafft hier  Kobold Mess­ring mit ihrem Gerä­te­duo MIM und MIS. Auf­grund der umfang­rei­chen Mög­lich­kei­ten zur Vor-Ort-Pro­gram­mie­rung eig­nen sie sich für einen bran­chen­über­grei­fen­den Ein­satz ins­be­son­de­re bei der Dosie­rung. Über kon­fi­gu­rier­ba­re Schnell­wahl­tas­ten kön­nen Para­me­ter wie Durch­fluss-Zwi­schen­stän­de oder Tem­pe­ra­tu­ren abge­ru­fen wer­den; ein wech­seln­des Farb­sys­tem im Dis­play warnt zudem vor Grenz­wert­über­schrei­tun­gen. Da mit dem MIM erst­mals eine Vari­an­te in getrenn­ter Aus­füh­rung vor­liegt, bei der Anzei­ge und Elek­tro­nik nicht in die Sen­sor­ein­heit inte­griert sind, kann das Gerät auch bei Medi­en­tem­pe­ra­tu­ren von bis zu +140 °C ein­ge­setzt wer­den.

Magne­tisch-induk­ti­ve Mess­ge­rä­te kom­men ohne beweg­li­che Tei­le wie Flü­gel­rä­der aus, wes­halb sie kaum Ver­schleiß­erschei­nun­gen zei­gen. Des­halb haben sich die­se Gerä­te für die Durch­fluss­be­stim­mung leit­fä­hi­ger Medi­en bewährt – ob Was­ser, Breie und Pas­ten, Säf­te oder Emul­sio­nen“, erklärt Raza Ali Agha, Ver­triebs­lei­ter bei Kobold Mess­ring. „Die­ses brei­te Ein­satz­spek­trum führt aber auch zu sehr unter­schied­li­chen Ein­bau­si­tua­tio­nen, da die Mess­ge­rä­te in ver­schie­de­nen Indus­tri­en und Pro­zes­sen ein­ge­setzt wer­den.“ Die Nenn­wei­te der ange­schlos­se­nen Roh­re, die mög­li­che Aus­rich­tung beim Ein­bau und die Ein­bin­dung in bestimm­te Pro­zess­ket­ten, wie die Dosie­rung beim Ein­fär­ben von Tablet­ten oder der Kühl­mit­tel­zu­fuhr, beein­flus­sen die Wahl eines pas­sen­den Gerä­tes. Ins­be­son­de­re im Rah­men von Dosier­vor­gän­gen müs­sen die Mess­in­stru­men­te die Mög­lich­keit zur Pro­gram­mie­rung von Zwi­schen­wer­ten bie­ten, um die Men­gen zu doku­men­tie­ren und eine unge­naue Dosie­rung zu ver­mei­den. Zudem soll­te die Anzei­ge mehr­zei­lig und gut sicht­bar sein, damit das Anla­gen­per­so­nal recht­zei­tig vor der Über­schrei­tung eines Grenz­wer­tes gewarnt wird. Häu­fig erfül­len Durch­fluss­mes­ser jedoch nur einen Teil die­ser Anfor­de­run­gen etwa auf Kos­ten der Bedien­bar­keit.

Des­halb hat das Unter­neh­men mit dem Pro­dukt­duo MIM und MIS uni­ver­sa­le Durch­fluss­strö­mungs­mes­ser mit IO-Link ent­wi­ckelt, die für nahe­zu jede Mess­si­tua­ti­on geeig­net sind und neben guten Ansprech­zei­ten von teil­wei­se unter 100 Mil­li­se­kun­den eine hohe Pro­gram­mier­frei­heit gewähr­leis­ten. Dafür sor­gen zum einen die zahl­rei­chen Funk­tio­nen wie die Tem­pe­ra­tur­mes­sung oder die Dosie­rung, wel­che sich in nur weni­gen Schrit­ten im Menü auf Schnell­wahl­tas­ten legen las­sen. Zum ande­ren ermög­licht die robus­te und fle­xi­ble Bau­wei­se einen ein­fa­chen und über­sicht­li­chen Ein­bau auch in eng aus­ge­leg­ten Rohr­sys­te­men.

Getrennte Ausführung

Die bei­den Model­le sind kom­plett in wider­stands­fä­hi­gem Mate­ri­al aus­ge­führt, der MIM sogar in Edel­stahl. Neben der Funk­ti­on zur Tem­pe­ra­tur­mes­sung, die nur der MIM auf­weist, unter­schei­den sich die Gerä­te vor allem in Bezug auf die Rohr­grö­ßen, bei denen sie zum Ein­satz kom­men. Wäh­rend der MIS für die Nenn­wei­ten DN 80 und DN 100 bzw. 3“ und 4“ geeig­net ist, kann der MIM auch bei sehr klei­nen Rohr­nenn­wei­ten ein­ge­setzt wer­den und deckt je nach Nenn­wei­te einen noch grö­ße­ren Mess­be­reich ab – von 30 ml/min an auf­wärts. „Die Durch­fluss­mes­ser ver­fü­gen über zwei indi­vi­du­ell kon­fi­gu­rier­ba­re Aus­gän­ge, die je nach Ein­stel­lung bei­spiels­wei­se als Puls‑, Alarm- oder Ana­log­aus­gang fun­gie­ren kön­nen“, erklärt Agha. „Dadurch las­sen sie sich leich­ter in ver­schie­de­ne Pro­zes­se oder Hilfs­kreis­läu­fe ein­bin­den.“ Das Farb-Mul­ti-Dis­play lässt sich zudem digi­tal in 90° — Schrit­ten dre­hen, sodass bei einem Stand­ort­wech­sel kein ande­res Modell benö­tigt wird und die Anzei­ge unab­hän­gig von der Posi­ti­on der Anschlüs­se ist.

Damit das Gerät auch beim Dosie­ren von Kleinst­men­gen genutzt wer­den kann, wur­de die Ansprech­zeit ver­bes­sert. Außer­dem las­sen sich über das Menü ver­schie­de­ne Teil­men­gen pro­gram­mie­ren. Um nicht bei jeder Neu­ein­stel­lung umständ­lich durch das Menü navi­gie­ren zu müs­sen, wur­de die Anzei­ge um soge­nann­te Hot­keys erwei­tert. Auf die­se Wei­se lässt sich die gewünsch­te Dosie­rung bequem durch die Schnell­wahl­tas­ten auf dem Start­bild­schirm aus­wäh­len. Über einen exter­nen Steu­er­ein­gang lässt sich der gewünsch­te Dosier­vor­gang star­ten und stop­pen. Dabei kann vor Ort über den MIM/MIS die Men­ge jeder­zeit ange­passt wer­den. „Ins­be­son­de­re bei sen­si­blen Pro­zes­sen wie der Tablet­ten­be­schich­tung sind prä­zi­se gemes­se­ne Teil­men­gen und eine sehr gute Ansprech­zeit unab­ding­bar“, bestä­tigt Agha. Damit die­se Mög­lich­keit auch bei hei­ßen Medi­en und in extrem tem­pe­rier­ten Umge­bun­gen wie bei Kühl­was­ser­kreis­läu­fen gege­ben ist, bie­tet die Fir­ma mit dem MIM erst­mals ein Gerät in einer getrenn­ten Aus­füh­rung an: Anders als bei sonst übli­chen Gerä­ten ent­hält die medi­en­be­rüh­ren­de Ein­heit ledig­lich den Sen­sor. Die gesam­te Elek­tro­nik sowie die Steue­rung und Anzei­ge sind sepa­rat unter­ge­bracht und über ein Kabel in siche­rem Abstand zur Sen­sor­ein­heit am Rohr ver­bun­den. Dadurch sind auch Tem­pe­ra­tu­ren bis +140 °C kein Pro­blem und das Gerät kann stö­rungs­frei arbei­ten, da die Elek­tro­nik geschützt bleibt.

Der Grund-Baustein für jedes Messvorhaben

Die Fle­xi­bi­li­tät der Gerä­te­fa­mi­lie zeigt sich auch in der Nut­zer­füh­rung und dem Funk­ti­ons­um­fang. Nahe­zu alle Ein­stel­lun­gen las­sen sich bequem über vier opti­sche Tas­ten vor Ort auf dem Dis­play ein­stel­len. Funk­tio­nen wie Teil­men­gen­an­zei­ge, Tem­pe­ra­tur­mes­sung oder Maxi­mal­durch­fluss las­sen sich auch auf die genann­ten Hot­keys legen, sodass nicht stän­dig über meh­re­re Steue­rungs­ebe­nen im Menü navi­giert wer­den muss. Dies lässt sich auch mit Hand­schuh durch­füh­ren, da die Tas­ten über ver­schie­de­ne Emp­find­lich­keits­stu­fen ver­fü­gen. Die mehr­zei­li­ge Anzei­ge bie­tet einen bes­se­ren Über­blick als ver­gleich­ba­re Kom­pakt­ge­rä­te und kann auch neben dem Mess­wert die ent­spre­chen­de Ein­heit oder ande­re Zusatz­in­for­ma­tio­nen abbil­den. Die­se Über­sicht­lich­keit wird noch­mals durch die Mehr­far­big­keit des Dis­plays ver­stärkt: Bei­spiels­wei­se ändert sich die Far­be, wenn eine bestimm­te Durch­fluss­men­ge erreicht wor­den ist. Dadurch sieht der Anwen­der auch aus der Distanz, wenn etwa eine bestimm­te Men­ge dosiert oder ein Grenz­wert über­schrit­ten wur­de. „Wäh­rend der Kon­zep­ti­ons­pha­se haben wir Erfah­rungs­be­rich­te unse­rer Kun­den aus den ver­schie­dens­ten Bran­chen zu Grun­de gelegt, um ein sehr fle­xi­bles und zuver­läs­si­ges Uni­ver­sal­ge­rät ent­wi­ckeln zu kön­nen. Mit dem MIM und MIS gibt es nun die Wür­fel für fast jedes Mess­vor­ha­ben“, resü­miert Agha.