Ein wesentlicher Anteil des Energie und Wasserbedarfs von Brauereien entfällt auf die Reinigung von Mehrwegflaschen. In der Ayinger Privatbrauerei ist in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro IGS für Energie und Umwelttechnik Dr. Georg Schu erstmals ein neues, innovatives Verfahren für den ressourcenschonenden Einsatz einer Flaschenwaschmaschine großtechnisch eingesetzt worden.

Pristräger der Kategorie: Energieeffizienz in industriellen Pozessen und Produktion sowie Energieeffizienznetzwerke.
IGS GbR -Ingenieurbüro für Energie- und Umwelttechnik, Halbergmoos
Dr. Georg Schu
und Brauerei Aying Franz Inselkammer KG, Aying
Franz Inselkammer
Foto: Astrid Schmidhuber

Aus dem Kühlbereich der Flaschenreinigungsmaschine wird dem Kühlwasser über außenliegende Wärmetauscher Wärme entzogen und einer Wärmepumpe zugeführt. Dadurch kann der Wasserbedarf zum Kühlen der Flaschen drastisch gesenkt werden. Zusätzlich wird Abwärme aus einer Kraft Wärme Kopplung beigemischt, so dass die Heizleistung der Wärmepumpe den Heizwärmebedarf der Flaschenreinigungsmaschine vollständig decken kann. Der Strombedarf der Wärmepumpe wird als Eigenstrom aus der vorhandenen Kraft Wärme Kopplung gedeckt. Dadurch konnte die Laufzeit des bestehenden Blockheizkraftwerkes und damit dessen Wirtschaftlichkeit deutlich gesteigert werden. Gegenüber der alten Flaschenreinigungsmaschine konnte durch das neue Verfahren der Wasser und Wärmebedarf um je 87 % reduziert werden.

Die Entwicklung und Realisierung des Vorhabens wurde im Rahmen des Umwelt-Innovationsprogramms mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. Jetzt wurde die Brauerei Aying zusammen mit dem Ingenieurbüro IGS für dieses Verfahren vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie mit dem Bayerischen Energiepreis 2020 in der Kategorie „Energieeffizienz in industriellen Prozessen und Produktion“ ausgezeichnet. Die Preisverleihung hat Ende Oktober im Bayerischen Wirtschaftsministerium stattgefunden.