Pyro­elek­tri­sche Detek­to­ren eig­nen sich opti­mal zur Gas­ana­ly­se. Kom­pli­ziert wur­de es bis­her, wenn sehr vie­le Gase gemes­sen wer­den soll­ten. Dafür waren oft­mals schlicht­weg zu weni­ge Mess­ka­nä­le vor­han­den. Genau hier­für bie­tet jetzt der neue LRM-278 von Infra­tec die pas­sen­de Lösung. Die­ser Detek­tor ver­eint als welt­weit ers­ter sei­ner Art acht Mess­ka­nä­le in einem TO8-Gehäu­se mit einem Durch­mes­ser von 15,2 Mil­li­me­tern. Auf einen Schlag ver­dop­pelt sich dadurch die Anzahl der Gase, die sich mit einem ein­zel­nen Detek­tor die­ser Grö­ße erfas­sen las­sen.

Doppelt Platz sparen

Beim Blick auf die Kon­struk­ti­on des Sin­gle-Sup­ply-Detek­tors tre­ten zwei Details her­vor, die maß­geb­lich dazu bei­tra­gen, dass eine der­art leis­tungs­fä­hi­ge Lösung in solch klei­ne Abmes­sun­gen passt. Das ers­te Detail ist das direkt in der Kap­pe ver­bau­te Zen­tral­fens­ter, über das auch alle ande­ren Model­le der Rei­he minia­tu­ri­sier­ter Mehr­ka­nal­de­tek­to­ren ver­fü­gen. Die ent­spre­chend gro­ße Aper­tur von 8,5 × 8,5 Qua­drat­mil­li­me­ter hat zur Fol­ge, dass der LRM-278 ein sehr gro­ßes Field of View (FOV) auf­weist. Ein Resul­tat des­sen ist sein aus­ge­zeich­ne­tes Signal-Rausch-Ver­hält­nis.

Das zwei­te Detail ver­birgt sich im Inne­ren des Detek­tors. Auf spe­zi­el­len Rah­men sind dort die emp­find­li­chen Pyro­ele­men­te, die Kom­pen­sa­ti­ons­ele­men­te sowie die jeweils 2 × 2 Qua­drat­mil­li­me­ter gro­ßen Fil­ter direkt über­ein­an­der plat­ziert. Dank die­ser Sta­pel­bau­wei­se ent­steht genü­gend frei­er Raum für alle wei­te­ren Kom­po­nen­ten.

Temperatursensor direkt im Detektor

Die Rah­men mit emp­find­li­chen Ele­men­ten und Fil­tern sind in einem Qua­drat mit jeweils drei mal drei Fel­dern ange­ord­net. Bei ins­ge­samt acht Mess­ka­nä­len bleibt somit ein Feld frei – das in der Mit­te. An die­ser Stel­le befin­det sich ein Tem­pe­ra­tur­sen­sor. Bei Gas­mess­ge­rä­ten wird die Tem­pe­ra­tur übli­cher­wei­se mit­ge­mes­sen. Bis­her ist das jedoch nicht direkt im Detek­tor mög­lich. Das Mes­sen der Tem­pe­ra­tur im Inne­ren des Detek­tors bie­tet bei­spiels­wei­se die Opti­on, die typi­sche Tem­pe­ra­tur­drift der Fil­ter mit­hil­fe einer Kali­brie­rung sehr genau zu kom­pen­sie­ren.

Neben der Mess­ge­nau­ig­keit kom­men auch die Vor­tei­le zum Tra­gen, die sich aus dem Strom­be­trieb des LRM-278 erge­ben. Das bedeu­tet vor allem, dass er durch die schnel­le Dar­stel­lung von Signal­än­de­run­gen und sein dyna­mi­sches Ansprech­ver­hal­ten über­zeugt. Die dabei ent­ste­hen­de hohe Signal­span­nung ver­ein­facht das Schal­tungs­de­sign und lässt den Detek­tor robus­ter gegen Stö­run­gen wer­den. Die höhe­ren Signal­pe­gel unter­stüt­zen das beque­me Inte­grie­ren des Detek­tors in Mess­mo­du­le.

Auf­grund all die­ser Vor­tei­le ist der LRM-278 prä­de­sti­niert für äußerst kom­ple­xe Auf­ga­ben­stel­lun­gen inner­halb der Gas­ana­ly­se. Dazu gehö­ren das Unter­su­chen von medi­zi­ni­schen und tech­ni­schen Gasen, das Mes­sen von Emis­sio­nen als auch Anwen­dun­gen aus dem Gebiet der Sicher­heits­tech­nik.

Infra­tec auf der Sen­sor + Test 2019: Hal­le 5, Stand 332